Jaisalmer

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Jaisalmer
Jaisalmer (Indien)
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Staat: Indien
Bundesstaat: Rajasthan
Distrikt: Jaipur
Lage: 26° 55′ N, 70° 55′ O26.91333333333370.913888888889Koordinaten: 26° 55′ N, 70° 55′ O
Einwohner: 58.286 (2001[1])

d1

Jaisalmer (Hindi: जैसलमेर, Jaisalmer), gegründet 1156, ist eine Stadt im indischen Bundesstaat Rajasthan mit etwa 60.000 Einwohnern.

Jaisalmer
Klimadiagramm
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Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: WMO
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Jaisalmer
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 23,7 27,2 32,8 38,4 41,7 40,9 37,7 36,0 36,5 36,1 31,1 25,4 Ø 34
Min. Temperatur (°C) 7,9 10,9 16,8 22,2 25,7 27,1 26,5 25,4 24,3 20,5 13,8 8,9 Ø 19,2
Niederschlag (mm) 1,3 4,0 3,2 18,1 9,2 16,1 56,1 79,0 16,2 2,5 1,3 2,5 Σ 209,5
Regentage (d) 0,6 1 0,9 0,4 0,8 1,1 3,9 3,9 2,1 0,4 1,1 0,5 Σ 16,7
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Quelle: WMO

Geschichte[Bearbeiten]

Inmitten der Wüste Thar gelegen und aufgrund der Errichtung aus gelbbraunem Sandstein auch Die goldene Stadt genannt, wurde Jaisalmer in zweifacher Hinsicht in sehr günstiger Lage erbaut. Zum einen bot der 120 Meter lange und 500 Meter breite Trikuta-Felsen dem Gründer Rawal Jaisal, einem König der Bhatti Rajputen, die Möglichkeit, gegen die immer häufiger werdenden Angriffe muslimischer Eroberer ein gut geschütztes Fort zu errichten. Zum zweiten ließen die hier vorbeiführenden Kamel-Routen, die von Kaufleuten zwischen Indien und Vorderasien genutzt wurden, die Stadt lange Zeit prosperieren. Als Mumbai zur Hafenstadt wurde, verlor die Oase Jaisalmer langsam ihre Bedeutung als Handelsstadt. Nach der Spaltung des Landes 1947 und der Unterbrechung des Warenverkehrs durch Pakistan blieb für die Stadt nur noch die Rolle als strategischer Ort in den kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Indien und Pakistan. Dies führte zu Bemühungen, die Stadt besser an das indische Transportnetz anzuschließen. Der neue Rajasthan-Kanal ließ die Wüste wieder erblühen. Straßen und Eisenbahnen ermöglichten den Anschluss von Jaisalmer an das restliche Rajasthan.

Jaisalmer war die Hauptstadt des 1156 gegründeten Fürstenstaats Jaisalmer.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Panorama von Jaisalmer vom Dach des Maharaja-Palasts

Jaisalmer ist mit seiner mittelalterlichen Festung und dem ebenso alten, innerhalb der Festung gelegenen historischen Stadtkern ein beliebtes touristisches Ziel. Anziehungspunkte sind vor allem die Havelis, ehemalige Wohn- und Geschäftshäuser der zu Reichtum gekommenen Händler, sowie verschiedene Jaintempel. Hat der Besucherzuspruch zunächst zu einem erneuten Aufblühen der Stadt geführt, stellt der Fremdenverkehr die Stadt jedoch auch zunehmend vor Probleme. Aufgrund des mittelalterlichen Abwassersystems sind bereits 3 der insgesamt 99 Bauwerke in der Festung vom Einsturz bedroht, weil Wasser in deren Fundamente dringt.

Bada Bagh, Kenotaphe in der Nähe von Jaisalmer

Bauwerke[Bearbeiten]

Rund 70 Kilometer nordwestlich der Innenstadt befindet sich im Wüstengebiet der 300 Meter hohe Fernsehturm Jaisalmer.

Verkehr[Bearbeiten]

Jaisalmer ist von Delhi aus durch eine direkte Eisenbahnverbindung zu erreichen. Die Fahrzeit für die Strecke von ca. 900 Kilometern beträgt ca. 19 Stunden.

Die Stadt verfügt über einen Flughafen, der zehn Kilometer vom Stadtzentrum entfernt ist und von der indischen Luftwaffe geleitet wird. Zurzeit erfolgt kein kommerzieller Betrieb auf dem Flughafen.

Galerie[Bearbeiten]


Literatur[Bearbeiten]

  • Gahlot, Sukhvirsingh. 1992. RAJASTHAN: Historical & Cultural. J. S. Gahlot Research Institute, Jodhpur.
  • Somani, Ram Vallabh. 1993. History of Rajasthan. Jain Pustak Mandir, Jaipur.
  • Tod, James & Crooke, William. 1829. Annals & Antiquities of Rajasthan or the Central and Western Rajput States of India. 3 Bücher. Reprint: Low Price Publications, Delhi. 1990. ISBN 81-85395-68-3.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jaisalmer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Census of India 2001: Population, population in the age group 0-6 and literates by sex - Cities/Towns (in alphabetic order) (Version vom 16. Juni 2004 im Internet Archive)