James Arthur (Mathematiker)

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James Greig Arthur (* 18. Mai 1944 in Hamilton, Kanada) ist ein kanadischer Mathematiker, der mit der Verallgemeinerung der Selbergschen Spurformel auf beliebige halbeinfache Gruppen eines der wichtigsten Werkzeuge zur Verfolgung des Langlands-Programmes geschaffen hat.

Arthur studierte an der University of Toronto und promovierte 1970 bei Robert Langlands in Yale (Analysis of tempered distributions of semisimple Lie groups of real rank 1)[1], lehrte als Instructor an der Princeton University, war Assistant Professor an der Yale University, war Professor an der Duke University in den 1970er Jahren und war seit 1978 Professor an der University of Toronto. 1976/77 war er am Institute for Advanced Study.

1998 war er Invited Speaker auf dem Internationalen Mathematikerkongress in Berlin (Towards a stable trace formula) und 1983 in Warschau (The trace formula for noncompact quotient). 1976/77 war er Sloan Fellow. Er ist Fellow der American Academy of Arts and Sciences (2003), der Royal Society of Canada (1980) und der Royal Society (1992). 1975 bis 1977 war er Sloan Fellow und Guggenheim Fellow (2000). 2002 wurde er Ehrendoktor der Universität Ottawa. 1998 hatte er den Aisenstadt Chair am CRM an der Universität Montreal, 2001 hielt er die Whittmore Lectures an der Yale University und 1993 war er Jeffrey-Williams Lecturer der Canadian Mathematical Society.

1999 erhielt er die Canada Gold Medal for Science and Engineering, 1987 den Synge Award der Royal Society of Canada und 1997 den CRM-Fields-PIMS Prize. 1982 war er E. W. R. Steacie Fellow und 1999 erhielt er den Faculty Award of Excellence der Universität Toronto.

2003 erhielt er den G. de B. Robinson Award A note on the automorphic Langlands group[2], worin er auf eine Vermutung von Langlands über die Existenz einer Erweiterung der universellen Galoisgruppe in der Theorie automorpher Formen eingeht und einen möglichen Kandidaten für diese Gruppe präsentiert und gleichzeitig einen Kandidaten für Komplexifizierung von Grothendieck´s motivischer Galoisgruppe.[3]

Er wurde als Plenarsprecher auf dem Internationalen Mathematikerkongress 2014 in Seoul ausgewählt (L-functions and automorphic representations). Ebenfalls 2014 wurde er als ausländisches Mitglied in die National Academy of Sciences gewählt.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mathematics Genealogy Project
  2. Canadian Mathematical Bulletin, 45, 2002, 466-482
  3. Laudatio, pdf
  4. National Academy of Sciences Members and Foreign Associates Elected. Pressemeldung der National Academy of Sciences (nasonline.org) vom 29. April 2014