Jakub Błaszczykowski

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Jakub Błaszczykowski

Jakub Błaszczykowski (2012)

Spielerinformationen
Geburtstag 14. Dezember 1985
Geburtsort TruskolasyPolen
Größe 176 cm
Position Mittelfeld
Vereine in der Jugend
1993–2002
2002
2003
Raków Częstochowa
Górnik Zabrze
KS Czestochowa
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2003–2005
2005–2007
2007–
KS Częstochowa
Wisła Krakau
Borussia Dortmund
24 (11)
51 0(3)
184 (27)
Nationalmannschaft2
2004
2005–2006
2005
2007
2006–
Polen U-19
Polen U-21
Polen B
Polen U-23
Polen
8 0(0)
3 0(1)
1 0(0)
1 0(0)
68 (14)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 26. Januar 2014
2 Stand: 26. Januar 2014

Jakub „Kuba“ Błaszczykowski [ˈjakup bwaʃʧɨˈkɔfski] ( anhören?/i) (* 14. Dezember 1985 in Truskolasy) ist ein polnischer Fußballspieler, der seit 2007 für Borussia Dortmund aktiv ist.

Karriere[Bearbeiten]

Verein[Bearbeiten]

Jakub Błaszczykowski begann seine Fußballkarriere mit acht Jahren zusammen mit seinem drei Jahren älteren Bruder Dawid bei Rakow Czestochowa.[1] Es entdeckten ihn die Scouts des polnischen Rekordmeisters und Erstligisten Górnik Zabrze, wohin er daraufhin im Herbst 2002 wechselte.[2] Bei Górnik konnte er sich nicht durchsetzen und wurde 2003 wieder zurück in seine Heimatstadt Częstochowa zum Lokalrivalen KS Częstochowa in die vierte polnische Liga abgegeben.

2005 gelang ihm dann der Durchbruch, als er in der Winterpause 2004/05 vom polnischen Spitzenklub und damaligen amtierenden polnischen Meister Wisła Krakau verpflichtet wurde und sich dort einen Stammplatz erarbeiten konnte. Noch im selben Spieljahr wurde er mit Krakau polnischer Meister.

Im Juli 2007 wechselte er für eine Ablösesumme von 3,2 Millionen Euro zu Borussia Dortmund. Błaszczykowski galt zu der Zeit als eines der hoffnungsvollsten polnischen Fußballtalente. Polens Fußball-Legende Zbigniew Boniek bezeichnete ihn als „kleinen Figo“.[3]

Mit Borussia Dortmund stand er am 19. April 2008 im DFB-Pokal-Finale in Berlin, das die Mannschaft nach Verlängerung mit 1:2 gegen den FC Bayern München verlor. Sein erstes Pflichtspieltor für Borussia Dortmund gelang ihm am 25. April 2008 im Spiel gegen Eintracht Frankfurt zum 1:1-Endstand. Nach Rang sechs 2009 und dem fünften Platz 2010 wurde Błaszczykowski mit der Borussia 2011 und 2012 Deutscher Meister. Am 12. Mai 2012 spielte er mit Borussia Dortmund erneut im DFB-Pokal-Finale in Berlin und gewann dieses Mal 5:2 gegen Bayern München.

In der Sommerpause 2012 verlängerte Błaszczykowski seinen Vertrag mit dem BVB um drei Jahre bis 2016.[4]

Błaszczykowskis Trikot mit der Nummer 16 trug bis zur Saison 2011/12 die Aufschrift seines Spitznamens Kuba, des polnischen Diminutivs von Jakub. Ab 2012/13 wird auf eigenen Wunsch hin jedoch sein vollständiger Name Błaszczykowski abgedruckt.[5]

Im Juni 2013 verlängerte Błaszczykowski seinen Vertrag bei Borussia Dortmund erneut um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2018.

Am 18. Spieltag der Saison 2013/14 erlitt er im Heimspiel gegen den FC Augsburg einen Kreuzbandriss im rechten Knie, nachdem er im Rasen festgehangen war. Er fällt damit für mindestens sechs Monate aus.[6]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Błaszczykowski im Nationaltrikot (2011)

Am 28. März 2006 debütierte Błaszczykowski in der A-Nationalmannschaft im Freundschaftsspiel gegen Saudi-Arabien, wurde allerdings vom damaligen Nationaltrainer Paweł Janas nicht in den WM-Kader 2006 berufen. Zwei Jahre später wurde er vom neuen Trainer Polens, Leo Beenhakker, für die Europameisterschaft 2008 nominiert. Kurz vor dem ersten Gruppenspiel gegen Deutschland verletzte sich Błaszczykowski am Oberschenkel und musste abreisen; für ihn wurde Łukasz Piszczek nachnominiert.[7] Seit 2010 ist Błaszczykowski Kapitän der Nationalmannschaft.

Am 12. Juni 2012 erzielte er bei der Europameisterschaft 2012 im eigenen Land den Treffer zum 1:1-Endstand im Spiel gegen Russland. Es war sein erster Treffer bei einem internationalen Turnier.

Privates[Bearbeiten]

Błaszczykowski ist mit Agata verheiratet und hat eine Tochter. Im Juni 2014 erwartet seine Frau ihr zweites Kind.[8]

Er stammt aus einer Sportlerfamilie: Sein Onkel Jerzy Brzęczek spielte ebenfalls in der Nationalmannschaft und war deren Kapitän, als sie bei den Olympischen Spielen 1992 die Silbermedaille gewann.[9] Heute trainieren dieser und Błaszczykowskis Bruder Dawid den polnischen Drittligisten Raków Częstochowa. Sein Cousin Janusz Wojnarowicz ist einer der besten Judoka Polens (sechs EM-Medaillen).

Błaszczykowski wurde als Zehnjähriger Zeuge, wie sein Vater seine Mutter erstach.[10] Dieser musste dafür 15 Jahre ins Gefängnis und starb 2012. Jakub und sein Bruder wurden von ihrer Großmutter erzogen.

Erfolge[Bearbeiten]

Vereinsmannschaften[Bearbeiten]

Wisła Krakau
  • Polnischer Meister (1): 2005
Borussia Dortmund

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jakub Błaszczykowski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Narodziny gwiazdy ?Bialej Gwiazdy?, gazeta.pl vom 5. Januar 2007
  2. Jakub Blaszczykowski - zyciorys + wywiad "Niepokonani&q, www.cs-kopytko.pl vom 30. Juni 2012
  3. Kicker: BVB holt Blaszczykowski
  4. Dortmund: Blaszczykowski bleibt bis 2016 zeit.de, abgerufen am 24. Juli 2012
  5. Information von Kommentator Hansi Küpper am Rande des LIGA! Total Cups 2012 in Hamburg
  6. Blaszczykowski erleidet Kreuzbandriss, bvb.de, vom 26. Januar 2014
  7. DPA am 6. Juni 2008: Blaszczykowski fällt für EM aus
  8. Bestätigung auf den offiziellen Facebook-Fanseiten von Jakub Błaszczykowski und Borussia Dortmund.
  9. dfb.de: Blaszczykowski will "einfach nur Kuba sein"
  10. "Kuba Błaszczykowski: RODZICE - ojciec zadźgał matkę" (polnisch, abgerufen 13. Juni 2012)
  11. BVB-Profi Kuba bester Pole (Version vom 15. Mai 2012 im Internet Archive)