James (Band)

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Jamesbandmanchester.gif
Gründung: 1981
Genre: Alternative Rock
Website: Offizielle Website (englisch)
Gründungsmitglieder
Tim Booth Gesang (1981-2001, seit 2007)
Paul Gilbertson Gitarre (1981-1984)
Jim Glennie Bass (seit 1981)
Gavan Whelan Schlagzeug (1981-1988)
Aktuelle Besetzung
Tim Booth Gesang (1981-2001, seit 2007)
Larry Gott Gitarre (1984-1996, seit 2007)
Jim Glennie Bass (seit 1981)
Saul Davies Gitarre, Violine, Percussion (seit 1989)
Mark Hunter Keyboards (seit 1989)
Dave Baynton-Power Schlagzeug (seit 1989)
Andy Diagram Trompete, Percussion (1989-1992, seit 2007)
Ehemalige Mitglieder
Michael Kulas Gesang (1997-2001)
Adrian Oxaal Gitarre (1996-2001)

James ist eine englische Alternative-Rock-Band, die 1981 in Manchester gegründet wurde und zur Madchester-Szene gerechnet werden kann. Die erfolgreichsten Alben sind Gold Mother von 1990, Seven von 1992 und Laid von 1993.

Geschichte[Bearbeiten]

Tim Booth beim Haldern Pop Festival 2013
Larry Gott
Jim Glennie
Saul Davies
Mark Hunter
Dave Baynton-Power
Andy Diagram

Die 1980er Jahre[Bearbeiten]

Die Geschichte der Band begann 1981 in Whalley Range, einem Stadtteil von Manchester. Dort lebte der musikbegeisterte Paul Gilbertson der – inspiriert von Post-Punk-Bands – seinen Kumpel Jim Glennie überredete, einen E-Bass zu kaufen und eine Band zu gründen. Neben einigen anderen ständig wechselnden "Musikern" kam der Schlagzeuger Gavan Whelan hinzu. Gemeinsam spielten sie ein paar Gigs unter den Namen Venereal and The Diseases, Volume Distortion und Model Team International (später einfach nur noch: Model Team). Sie spielten einen spontanen, rein improvisierenden Stil. Ihr "Material" hatten sie sich während Jam-Sessions erarbeitet.

Auf einer Studenten-Party fiel Paul ein Tänzer mit einem ziemlich wilden Tanzstil auf: Tim Booth. Paul lud ihn ein, als Tänzer zusammen mit der Band aufzutreten. Tim akzeptierte und wurde schnell zum Sänger und Texter der Band. Es war ein ziemlicher Kontrast: ein Student, der mit einer ausgebildeten Stimme und einer gewissen künstlerischen Sensibilität Gedichte vortrug, und ein paar ruppige Jungs, die auf ihren Instrumenten schrammelten. Aber es funktionierte.

Eine kurze Zeit trat die Band unter dem Namen Tribal Outlook auf, bevor sie sich dann im August 1982 den Namen James gab. Die Idee dazu kam von Paul, der vorschlug, dass sie sich nach einem der Bandmitglieder nennen sollten. Der Name Gavan wurde abgelehnt, weil er zu sehr nach Heavy Metal klingt. Paul war zu bescheiden, um sich bzw. seinen Namen so sehr in den Vordergrund zu stellen, und Tim befürchtete, dass ihm Egoismus vorgeworfen werden würde. Blieb also noch Jim bzw. James. Die Bedeutung dieses Namens war "amorph" genug, um das Wesen der Band zu beschreiben. Der Band war durchaus klar, dass die Leute bei dem Namen nur eine Person erwarten würden. Dementsprechend ging bei einem Gig Tim alleine auf die Bühne und trug ein Gedicht vor.

Die Band entwickelte ihren ganz eigenen Stil, der von keiner anderen Band beeinflusst war, und nahm das Risiko, das sich daraus ergab, bewusst in Kauf. Bei einem Gig im Haçienda-Club war Tony Wilson von Factory Records im Publikum. Er bot der Band einen Plattenvertrag an, den die Band aber ablehnte. Sie waren inzwischen eine sehr gute Live-Band, hatten aber Zweifel, dass sie ihr Material im Studio auf ein Album bringen könnten. Statt eines kompletten Albums (LP: long player) wollten sie eher eine EP (extended player) mit drei Stücken veröffentlichen. Ihr Plattendebut wurde somit die EP Jimone, die im August 1983 in den Strawberry Studios in Manchester aufgenommen wurde. Von einigen bedeutenden Musikzeitschriften in Großbritannien wurde sie prompt zur Single der Woche gemacht, und die Band ging als Vorgruppe von The Smiths auf Tour.

James galten als das kommende große Ding zu der Zeit. Aber es kam alles ganz anders. Gegenüber der Plattenfirma hatten sie den Verdacht, dass sie von dieser übervorteilt werden. Außerdem war Paul drogenabhängig, was dazu führte, dass er nicht mehr so spielte wie bisher. Obwohl Paul einer der Gründer und die treibende Kraft der Band war, sahen die anderen Bandmitglieder es als notwendig an, ihn aufzufordern, die Band zu verlassen. Hinzu kam, dass Jim und Tim sich auf der Suche nach spiritueller Erfahrung einer Sekte namens Lifewave anschlossen. Obwohl sich ihr allgemeines Wohlbefinden verbesserte, führte dies zu Spannungen innerhalb der Band.

Im März 1985 veröffentlichten sie ihre zweite EP: James II. Paul war inzwischen durch den Gitarren-Lehrer der Band Larry Gott ersetzt worden, und die Plattenfirma wollte unbedingt ein komplettes Album veröffentlichen. Die Bandmitglieder glaubten, dass es der Plattenfirma nur um das eigene Image ging, und wechselten zu Sire Records.

Die dritte Veröffentlichung der Band war die EP Sit Down (nicht zu verwechseln mit der späteren gleichnamigen Single), die im März 1986 herauskam. Im Juni desselben Jahres kam dann das erste Album Stutter heraus. Die Musikpresse hatte allerdings inzwischen das Interesse an der Band verloren; die Band veröffentlichte einfach zu langsam und zu wenig Material. Das Album blieb in den UK-Charts unter ferner liefen (Platz 68) und die Plattenfirma verlor das Vertrauen in die Band.

Das zweite Album Strip-mine wurde so mit kleinem Budget und ohne nennenswerte Unterstützung durch die Plattenfirma eingespielt. Es war ein verzweifelter Versuch, das Vertrauen der Plattenfirma zurückzugewinnen. Bevor es im September 1988 (über ein Jahr nach der Fertigstellung) veröffentlicht wurde, wurde es erst noch Radio-tauglich gemacht, indem es neu abgemischt wurde. Die Plattenfirma verweigerte jede Promotion und das Album erreichte nur Platz 90. Aufgrund dieser Erfahrung suchte und fand die Band eine Klausel im Vertrag, um die Plattenfirma zu verlassen.

Ohne Plattenvertrag und von der Musikpresse abgeschrieben, brachen für die Bandmitglieder schwere Zeiten an. Um etwas Geld zu verdienen, nahmen sie an Medikamententests des Manchester Royal Infirmary teil. Dies brachte ihnen einen Platz in einer TV-Dokumentation über gefallene Rockstars ein. Auf jeden Fall hatten sie einen guten Ruf als Live-Band und treue Fans. Durch Mundpropaganda wurden sie zum Geheimtipp. Besser als die Plattenverkäufe lief der Verkauf von T-Shirts. T-Shirts von James – einer Band, die noch nie in den Top 40 war – waren überall in Manchester zu sehen. Vermutlich sind zu der Zeit mehr T-Shirts als Platten verkauft worden.

Um ein weiteres Album veröffentlichen zu können, brauchte die Band einen Kredit. Sie verhandelten mit einem Banker der Royal Bank of Scotland, der keineswegs gewillt war, ihnen einen Kredit zu geben. Nachdem er sie live erlebt hatte, gab er ihnen einen Kredit über £12,000. Das (Live-)Album One Man Clapping wurde am 14. und 15. November 1988 im Moles Club in Bath mit Hilfe der Plattenfirma Rough Trade aufgenommen. Es wurden nur 10.000 Kopien hergestellt, so dass das Album von Sammlern sehr gesucht ist. Im März 1989 wurde es dann veröffentlicht und ein voller Erfolg, zumindest in den Indie-Charts: Platz 1. Auch das Interesse der Medien erwachte wieder.

Allerdings gab es auch Rückschläge: Im November prügelten sich Gavan (Schlagzeug) und Tim auf der Bühne, woraufhin Gavan aufgefordert wurde, die Band zu verlassen. Ein paar Monate später wurde er durch David Baynton-Power ersetzt.

Der Verlust von Gavans charakteristischem Schlagzeug brachte die Bandmitglieder dazu, neue Mitmusiker zu suchen, um sich als Band bzw. ihre Musik weiter zu entwickeln. So kamen im folgenden Jahr Saul Davies (Gitarre, Violine, Percussion), Mark Hunter (Keyboard) und Andy Diagram (Trompete, Percussion) hinzu. In dieser Besetzung nahmen sie in den Studios Out of the Blue in Manchester und The Windings in Wrexham das vierte Album Gold Mother auf. Zu der Zeit waren sie bei der Plattenfirma Rough Trade unter Vertrag. Der Boss Geoff Travis war aufgrund der Erfahrungen mit der letzten Singles Sit Down (Juni 1989) und Come Home (November 1989) der Ansicht, dass sie max. 20.000 bis 30.000 Käufer finden würden. Die Band war da völlig anderer Ansicht. Sie kauften die Rechte an dem Album und kündigten den Plattenvertrag. Eine erfolgreiche Tournee im Winter 1989/90 führte zu einem Plattenvertrag bei Fontana.

Die 1990er Jahre[Bearbeiten]

Das neue Jahrzehnt begann mit dem ersten großen Plattenverkaufserfolg: Im Juni 1990 wurde das vierte Album Gold Mother veröffentlicht. Während die Vorab-Singleauskopplung Come Home vom November 1989 gerade mal Platz 84 in den UK-Charts erreichte, landete die Single How Was It for You? immerhin (und als erste Single der Band überhaupt) unter den UK Top 40 auf Platz 32. Daraufhin erschien im Juni 1990 ein Flood-Remix von Come Home, der ebenfalls auf Platz 32 landete. Am Ende des Jahres gab die Band zwei ausverkaufte Konzerte im G-Mex Centre – einem zu einer Veranstaltungshalle umgebauten ehemaligen Bahnhof – obwohl sie bis dahin keinen großen Hit hatten. Der Durchbruch kam erst im März des folgenden Jahres. Als Nächstes wurden die Singles Lose Control (UK #38) und im März 1991 eine neu aufgenommene Version von Sit Down veröffentlicht. Sit Down blieb drei Wochen auf Platz 2. Nach dem Erfolg des Flood-Remix und der beiden folgenden Singles, die es auf keinem Album gab, wurde Gold Mother in einer veränderten Zusammensetzung im Mai 1991 noch einmal veröffentlicht: Die Stücke Crescendo und Hang On waren durch Lose Control und Sit Down ersetzt. Inzwischen gibt es – zumindest in UK – eine weitere Version, bei der zu der ursprünglichen Version die beiden Singles hinzugekommen sind. Das Album erreichte Platz 2 in den UK-Charts, und die Verkaufszahlen erreichten etwa das zehnfache dessen, was Geoff Travis angenommen hatte.

Den Rest des Jahres 1991 verbrachte die Band damit, eine Coverversion von Leonard Cohens So Long Marianne für das Tribut-Album I'm Your Fan des französischen Musikmagazins Les Inrockuptibles und das nächste eigene Album Seven aufzunehmen. Im Februar 1992 wurde es als fünftes Album veröffentlicht und erreichte Platz 2 in den UK Top 40. Im Juli 1992 gaben sie ein ausverkauftes Konzert vor 30.000 Leuten im Alton Towers Themenpark, das von BBC Radio 1 direkt übertragen wurde. Trotz dieses Erfolgs fiel das Medienecho negativ aus: Kritiker empfanden den Stil der siebenköpfigen Band als zu pompös und verglichen sie mit den Simple Minds. Daraufhin setzte sich in der Band die Meinung durch, dass sie zu ihren musikalischen Wurzeln zurückkehren sollten. Da passte es gerade, dass sie im Herbst 1992 als Vorgruppe von Neil Young in den USA auf Tour gehen würden.

Nach der Rückkehr nach England begannen die Aufnahmen für das nächste Album. Für die Produktion konnten sie Brian Eno gewinnen, der eigentlich schon das erste Album Stutter produzieren sollte, aber zu der Zeit bereits anderweitig beschäftigt war. Eno war von den Improvisationen und spontanen Jam-Sessions der Band beeindruckt und wollte das Wesen der Band herausarbeiten und auf das Album bringen. Die Band meinte hinterher, dass Eno sie eine "Reise der Selbsterfahrung" hätte machen lassen. Das Ergebnis waren gleich zwei Alben: das im Oktober 1993 veröffentlichte Laid und das im September 1994 veröffentlichte Wah Wah. Beide Alben wurden innerhalb von sechs Wochen aufgenommen. Durch den Ausstieg von Andy Diagram vor dem Beginn der Studio-Session gab es keine überproduzierte Trompete mehr, was dazu führte, dass der Sound auf das Wesentliche zurückgeführt wurde. Fans und Kritiker waren von Laid beeindruckt und hielten es für das beste, was die Band bis dahin veröffentlicht hatte. 1994 war die Band die meiste Zeit auf Tour in den USA. Da Wah Wah erst fast ein Jahr nach Laid veröffentlicht wurde, hielten viele es für völlig neu und waren überrascht von diesem "Experimental-Album". Dabei bestand Wah Wah im Grunde nur aus den Jam-Sessions, aus denen die Stücke für Laid entwickelt worden waren. Eno war der Meinung, dass die Improvisationen genauso wichtig waren wie die produzierten Stücke. Er überzeugte die Band, und so entstand das einzige Album mit Improvisationen und Jam Sessions, das die Band herausgebracht hat. Die Fans und Kritiker waren weniger überzeugt; bei beiden gab es gemischte Reaktionen. Während Laid Platz 3 in den Charts erreicht hatte, schaffte Wah Wah es auf Platz 11.

Im November 1995 sollten die Arbeiten für das neue Album beginnen. Aber es kam etwas dazwischen. Dieses "Etwas" wurde von der Band später nur noch der "schwarze Donnerstag" genannt. Es kam einiges zusammen: Larry wollte die Band verlassen, ebenso ihr Manager Martine. Ein Steuerbescheid über £250.000 tauchte auf, und Tim kündigte an, dass er etwas Abstand von der Band nehmen werde, um zusammen mit Angelo Badalamenti ein Album aufzunehmen. Die restlichen Bandmitglieder gaben nicht auf, sondern erinnerten sich an ihre Anfangszeit und richteten in Davids Haus ein Studio ein, um dort das neue Album aufzunehmen. Adrian Oxaal nahm Larrys Platz ein, und Tim kam von Zeit zu Zeit aus den USA herüber, um den Gesang beizusteuern. 1996 wurde Tims "Exkurs-"Album Booth and the Bad Angel veröffentlicht und das neue James-Album Whiplash im Februar 1997. Mit dem Album machte die Band im Stil von Wah Wah weiter, brachte aber auch einige "Radio-taugliche" Stücke. Das Chart-Ergebnis: Platz 9.

Anschließend ging die Band auf Tournee. In den USA trafen sie den kanadischen Liedermacher und Gitarristen Michael Kulas, der dann bis 2001 Mitglied der Band war. Es war keine einfache Tour: Tim verrenkte sich beim Tanzen auf der Bühne den Nacken und musste sich operieren lassen, so dass einige Konzerte ausfielen. Dazu kam dann noch ein Streit zwischen Jim und Tim, bei dem es um das Thema Geld ging. Es kam zu einer Schlägerei zwischen den beiden, und für fast ein Jahr war die Zusammenarbeit in der Band etwas schwierig.

Im März 1998 wurde das Album The Best Of veröffentlicht, das alle Hit-Singles enthielt, die bei Fontana veröffentlicht worden waren. Es war als Erinnerung an die Chart-Erfolge der zurückliegenden Dekade gedacht und sollte dem Publikum zeigen, dass es mehr gab als Sit Down. Es funktionierte. Es wurde der größte Album-Chart-Erfolg: Platz 1, und in der Folge wurde die Band bei ausverkauften Konzerten gefeiert.

Die Spannungen zwischen Jim und Tim hatten während dieser Zeit zugenommen. Um sie abzubauen, wurde ein Treffen mit dem Manager der Band, Peter Rudge, als Vermittler vereinbart. Ihm gelang es, die Spannungen abzubauen, und die Band begann mit der Arbeit am nächsten Album: Millionaires.

Die Aufnahmen zu Millionaires zogen sich hin. Das Album wurde im Oktober 1999 veröffentlicht. Von der Musikpresse wurde das Album positiv aufgenommen. Die Fans waren allerdings – zum ersten Mal – wenig enthusiastisch. Kein Wunder: das Album war so angelegt, dass es ein kommerzieller Erfolg werden sollte. Manche der alten Fans meinten, dass der Band der charakteristische Stil abhandengekommen sei. Die hochgesteckten (kommerziellen) Erwartungen wurden zwar nicht erfüllt, und die Singles erreichten auch nur enttäuschende Platzierungen, aber es wurden ca. 150.000 Alben verkauft: Platz 2 in den UK Top 40.

Die 2000er Jahre[Bearbeiten]

Im Juni 2001 erschien das zunächst letzte Studioalbum Pleased To Meet You, das wieder unter der Regie von Brian Eno entstanden war und in den britischen Charts bis auf Platz 11 kam. Im Oktober 2001 gab Tim Booth bekannt, dass er die Band verlassen wolle. Zum Abschied spielte die Band noch eine UK-Tour mit einem Abschlusskonzert in der Londoner Wembley Arena, wo neben den ehemaligen James-Mitgliedern Larry Gott und Andy Diagram auch Brian Eno mit der Band auf der Bühne stand.

Nach der Tour stellten die anderen Bandmitglieder alle Band-Aktivitäten ein, ohne die Band offiziell aufzulösen.

Im Januar 2007 gab die Band bekannt, dass sie sich reformiert und neues Material hat. Kurz darauf wurde für April 2007 eine UK-Tour mit der Besetzung von 1993 angekündigt. Am 16. März 2007 spielte die Band einen nicht angekündigten "comeback-gig" im Hoxton Square Bar and Kitchen in London vor 250 Leuten. Am 30. April 2007 erschien das Best-Of-Album "Fresh As A Daisy - The Singles", welches neben den Singles zwei brandneue Songs von James enthielt. Am gleichen Tag gab es einen weiteren unangekündigten Gig vor 300 Fans im Academy-Club, dem Ort, wo sich Jim Glennie und Tim Booth 1981 zum ersten mal begegnet sind. Im Sommer spielten James auf verschieden Festivals in UK und Europa, bei denen zum ersten Mal seit 2001 auch das ehemalige Mitglied Andy Diagramm wieder mitspielte.

Am 7. April 2008 erschien in Großbritannien das neue Album Hey Ma, das eine Woche später auf Platz 10 der britischen Albumcharts einstieg.

Die 2010er Jahre[Bearbeiten]

Am 6. September 2010 erschien das Album The Morning After in Großbritannien auf CD und als MP3-Download und am 16. September in den USA als 2 CD-Set zusammen mit der Mini-LP The Night Before, das am 19. April 2010 erschienen war. James erhielten für The Morning After wohlwollende Kritiken.[1] Das Album war für eine Woche auf Platz 19 der UK Albums Top 75.

Laid war 2012 Titelsong des Films American Pie: Das Klassentreffen.

Am 2. Juni 2014 erschien das Album La Petite Mort. Die Single Move On ist nur auf iTunes erhältlich.

James' Vorgruppen[Bearbeiten]

Eine Geschichte für sich sind die Vorgruppen - also die Gruppen, die vor der eigentlichen Band auf der Bühne stehen - von James. 1988 waren das z. B. die Stone Roses und die Happy Mondays. Zwei Jahre später waren James dann die Vorgruppe der Happy Mondays. Im Jahr darauf war Nirvana eine Vorgruppe von James - die Band, die einen Monat später den ersten Platz in den Billboard Album Charts belegte. Während der Tournee von 1993 war Radiohead die Vorgruppe. Nach der kreativen Schaffenspause ging es so weiter. 1997 war Third Eye Blind die Vorgruppe, ein Jahr später The Corrs und die Stereophonics, im Jahr darauf Supergrass und die Doves. Im Jahr 2000 dann Coldplay, die einen Monat später mit der Single Yellow den Durchbruch schafften und im Monat darauf mit ihrem Debütalbum Parachutes Platz eins in den britischen Album-Charts erreichten. 2013 waren Echo & The Bunnymen Vorgruppe der England Tour.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[2][3] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Austria.svg AT Flag of the United Kingdom.svg UK Flag of the United States.svg US
1986 Stutter 68
(2 Wo.)
1988 Strip Mine 90
(1 Wo.)
1990 Gold Mother 2 Gold
(34 Wo.)
1992 Seven 2 Gold
(14 Wo.)
1993 Laid 3 Gold
(16 Wo.)
72 Gold
(26 Wo.)
1994 Wah Wah 11
(2 Wo.)
mit Brian Eno
1997 Whiplash 9 Gold
(19 Wo.)
158
(1 Wo.)
1999 Millionaires 2 Gold
(11 Wo.)
2001 Pleased to Meet You 11 Silber
(3 Wo.)
2008 Hey Ma 10
(5 Wo.)
2010 The Night Before 20
(2 Wo.)
2010 The Morning After 19
(2 Wo.)
2014 La petite mort 11
(5 Wo.)
weitere Alben
  • 1989: One Man Clapping
  • 1991: James

Livealben[Bearbeiten]

  • 1989: One Man Clapping
  • 1998: Live at Whitfield St. Studios
  • 2002: Getting Away with It… Live
  • 2008: Live in 2008 (Limited Edition)

Kompilationen[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[2][3] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Austria.svg AT Flag of the United Kingdom.svg UK Flag of the United States.svg US
1998 The Best Of 1 Doppelplatin
(55 Wo.)
2007 Fresh as a Daisy – The Singles 12 Silber
(4 Wo.)
weitere Kompilationen
  • 1985: Village Fire – Five Offerings from James
  • 1991: James
  • 1998: The Best Of
  • 2001: B-Sides Ultra
  • 2004: The Collection (Silber in UK)

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[2][3] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Austria.svg AT Flag of the United Kingdom.svg UK Flag of the United States.svg US
1990 How Was It for You? 32
(3 Wo.)
1990 Come Home (Remix) 32
(4 Wo.)
1990 Lose Control 38
(5 Wo.)
1991 Sit Down 56
(7 Wo.)
27
(1 Wo.)
2 Silber
(18 Wo.)
1991 Sound 9
(7 Wo.)
1992 Born of Frustration 13
(6 Wo.)
1992 Ring the Bells 37
(2 Wo.)
1992 Seven (EP) – Closed for Business 46
(2 Wo.)
1993 Sometimes 18
(4 Wo.)
1993 Laid 25
(4 Wo.)
61
(13 Wo.)
1994 Say Something / Jam J 24
(4 Wo.)
1997 She’s a Star 9
(5 Wo.)
1997 Tomorrow 12
(3 Wo.)
1997 Waltzing Along 23
(4 Wo.)
1998 Destiny Calling 17
(4 Wo.)
1998 Runaground 29
(2 Wo.)
1999 I Know What I’m Here For 22
(5 Wo.)
1999 Just Like Fred Astaire 17
(3 Wo.)
1999 We’re Going to Miss You 48
(2 Wo.)
2001 Getting Away with It (All Messed Up) 22
(3 Wo.)
weitere Singles
  • 1983: Jimone
  • 1985: James II
  • 1985: Village Fire
  • 1986: Chain Mail
  • 1986: So Many Ways
  • 1987: Yaho & 1
  • 1988: What For
  • 1989: Sit Down
  • 1989: Come Home
  • 1990: Weather Change (Demo Version)
  • 1994: Jam J (James vs. Sabres of Paradise)
  • 1998: Sit Down ’98 (Apollo 440 Mix)
  • 2007: Who Are You
  • 2008: Whiteboy (nur als Radio-Promo)
  • 2008: Waterfall (nur als Radio-Promo und 7")
  • 2010: Crazy
  • 2010: Look Away
  • 2011: The Gathering Sound
  • 2014: Moving On
  • 2014: Curse Curse
  • 2014: Frozen Britain
  • 2014: All I’m Saying

Videos[Bearbeiten]

  • 1991: James Come Home (Live from Manchester G-Mex) – bisher nur als VHS erhältlich
  • 1992: Seven – The Live Video (seit 2005 als DVD erhältlich)
  • 2002: Getting Away with It… Live (Live from Manchester EN Arena)
  • 2007: Fresh as a Daisy – The Videos (nur als DVD erhältlich)

Quellen[Bearbeiten]

  1. z. B. dieses Review auf BBC Music
  2. a b c Chartquellen: Singles Alben US1 US2
  3. a b c Gold-/Platin-Datenbanken: UK US

Weblinks[Bearbeiten]