Jahrbuch Extremismus & Demokratie

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Das Jahrbuch Extremismus & Demokratie (Abkürzung E&D) ist ein seit 1989 jährlich erscheinendes Periodikum. Herausgegeben wird es von Eckhard Jesse und Uwe Backes, seit 2010 zusätzlich von Alexander Gallus. Inhaltliche Schwerpunkte bilden die Bereiche Totalitarismus und Extremismus.

Der Anspruch der Herausgeber ist folgender: „Das Jahrbuch Extremismus & Demokratie will die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Problemkreis des politischen Extremismus fördern. Die Entwicklung in Deutschland steht im Mittelpunkt. Ereignisse und Konstellationen des jeweils vorausgegangenen Jahres sollen dokumentiert und aufgearbeitet, die neu erschienene Literatur umfassend gewürdigt werden.“[1]

Strukturdaten[Bearbeiten]

Das Jahrbuch erscheint im Nomos Verlag (von 1989 bis 1994 im Bouvier Verlag). Den wissenschaftlichen Beirat bilden Klaus von Beyme, Karl Dietrich Bracher, Jürgen W. Falter und Peter Graf Kielmansegg. Bis 2010 sind 22 Ausgaben erschienen. Parallel erscheint – ebenfalls bei Nomos – eine Schriftenreihe gleichen Namens.

Geschichte und Rezeption[Bearbeiten]

Im Editorial der ersten Ausgabe wird angesprochen, dass wissenschaftliche Fundiertheit zumindest angestrebt ist.[2] Der Freitag weist darauf hin, dass sich die Zeitschrift vor allem an Praktiker (Politiker, Ministerialbeamte, Sicherheitskräfte, Pädagogen usw.) richtet.[3] 2011 distanzierte sich der Linkspartei-Politiker Bodo Ramelow, in einem offenen Brief, entschieden von einer durch Jesse angebotenen Mitarbeit an dem Jahrbuch. Er argumentiert hier, dass das Druckwerk den Neofaschismus verhamlose, dass seine Herausgeber eine nicht valide politische Theorie geschaffen hätten, die sie nicht einmal schlüssig begründen könnten, und dass, während linke Ideen durch den Vergleich mit dem Neofaschismus verteufelt werden, dieser verharmlost wird. Diese Verharmlosung werde vor allem auch durch Jesse selbst betrieben.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aus der Website des Jahrbuchs
  2. Editorial 1989. tu-chemnitz.de, abgerufen am 2. April 2011.
  3. Tom Strohschneider: „Ich möchte dafür nicht das Feigenblatt sein“. In: Der Freitag online, 31. März 2011. Abgerufen am 2. April 2011.
  4. Bodo Ramelow: Ramelow: Ich lasse mich nicht als Ihr Feigenblatt benutzen!. bodo-ramelow.de, 31. März 2011. Abgerufen am 2. April 2011.

Weiterführende Artikel[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]