Jakob Wilhelm Roux

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Jakob Wilhelm Roux (* 13. April 1771 in Jena; † 22. August 1830 in Heidelberg) war ein deutscher Maler und Zeichner.

Roux stammte aus einer alten hugenottischen Familie; sein Vater war der Fechtmeister Heinrich Friedrich Roux und dessen Ehefrau Johanna Magdalena Bittermann.

1791 begann Roux an der Universität Jena Mathematik zu studieren; interessierte sich aber schon bald schon nur noch für die Malerei. Seinen ersten künstlerischen Unterricht bekam Roux an der Universität von Christian Immanuel Oehme (1759–1832), bei dem er das "anatomische Zeichnen" lernte.

Gefördert von Oehme machte Roux die Bekanntschaft von Justus Christian Loder mit dem sich eine interessante Zusammenarbeit entwickelte. In den Jahren 1797 bis 1803 war Roux maßgeblich an der Illustrierung von Loders "Tabulae anatomicae" beteiligt und damit konnte er sich auch als Künstler einen Namen machen. Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Justin Bertuch schätzten ihn sehr als Künstler.

1801 heiratete Roux in Jena Pauline Johanna Heyligenstädt; mit ihr hatte er zwei Töchter und einen Sohn. Die Tochter Emelie heiratete den Juristen Ludwig Löw von und zu Steinfurth.

Als Meisterschüler des Malers Johann Christian Klengel wurde Roux mit der Zeit zu einem sehr gefragten Porträtisten. 1806 promovierte Roux in Jena zum Dr. phil. und 1813 betraute man ihn dort mit einem Lehrauftrag, welcher bereits kurze Zeit später zu einer "Anstellung auf Lebenszeit" erweitert wurde. Von 1805 bis 1808 unterrichtete er die Malerin Louise Seidler in der Pastellmalerei.[1]

1823 starb seine Ehefrau und zwei Jahre später heiratete Roux in Heidelberg Charlotte Mariana Wippermann. Mit ihr hatte er zwei Söhne, u.a. den späteren Maler Karl Roux.

Im Alter von 59 Jahren starb Jakob Wilhelm Roux am 22. August 1830 in Heidelberg.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Susanne Schroeder: Malen mit der Nadel. In: Kerrin Klinger (Hrsg.): Kunst und Handwerk in Weimar: von der Fürstlichen Freyen Zeichenschule zum Bauhaus. Weimar 2009, S. 40