Jacques Gruet

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Jacques Gruet, auch Jakob Gruet und Jacobus Gruet genannt († 26. Juli 1547 in Genf) war ein Genfer Libertin und Atheist.

Leben[Bearbeiten]

Gruet setzte sich für die Freiheit des Einzelnen ein. Alle Gesetze, auch diejenigen der Kirche, seien nach seiner Ansicht menschengemacht. Gruet galt als scharfer Kritiker des Reformators Johannes Calvin und hatte in plattfranzösischer Sprache verfasste Schmähschriften gegen Calvin an Straßenecken angeschlagen.[1] Die Unsterblichkeit der Seele war nach Ansicht Gruets nichts weiter als ein Märchen. Man fand bei ihm zudem religionskritische Texte. Gruet starb daher 1547 nach Folter auf dem Schafott.[2]

Werk[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfgang Gericke: Das Buch De Tribus Impostoribus, Berlin, 1982.
  • Wolfgang Gericke: Die Wahrheit über das Buch von den Drei Betrügern (De tribus impostoribus), in: Theologische Versuche, 4, 1972, S. 89-114.
  • Wolfgang Gericke: Wann entstand das Buch Von den Drei Betrügern?, in: Theologische Versuche, 7, 1977, S. 129-155.
  • Philip Schaff: The History Of The Reformation, Kessinger Publishing, Whitefish, MT 2004 (History Of The Christian Church, Volume VIII)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.contretemps.eu/interventions/geneve-temps-calvin-theocratie-dictature-dune-bourgeoisie-immature
  2.  F. Berriot: Un procès d’athéisme à Genève: l’affaire Gruet (1547-1550). In: Bulletin de la Société de l’Histoire du Protestantisme Français Paris. 125, 1979, S. 577–592.