Jakob Sporrenberg

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Jakob Sporrenberg

Jakob Sporrenberg (* 16. September 1902 in Düsseldorf; † 6. Dezember 1952 in Warschau) war ein deutscher SS-Gruppenführer (1940) sowie Generalleutnant der Polizei (1943) und Mitglied des Reichstages.

Leben[Bearbeiten]

Sporrenberg, Sohn eines Gärtners und jüngerer Bruder von Paul Sporrenberg, besuchte acht Jahre lang die Volksschule und anschließend drei Jahre eine Fortbildungsschule in Düsseldorf. Es folgte eine Lehrzeit zum Mechaniker. Von 1919 bis 1921 diente er als Freiwilliger beim Grenzschutz Ost. Von 1921 bis 1929 war er beim Telegrafenbauamt in Düsseldorf beschäftigt.

Sporrenberg war 1920 Teilnehmer am Kapp-Putsch. Er trat 1921 in den Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbund ein.[1] Wegen „Geheimbündelei“ wurde er 1923 während der Ruhrbesetzung festgenommen und 1924 durch ein französisches Kriegsgericht zu zwei Jahren Haft und 1.000 Goldmark Geldstrafe verurteilt. 1922 wurde er Mitglied der NSDAP (Mitgliedsnr. 25.585) und 1925 der SA. Am 1. Oktober 1930 wechselte er von der SA in die SS (SS-Nr. 3.809) über. Von 1933 bis 1945 gehörte er als Abgeordneter der NSDAP dem Reichstag (Zeit des Nationalsozialismus) an.[2] Er war verheiratet und Vater dreier Kinder.

Von September 1939 bis Juni 1940 war er Höherer SS- und Polizeiführer (HSSPF) „Rhein“ und anschließend bis Mai 1941 HSSPF „Nordost“. Von Juli 1941 bis August 1941 war Sporrenberg kurzzeitig SSPF Weißruthenien und danach zum Reichskommissar für das Reichskommissariat Ukraine Erich Koch kommandiert. Als Nachfolger von Odilo Globocnik war er vom 16. August 1943 bis November 1944 SSPF in Lublin.[3] Dort organisierte er die Aktion Erntefest, bei der über 43.000 Juden ermordet wurden. Von 21. November 1944 bis Mai 1945 war er SSPF Südnorwegen. Am 11. Mai 1945 wurde er dort gefangengenommen und nach Polen ausgeliefert. Ein polnisches Gericht verurteilte ihn 1950 aufgrund der Planungen und Beteiligung an der Aktion Erntefest zum Tode. Am 6. Dezember 1952 wurde er in Warschau durch den Strang hingerichtet.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich, Frankfurt am Main 2007, S.592.
  2. Jakob Sporrenberg in der Datenbank der Reichstagsabgeordneten
  3. Vgl. Ruth Bettina Birn: Die Höheren SS- und Polizeiführer. Himmlers Vertreter im Reich und in den besetzten Gebieten., Düsseldorf 1986, S.346f.