Jagdschloss Rehefeld

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Das Jagdschloss Rehefeld liegt im Ortsteil Rehefeld-Zaunhaus der Stadt Altenberg im Erzgebirge im Freistaat Sachsen (Deutschland).

Geschichte[Bearbeiten]

Ansicht um 1910

Das Jagdschloss ist das Weihnachtsgeschenk der Kronprinzessin Carola von Sachsen an ihren Ehemann, den Kronprinzen Albert von Sachsen im Jahr 1869. Das pittoreske, hoch über dem rechten Ufer der Wilden Weißeritz am Waldrand gelegene Jagdschloss wurde bis in das 20. Jahrhundert für Jagdzwecke genutzt. Bei dem Jagdschloss handelt es sich um ein zweistöckiges Gebäude mit zwei vorspringenden Erkern und einem hohen, durch Ziergiebelfenster geschmückten Dach. Das Erdgeschoss beherbergte ursprünglich einen Speisesaal und das orientalisch tapezierte Rauchzimmer. Im ersten Stock befanden sich das Empfangszimmer und das Kabinett der Königin. Im Schloss waren mehrere Geschenke ausgestellt, die das kinderlose, spätere Königspaar Carola und Albert zu ihrer Silberhochzeit 1878 erhalten hatten, darunter mehrere wertvolle Bilder. Die zum Jagdschloss gehörige kleine Kapelle wurde 1879 nach Plänen einer Kunstanstalt aus München nachträglich errichtet. Bei Abwesenheit des Königspaares konnte das Jagdschloss durch die Bevölkerung gegen Entrichtung eines Trinkgeldes besichtigt werden.

1925 erwarb die Dresdner Freimaurerloge Zu den drei Schwertern das Anwesen "mit allem Zubehör und Inventar" und richtete ein Erholungsheim für Freimaurer und ein Konferenzzentrum ein. Weiterhin wurden auf Kosten der Loge Elektrizität, Heizung und Entwässerung installiert.[1]

Nach der Enteignung 1945 diente das Jagdschloss als Ferienheim und seit der Wende als Fortbildungs- und Tagungsstätte der Landes-Polizeischule Sachsen (heute Aus- und Fortbildungsinstitut der Polizei Sachsen, mit Sitz in Bautzen). Zum 1. Januar 2003 übernahm das Staatliche Liegenschaftsamt Sachsen das Jagdschloss und bot es zum Verkauf an. Seither stand der Gebäudekomplex leer und verfiel zunehmend. Lange stand das Gelände vergeblich zum Verkauf.

Im April 2012 wurde das Schloss überraschend an einen Radebeuler Privatmann verkauft, dessen Ambitionen für das Schlossgebäude, den um 1930 angebauten Verbindungsbau und die Garagen sowie ein ebenfalls in dieser Zeit entstandenes zweistöckiges Wohnhaus am Eingang noch nicht klar sind.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Grundbucheintragungen zum Jagdschloß Rehefeld „Schwerter-Erholungsheim“, Sächsisches Hauptstaatsarchiv Dresden

50.73047888888913.702548Koordinaten: 50° 43′ 50″ N, 13° 42′ 9″ O