Jaekelopterus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Jaekelopterus
Fossil von Jaekelopterus rhenaniae

Fossil von Jaekelopterus rhenaniae

Zeitliches Auftreten
Pragium bis Emsium (Unterdevon)
410 bis 397 Mio. Jahre
Fundorte
Systematik
Häutungstiere (Ecdysozoa)
Gliederfüßer (Arthropoda)
Kieferklauenträger (Chelicerata)
Seeskorpione (Eurypterida)
Pterygotoidea
Jaekelopterus
Wissenschaftlicher Name
Jaekelopterus
Waterston, 1964
Arten
  • Jaekelopterus rhenaniae (Jaekel, 1914)

Jaekelopterus ist eine Gattung der Eurypterida (dt. Seeskorpione), die vor mehr als 397 Millionen Jahren im Unterdevon lebten.[1] Zu den Beutetieren gehörten vor allem Panzerfische. Die Typusart Jaekelopterus rhenaniae wurde 1914 von Otto Jaekel als Pterygotus rhenaniae (etwa „rheinischer Flosser“) beschrieben; als Waterston (1964)[2] die Art in eine eigene Gattung stellte, benannte er diese nach dem Erstbeschreiber Jaekelopterus.

Nach einem Fund einer 46 cm langen fossilen Kieferklaue (Chelicere) von Jaekelopterus rhenaniae durch den Paläontologen Markus Poschmann aus dem Emsium (Unterdevon) der Fossillagerstätte Willwerath nahe Prüm, kann man davon ausgehen, dass diese Tiere ca. 2,50 Meter groß wurden und damit die größten bekannten Riesenskorpione sind. [3] Die Kieferklaue wird, zusammen mit anderen Fossilien aus der gleichen Fundstelle, im Naturhistorischen Museum Mainz ausgestellt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatM. Alan Kazlev: The Trace of Life on Earth. In: PALAEOS. Abgerufen am 24. November 2007 (englisch).
  2.  C. D. Waterston: Observations on pterygotid eurypterids. In: Transactions of the Royal Society of Edinburgh. 66, 1964, S. 9–33. zitiert nach Samuel J. Ciurca Jr., O. Erik Tetlie: Pterygotids (Chelicerata; Eurypterida) from the Silurian Vernon Formation of New York. Journal of Paleontology, Jul 2007, S. 3
  3.  Simon J. Braddy, Markus Poschmann, O. Erik Tetlie: Giant claw reveals the largest ever arthropod. In: Biology Letters. 4, Nr. 1, 2008, S. 106–109, doi:10.1098/rsbl.2007.0491.