Jakob Hein
Jakob Hein (* 1971 in Leipzig) ist ein deutscher Schriftsteller und Arzt.
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[Bearbeiten] Leben
Jakob Hein wurde als zweiter Sohn des Schriftstellers Christoph Hein und der Filmregisseurin Christiane Hein geboren. Er besuchte die Spezialschule für Mathematik Heinrich Hertz in Ost-Berlin, die er 1990 mit dem Abitur abschloss. Hein studierte Medizin in Berlin, Stockholm und Boston, und promovierte im Jahr 2000 an der Humboldt-Universität zu Berlin mit der Arbeit The specific disorder of arithmetical skills.[1]
Hein lebt in Berlin und arbeitet als Schriftsteller und Vorleser. Zwischen 1998 und 2011 arbeitete er gleichzeitig als Oberarzt in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Berliner Universitätskrankenhaus Charité.[2]
Er schloss sich 1998 der im Kaffee Burger regelmäßig auftretenden Berliner Lesebühne Reformbühne Heim & Welt an und erprobte sich am Mikrofon zusammen mit anderen Kollegen (z. B. Wladimir Kaminer) an Vortragsformen zwischen Slam-Poetry, Stand-up Comedy und Autorenlesung. Diese Entstehungsgeschichte ist besonders seinen ersten beiden Büchern anzumerken: Heins Geschichten sind oft kurz, voller Witz und befassen sich auch mit ganz alltäglichen, oft geringschätzig als eigentlich unliterarisch angesehenen Themen.[3]
[Bearbeiten] Werke
- Mein erstes T-Shirt. Piper, München 2001, ISBN 3-492-27025-5.
- Formen menschlichen Zusammenlebens. Piper, München 2003, ISBN 3-492-27046-8.
- Vielleicht ist es sogar schön. Piper, München 2004, ISBN 3-492-04603-7.
- Rede eines jungen Autors für seinen alten Verlag. Piper, München 2004 (Rede zum 100-jährigen Verlagsjubiläum von Piper)
- Mexiko - Mexiko. Berliner Handpresse, Berlin 2005 (Limitierte Auflage mit Original-Linolschnitt von Wolfgang Jörg)
- Gebrauchsanweisung für Berlin. Piper, München 2006, ISBN 3-492-27555-9.
- Herr Jensen steigt aus. Piper, München 2006, ISBN 978-3-492-04857-6.
- Antrag auf ständige Ausreise und andere Mythen der DDR. Piper, München 2007, ISBN 3-492-25046-7.
- Der Alltag der Superhelden: Märchen für anders begabte Erwachsene. Edition TIAMAT, Berlin 2008, ISBN 3-89320-123-8.
- Vor mir den Tag und hinter mir die Nacht. Piper, München 2008, ISBN 978-3-492-05207-8.
- Liebe ist ein hormonell bedingter Zustand. Piper, München 2009, ISBN 978-3-492-05359-4. (Eine Bühnenfassung wurde 2010 am Schauspiel Essen in einer Inszenierung von David Bösch uraufgeführt [4] und kurz darauf vom Schauspielhaus Bochum übernommen. [5])
- Wurst und Wahn. Ein Geständnis. Galiani Verlag, Berlin 2011. ISBN 978-3-86971-047-1.
[Bearbeiten] Weblinks
- Literatur von und über Jakob Hein im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Homepage von Jakob Hein
- Rezensionen zu Werken von Jakob Hein bei perlentaucher.de
- Jakob Hein in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Jakob Hein: Dissertation: The Specific disorder of arithmetical skills. 12. Juni 2000 (PDF; 3,8 MB).
- ↑ Thorkit Treichel: Jakob Hein verlässt Charité. In: Berliner Zeitung vom 23. Februar 2011.
- ↑ Henryk M. Broder, Reinhard Mohr: Der Aufstand der Surfpoeten. In: Der Spiegel vom 7. Februar 2000.
- ↑ Gudrun Norbisrath: Liebe ist ein hormonell bedingter Zustand. In: „Der Westen“, Portal der WAZ-Gruppe vom 18. April 2010.
- ↑ Tom Thelen: Die DDR lebt im Schauspielhaus Bochum weiter. In: „Der Westen“, Portal der WAZ-Gruppe vom 26. Oktober 2010.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hein, Jakob |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schriftsteller und Arzt |
| GEBURTSDATUM | 1971 |
| GEBURTSORT | Leipzig |