Jaime Milans del Bosch

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Jaime Milans del Bosch y Ussía (* 8. Juni 1915 in Madrid; † 26. Juli 1997 ebenda) war ein spanischer Generalleutnant.

Leben[Bearbeiten]

In eine Familie mit langer Militärtradition geboren, kämpfte er im Spanischen Bürgerkrieg als Offizier auf Seiten der aufständischen Armee gegen die demokratisch gewählte, republikanische Regierung.

International wurde er durch die Beteiligung an einem versuchten Militärputsch in Spanien am 23. Februar 1981 bekannt (23-F). Damals stürmte der Oberstleutnant der Guardia Civil Antonio Tejero in Madrid das spanische Parlament während der Abstimmung über die Wahl zum Ministerpräsidenten von Leopoldo Calvo Sotelo. Kurz danach verhängte Milans del Bosch in Valencia den Ausnahmezustand und ließ in den Straßen Panzer auffahren. Er nahm als einziger General an dem Putsch teil und musste, nachdem sich König Juan Carlos der Unterstützung durch das restliche Militär versichert hatte und dies in einer Fernsehansprache kundgetan hatte, am Morgen des 24. Februars aufgeben.

Am 8. März 1981 begann gegen ihn vor einem Militärgericht der Prozess, der mit dem Urteilsspruch am 3. Juni 1982 endete. Milans del Bosch wurde zu 26 Jahren und acht Monaten Haft verurteilt, jedoch bereits nach 9 Jahren wieder freigelassen. Er starb 1997 an einem Gehirntumor.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Walther L. Bernecker: Spaniens Geschichte seit dem Bürgerkrieg, Beck-Verlag, 1997, ISBN 3-4064-2684-0

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1.  Gestorben Jaime Milans del Bosch. In: Der Spiegel. Nr. 32, 1997, S. 170 (online).