Jaime Sáenz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Jaime Sáenz (* 1921 in La Paz, Bolivien; † 1986 ebenda) war ein bolivianischer Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Sáenz wird zu den wichtigen Schriftstellern Lateinamerikas des 20. Jahrhunderts gezählt. Sein Stil wird u.a. als magischer Realismus bezeichnet. Obwohl Saenz sich selbst nie um öffentliche Anerkennung bemühte, stellte der bolivianische Staat ihm als Anerkennung für sein literarisches Schaffen eine Wohnung auf Lebenszeit zur Verfügung. Dort schlief er jahrelang nur am Tag, weil er das Tageslicht für sich als bedrohlich empfand, und wurde nur in der Nacht aktiv. Zentrale Themen seiner Poesie sind Kälte, Ferne, Nacht, Körper und Tod. So sind Geister und Tote die am häufigsten verwendeten Figuren in seinen Werken. Gleichwohl beziehen die bizarren und skurrilen Typen sich auf das Leben in La Paz und ihre verarmte Mittelschicht und oft auf deren Mythizismus.

Es ist, als ob der Autor sich sprachpsychologisch auf das Gebiet des Hintersinns begibt. Seine komisch-tragischen Figuren sprechen ohne Umschweife aus, was man gemeinhin als Hintergedanken bezeichnet. Angela Delissen - Lorettas Leselampe

Werke[Bearbeiten]

  • Aniversario de una visión (1960)
  • Visitante profundo (1964)
  • Muerte por el tacto (1967)
  • Recorrer esta distancia (1973)
  • Bruckner. Las tinieblas (1978)
  • Felipe Delgado (1979), Roman
  • Imágenes paceñas (1979)
  • Al pasar un cometa (1982)
  • La Noche (1984)
  • Los cuartos (1985)
  • La piedra imán (1989)
  • Los papeles de Narciso Lima Achá (1991)
  • El escalpelo (1955)
  • Obras inéditas (1996)
  • Obra dramatica (2005)
Werke in deutscher Übersetzung

Helga Castellanos und Christa Fabry de Orias übersetzten drei Erzählungen und eine Prosadichtung aus dem bolivianischen Spanisch ins Deutsche:

Weblinks[Bearbeiten]