Jahrhunderthalle (Frankfurt am Main)

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Die Jahrhunderthalle an der Pfaffenwiese

Die Jahrhunderthalle ist eine große Konzert- und Kongresshalle in Frankfurt am Main.

Mitte der 1950er Jahre wurde der Architekt Friedrich Wilhelm Kraemer beauftragt eine Halle anlässlich des hundertjährigen Bestehens der Farbwerke Hoechst AG zu planen. Nach 17-monatiger Bauzeit wurde sie am 11. Januar 1963 eröffnet.[1]

Name[Bearbeiten]

Der offizielle Name der Halle war Jahrhunderthalle Hoechst (nach dem Unternehmen). Sie wird auch heute noch häufig (nach dem Stadtteil) „Jahrhunderthalle Höchst“ genannt, obwohl sie eigentlich im Stadtteil Unterliederbach und in der Gemarkung Sindlingen liegt. Von der Bevölkerung oder den Medien erhielt der Bau auch einige Spitznamen wie etwa „Winnackers Wirtschaftswunderwarze“ (nach dem Hoechst-Vorstandsvorsitzenden jener Zeit Karl Winnacker (1903–1989)[2]), „Pyramidom“ (nach dem in der Hoechst-AG gefertigten Schmerzmittel Pyramidon), Iglu oder „Calimeros Ei“[3]

Aussehen[Bearbeiten]

Die freistehende Halle ist auch von weitem trotz ihrer geringen Höhe zu erkennen. Grund dafür ist die für die 1960er ungewöhnliche Bauweise. Die Halle besteht aus einer rechteckigen Basis, in der das Foyer und die kleineren Säle sowie das Restaurant untergebracht sind. Darüber spannt sich eine Kuppel mit einem Durchmesser von 100 m auf. Sie bietet den Besuchern des Kuppelsaales eine einzigartige Akustik, die durch die Lamellendecke der Kuppel ermöglicht wird. Der Kuppelsaal umfasst eine Fläche von 4800 m2 und bietet, je nach Art der Bestuhlung, Platz für bis zu 4800 Personen.

Nutzung[Bearbeiten]

Konzerte[Bearbeiten]

In der Halle wurden schon viele Konzerte veranstaltet.[1] Das erste Konzerte war ein Violinkonzert von Yehudi Menuhin. Danach folgten unter anderem Janis Joplins einziges Konzert in Deutschland im Jahr 1969, für dessen örtliche Organisation der Veranstalter-Pionier Fritz Rau verantwortlich war, der am 21. Februar 1970 dort auch Jethro Tull auftreten ließ. Bei dem ausverkauften Konzert von Jethro Tull warfen randalierende Rockfans mit großen Steinbrocken die vordere Glasfront der Jahrhunderthalle ein, um sich Zutritt zu verschaffen, weshalb ein Schaden von rund 40.000 Mark entstand. Sicherheitspersonal gab es damals noch nicht. Aufgrund der Krawalle überlegten die Hauseigentümer, zukünftig keine Rock-Veranstaltungen mehr in der Halle zu genehmigen [4].

Weitere Konzerte:

Veranstaltungen und Versammlungen[Bearbeiten]

Die Jahrhunderthalle wird auch für Hauptversammlungen genutzt, so zum Beispiel die Deutsche Post AG.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Ein Ufo im Frankfurter Westen – Jahrhunderthalle: Heute vor genau 50 Jahren, am 11. Januar 1963, wurde der Kuppelbau eröffnet; in: Verlagsgruppe Rhein-Main, Allgemeine Zeitung Mainz: Ressort Kultur, Seite 27, am Freitag 11. Januar 2013
  2. Nicht nur Louis Armstrong war da – Seit 50 Jahren geben sich die Stars in der Jahrhunderthalle die Garderoben-Klinke in die Hand Frankfurter Neue Presse vom 6. Januar 2013
  3. Frankfurt – Ein halbes Jahrhundert Jahrhunderthalle! von Jörg Ortmann, bild.de vom 11. Januar 2013
  4. Fritz Rau: 50 Jahre Backstage - Erinnerungen eines Konzertveranstalters. Palmyra, Heidelberg 2005. Seite 98-101

50.0991666666678.5188888888889Koordinaten: 50° 5′ 57″ N, 8° 31′ 8″ O