Jahnstadion (Regensburg)

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Jahnstadion
Jahnstadion (2010)
Jahnstadion Regensburg
Daten
Ort DeutschlandDeutschland Regensburg, Deutschland
Koordinaten 49° 0′ 56″ N, 12° 4′ 26″ O49.01555555555612.073888888889Koordinaten: 49° 0′ 56″ N, 12° 4′ 26″ O
Eigentümer Stadt Regensburg
Eröffnung 19. September 1926
Erstes Spiel SSV Jahn Regensburg: 1. FC Passau 7:0
Renovierungen 1987
Erweiterungen 1931, 1949, 2003, 2008, 2012
Oberfläche Naturrasen
Kapazität 12.500 Plätze
Verein(e)
Veranstaltungen

Das Jahnstadion (auch Stadion an der Prüfeninger Straße) ist mit 12.500 Plätzen das größte Fußballstadion in Regensburg. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1926 trägt hier der SSV Jahn Regensburg seine Heimspiele aus, der in der Saison 2013/14 in der 3. Liga spielt.

Struktur[Bearbeiten]

Das Stadion hat eine Haupttribüne (für 2.000 Zuschauer, davon sind 1.200 überdacht) und eine mobile Stahlrohrtribüne. Die Haupttribüne (im Westen) besteht aus der ursprünglichen Haupttribüne von 1931 sowie zwei Stahlrohr-Vortribünen. In der Kurve in der Prüfeninger Straße im Norden des Stadions steht eine 2012 errichtete Stahlrohrtribüne, die 3.000 Menschen Platz bietet (1700 Steh- und 1200 überdachte Sitzplätze). Die Tribünen sind alle mit roten Sitzschalen ausgestattet. Die Gästekurve im Süden (Blöcke O, P und Q), in die 3.500 Zuschauer passen, sowie die Gegengerade mit Turm (Block H) – sie bietet gut 4.000 Menschen Platz – sind reine Stehränge. Sie sind nicht überdacht. Insgesamt fasst das Jahnstadion 12.500 Zuschauer. [1]

Lage[Bearbeiten]

Im Jahre 1926 noch auf weiter Flur, befindet sich das Jahnstadion heute mitten im Stadtgebiet. Und zwar im Westenviertel, unweit des Stadtparks im Westen von Regensburg. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (Linie 1 Haltestelle Goethestraße, Lessingstraße) erreicht man es vom Bahnhof aus binnen 15 Minuten. Mit dem Auto kann man es schnell über die Autobahn A93 erreichen, von der Ausfahrt Prüfening liegt es gute 300 Meter stadteinwärts.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 19. September 1926 pachtete der Sportbund Jahn das Grundstück am Randgebiet der Stadt und kultivierte ein paar Wiesen zu einem Hauptspielfeld und mehreren Trainingsplätzen, der Jahn-Platz wurde die neue Heimspielstätte der Regensburger. Als immer mehr Zuschauer den Jahn besuchten, wurde 1931 die Jahn-Tribüne gebaut - zu der Zeit eine der modernsten Fußballtribünen Deutschlands. 1949 wurde das Stadion erstmals erweitert und saniert, um das Spielfeld herum wurden erstmals Stehplatzränge errichtet. Auch der „Turm“ entstand, eine analoge Spielstandanzeige mit Uhr auf der Gegengeraden - der Bereich, in dem heute die Fans stehen.

Die erfolgreichsten Jahre erlebte das Jahnstadion in den 1950er Jahren, in denen teilweise ein Zuschauerschnitt von 17.000 erreicht wurde. Der absolute Besucherrekord wurde im Februar 1950 erreicht: Beim Oberliga-Heimspiel gegen die SpVgg Fürth kamen 30.000 Zuschauer an die Prüfeninger Straße. In der Folgezeit ging der sportliche Erfolg des Jahn allerdings immer weiter zurück, bis der Verein 1975 schließlich dazu gezwungen war, das Stadion an die Stadt Regensburg für 1,5 Millionen DM zu verkaufen. Seitdem spricht man auch vom „städtischen Jahnstadion". 1987 wurde das Stadion aufgrund fehlender Mittel für einen Neubau komplett saniert und eine Flutlichtanlage errichtet.

In den 1990er Jahren wurde das Grundstück immer wieder zum Ziel von Kaufinteressenten, die sich den Grund – vor allem wegen seiner Nähe zum Regensburger historischen Stadtkern – sichern wollten. Nachdem aber der sportliche Erfolg seit 1999 wieder an die Prüfeninger Straße zurückkehrte, konnte die Existenz des Stadions gesichert werden. Nachdem Jahn Regensburg 2003 in die 2. Bundesliga aufgestiegen war, wurde die Kapazität durch eine Zusatztribüne neben der Haupttribüne erhöht. Auch wurden vor der Haupttribüne zwei kleinere Stahlrohrtribünen errichtet - nach dem sofortigen Wiederabstieg aber wieder entfernt.

Das Jahnstadion geriet im Juli 2008 wieder in die Schlagzeilen, als ein Befund des DFB dem Stadion etliche Mängel in Bezug auf Komfort und Sicherheit bescheinigte. Um es auf Drittliga-Niveau aufzurüsten, musste der Stadtrat Gelder in Höhe von 475.000 € bewilligen. Im Zuge der Aufrüstarbeiten wurden wieder Vortribünen errichtet und die Haupttribüne mit roten Schalensitzen versehen – bisher saßen die Zuschauer noch auf schlichten Holzbänken. Des Weiteren wurden Eingangsbereich und Videoüberwachung auf den neuesten Stand gebracht.

Bau der Nordtribüne im Sommer 2012.

Nach dem dritten Aufstieg in die 2. Bundesliga musste das Stadion erneut aufgerüstet werden, um den Ansprüchen der DFL gerecht zu werden. Dazu hätte eine Kapazität von 15.000 Zuschauern – darunter 3.000 Sitzplätze – nachgewiesen werden sollen. Zuvor hat das Jahnstadion aus Sicherheitsgründen eine auf 10.724 Zuschauer begrenzte Kapazität (statt der theoretisch möglichen 11.800), davon 2.000 Sitzplätze. Bis zum Saisonstart wurde durch eine Zusatztribüne in der Kurve in der Prüfeninger Straße die zusätzlichen Sitzplätze geschaffen, wodurch die Stadionkapazität aber nur auf insgesamt 12.500 Plätze vergrößert wurde. Der SSV Jahn erhielt eine Ausnahmeregelung von der DFL, da die 15.000 in dem mitten im Wohngebiet liegenden Stadion technisch nicht möglich waren und sich bereits die neue Arena ankündigte. Zusätzlich zur Stadion-Vergrößerung musste eine Rasenheizung installiert, die Kabinen und die Pressetribüne vergrößert und die Sicherheitsgegebenheiten aktualisiert werden. Die Kosten teilten sich Stadt und Verein.[2]

Olympische Sommerspiele 1972[Bearbeiten]

Das Regensburger Jahnstadion ist ein Olympiastadion. Sechs Spiele des olympischen Fußballturniers von 1972 fanden an der Prüfeninger Straße statt[3] , unter anderem waren sowohl der Titelverteidiger Ungarn zu Gast als auch der spätere Olympiasieger Polen.

Datum Runde Begegnung Ergebnis Zuschauer
28. August Vorrunde Gruppe B UdSSR – Birma 1:0 (0:0) 6.000
30. August Vorrunde Gruppe D Polen – Ghana 4:0 (1:0) 2.200
31. August Vorrunde Gruppe A Iran – Brasilien 1:0 (0:0) 2.200
1. September Vorrunde Gruppe B UdSSR – Mexiko 4:1 (3:0) 8.000
3. September Zwischenrunde Gruppe 2 Dänemark – Polen 1:1 (1:1) 4.000
8. September Zwischenrunde Gruppe 1 Ungarn – Mexiko 2:0 (1:0) 2.500

Stadionneubau[Bearbeiten]

Hauptartikel: Arena Regensburg

In der Saison in der 2. Bundesliga in der Saison 2003/04 war die Diskussion um einen Stadionneubau wieder aktuell geworden, das Jahnstadion erfüllte nicht die Anforderungen eines modernes Stadion. In den folgenden Spielzeiten war es allerdings längere Zeit unklar, ob und wann der Bau eines neuen Jahnstadions kommen soll, da sich der Jahn auf einer sportlichen Berg- und Talfahrt befand, mit Abstieg in die viertklassige Bayernliga. Nachdem sie sich längere Zeit in der 3. Liga halten konnten, beschloss der Stadtrat am 28. Juli 2011 den Bau schließlich.[4] Das neue Stadion wird auf einem Gelände südlich der Autobahn A3, direkt bei der Anschlussstelle Regensburg-Klinikum im Stadtteil Oberisling, errichtet. Das alte Jahnstadion soll anschließend abgerissen werden.

Spatenstich für die 15.000 Zuschauer fassende Arena war am 30. Januar 2014,[5] zur Saison 2015/16 soll der Bau abgeschlossen sein.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jahnstadion (Regensburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Blockeinteilung Jahnstadion ssv-jahn.de, abgerufen am 12. Juni 2012
  2. Umbaumaßnahmen am Jahnstadion ssv-jahn.de (19. Juni 2012), abgerufen am 3. August 2012
  3. XX. Olympiad Munich 1972 Football Tournament abgerufen am 10. Februar 2014
  4. Heike Haala: Klares Ja für neues Stadion in Regensburg. In: Mittelbayerische.de. 29. Juli 2011, abgerufen am 12. Juni 2012.
  5. Neues Stadion: Jetzt geht's los! In: ssv-jahn.de. 30. Januar 2014, abgerufen am 10. Februar 2014.