Jacques Antoine Hippolyte Guibert

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Jacques-Antoine-Hippolyte, comte de Guibert

Jacques-Antoine-Hippolyte, comte de Guibert (* 12. November 1743 in Montauban; † 6. Mai 1790 in Paris) war ein französischer General und Militärschriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Guibert begleitete seinen Vater, der während des Siebenjährigen Krieges Stabschef bei der in Deutschland stationierten französischen Armee war, und wurde bald als Kapitän angestellt. 1767 nahm Guibert am Feldzug auf Korsika teil, bereiste dann Deutschland und wurde 1781 zum Brigadegeneral und 1788 schließlich zum Feldmarschall ernannt.

1786 wurde Guibert in die Académie française aufgenommen. Kurz vor der Französischen Revolution plante das Ministerium Brienne eine große Heeresreform, an der Guibert wesentlichen Anteil hatte. Er sprach sich auch bereits für die Einführung einer allgemeinen Wehrpflicht aus.

Guibert verfasste geschichtliche Abhandlungen, Trauerspiele, Reisebeschreibungen, einen Eloge auf Friedrich den Großen, insbesondere aber militärische Schriften.

Jacques Antoine Hippolyte Graf von Guibert starb am 6. Mai 1790 in Paris.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Essai général de tactique. 2 Bde. London (1770, 1772)
  • Défense du système de guerre moderne. 2 Bde. Neuchâtel (1779)
  • De la force publique. Paris (1790)
  • Histoire des la constitution militaire de France. In: Oeuvres militaires. 5 Bde. Paris (1803), hrsg. von Guiberts Witwe, unvollendet

Bibliographie[Bearbeiten]

  • Heuser, Beatrice: "Guibert" in Thomas Jäger, Rasmus Beckmann (Hrg): Handbuch Kriegstheorien. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften (2011), S. 198-205.

Weblinks[Bearbeiten]