Jakob Renz

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Jakob Renz (* 18. März 1866 in Eppingen; † 25. Januar 1951 in Mosbach) war von 1902 bis 1925 Bürgermeister von Mosbach. Nach dem Ende seiner Dienstzeit machte er sich insbesondere um die Herausgabe heimatkundlicher Schriften verdient und wurde 1931 zum Ehrenbürger von Mosbach ernannt.

Familie[Bearbeiten]

Jakob Renz war der Sohn des Postboten Johann Ulrich Renz (* 23. April 1837 in Eppingen; † 4. August 1905 ebenda) und der Eva Margarete geborene Zaiß (* 29. September 1844 in Eppingen; † 9. April 1913 ebenda). Er wuchs mit acht Geschwistern auf.

Leben[Bearbeiten]

Renz war zunächst Amtsrevident am Amtsgericht in Wolfach, ging dann nach Stockach und wurde 1902 zum ersten hauptamtlichen Bürgermeister von Mosbach gewählt, wo er Industrieansiedlungen veranlasste, die Errichtung der Bergfeldsiedlung, die Anlage von Panoramaweg und Stadtgarten förderte und das Stadtbild durch die Freilegung des Fachwerks zuvor verputzter Häuser aufwertete. Bereits während seiner Amtszeit interessierte er sich für geschichtliche Dinge; so gehen die Neuordnung des Stadtarchivs und die Gründung eines Heimatvereins auf ihn zurück. 1912 hielt er seinen ersten heimatgeschichtlichen Vortrag über Mosbachs Anfang und Entwicklung, der 1913 als erstes Heft einer von ihm begründeten Heftreihe zur Mosbacher Geschichte erschien. 1925 trat er aus gesundheitlichen Gründen vom Amt des Bürgermeisters zurück, blieb aber weiterhin Leiter des Stadtarchivs. Zu seinem 65. Geburtstag wurde Renz 1931 Ehrenbürger der Stadt Mosbach. In den 1930er Jahren gab er eine Reihe von Schriften zur Mosbacher Stadtgeschichte heraus, darunter vor allem die 1936 erschienene Chronik der Stadt Mosbach sowie die 1934 begonnene Schriftenreihe Mosbacher Geschichtsblätter und eine Lebensgeschichte Götz von Berlichingens, bevor die nachlassenden Kräfte seinem Schaffen ein Ende setzten. Er starb 1951 und wurde auf dem Mosbacher Friedhof beigesetzt. In Mosbach ist die Bürgermeister-Renz-Straße nach ihm benannt.

Schriften[Bearbeiten]

  • Alt-Mosbach, ein Stadtbild aus dem 16. Jahrhundert (1930)
  • Chronik der Stadt Mosbach, Jubiläumsausgabe (1936)
  • Die Geschichte der Mosbacher Berg-Allmende (1936)
  • Ausführliche Lebensgeschichte des Ritters Götz von Berlichingen (1939)
  •  Karl Diefenbacher: Ortssippenbuch Eppingen im Kraichgau. Interessengemeinschaft Badischer Ortssippenbücher, Lahr-Dinglingen 1984 (Deutsche Ortssippenbücher, Reihe A. Band 109) (Badische Ortssippenbücher. Band 52).

Literatur[Bearbeiten]

  • Ernst und Dorothee Brüche: Das Mosbach Buch, Verlag Laub, Elztal-Dallau 1978