Jakob Couven

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Jakob Couven (* 13. Oktober 1735 in Aachen; † 9. Oktober 1812 ebenda) war ein Aachener Baumeister des Barocks. Als drittes Kind des Barockbaumeisters Johann Josef Couven und seiner Frau Maria Dorothea Gertrudis Mesters setzte er das Werk seines Vaters nach dessen Tod fort.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Bereits im Alter von 15 Jahren arbeitete Jakob Couven u.a. als Feldvermesser im väterlichen Betrieb bei Arbeiten vor dem Jakobstor mit.[1] Jakob Couven wurde von 1760 bis 1782 bei der Stadt Aachen als Kopist angestellt. Am 30. August 1771 wurde Jakob Couven zum Rathssekretär ernannt, ein Amt, das er bis zur Besetzung des Rheinlandes durch die Franzosen ausübte. Darüber hinaus war Couven seit dem 12. September 1782 beim städtischen Baugericht als Sekretär angestellt. Nur gelegentlich arbeitete er zu dieser Zeit als Architekt und Baumeister. Zu seinem wichtigsten Bauwerk in dieser frühen Schaffensperiode zählt das Haus Fey am Seilgraben 34, das er für den Kaufmann Andreas Ludwig 1765 bis 1767 errichtete.

1782 erhielt er vom Stadtrat den Auftrag, die Neue Redoute zu errichten. Der Monumentalbau im Kurzentrum an der Komphausbadstraße wurde 1785 fertiggestellt und gilt als das Hauptwerk Couvens im Louis-Seize-Stil. Mit steigendem Bekanntheitsgrad übernahm er zahlreiche Bauaufträge in Aachen und Umgebung, wie z.B. für den Neubau des Hauses Brüssel am Markt, Ecke Pontstraße (1785), für den Umbau des Hauses Monheim am Hühnermarkt (1786), oder den Bau von Haus Eckenberg (1788) in Burtscheid.

Während der Aachener Mäkelei vertrat Couven die Anschauungen der Alten Partei und wurde am 12. Dezember 1789 unter dem Vorwurf der Unterschlagung der Mehlakzise verhaftet und erst am 20. Juli 1790 auf Anordnung des Reichskammergerichtes wieder freigelassen. 1792 war er als Weinhändler tätig.[2] Als Sekretär stand er auch im Dienst der Republik.[3] In dieser Zeit änderte sich die Formensprache Jakob Couvens vom Rokoko-Stil seiner frühen Bauwerke über den Louis-Seize-Stil seiner Hauptwerke bis zum Empire-Stil seiner letzten Schaffensperiode. Nach der Wiedereinsetzung des Aachener Stadtrates 1797 / 1798 wurde Couven zum Hauptsekretär ernannt.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts errichtete Couven zahlreiche Bürgerhäuser in Aachen, wie das Haus Zum Kardinal gegenüber der Hotmannspief, das Haus am Friedrich-Wilhelm-Platz 7 und in der Großkölnstrasse 19.

Der letzte Wohnsitz Jakob Couvens war das Haus Litera A1097 (Ecke Holzgraben / Ursulinerstrasse) in unmittelbarer Nähe zu dem historischen Doppelhaus Klüppel, weswegen sein Haus auch Am Klüppel genannt wurde[4]. Er starb unverheiratet und kinderlos.

Werke[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Adam C. Oellers: "Die Aachener Architekten Joh. Jos. und Jakob Couven und ihre Tätigkeit in Burtscheid." Eine Ausstellung in der Stadtsparkasse Aachen, Geschäftsstelle Burtscheid vom 23. April - 21. Mai 1993. Hrsg. Stadtsparkasse Aachen. Stercken, Aachen.
  • Joseph Buchkremer: "Die Architekten Johann Joseph Couven und Jakob Couven." in: Zeitschrift Aachener Geschichtsverein (ZAGV) 17/1895, S.89–268. (Buchkremer). als Download beim Aachener Geschichtsverein

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jakob Couven – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Marcel Bauer, Frank Hovens, Anke Kappler, Belinda Petri, Christine Vogt & Anke Volkmer: Unterwegs auf Couvens Spuren. Grenzecho-Verlag, ISBN 90-5433-187-9.
  2. T.F. Kraus:„Auf dem Weg in die Moderne. Bonne ville d'Aix-la-chapelle. Aachen in französischer Zeit - 1792/93, 1794-1814.“ Handbuch-Katalog zur Ausstellung im „Krönungssaal“ des Aachener Rathauses vom 14. Januar bis zum 5. März 1995. Aachen, Verlag des Aachener Geschichtsvereins, 1994,(Kraus), S. 612.
  3. ebd. S. 178.
  4. Jakob Couven auf Portal Rheinische Geschichte