James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie

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Filmdaten
Deutscher Titel James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie
Originaltitel Tomorrow Never Dies
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Produktionsland Vereinigtes Königreich
Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1997
Länge 119 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Roger Spottiswoode
Drehbuch Bruce Feirstein
Produktion Barbara Broccoli,
Michael G. Wilson
Musik David Arnold
Titelsong: Sheryl Crow
Kamera Robert Elswit
Schnitt Michel Arcand,
Dominique Fortin
Besetzung
Synchronisation

James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie (Originaltitel Tomorrow Never Dies) ist der 1997 gedrehte 18. Film der James-Bond-Reihe und der zweite Film mit Pierce Brosnan. Der Titelsong Tomorrow Never Dies wurde von Sheryl Crow gesungen. Der Film hatte ein Budget von 110 Millionen US-Dollar und spielte weltweit fast 350 Millionen US-Dollar ein. Der Film startete am 18. Dezember 1997 in den deutschen Kinos.

Handlung[Bearbeiten]

Der britische Medien-Mogul Elliot Carver will die informatorische Weltherrschaft gewinnen – und dies mithilfe seines Medien-Imperiums, zu dem die britische Tageszeitung Tomorrow und ihr deutsches Gegenstück Der Morgen gehören. Zu diesem Zweck will er das Vereinigte Königreich und die Volksrepublik China in einem Krieg aufeinanderhetzen.

In einem ersten Schritt versenkt er – im Schutz seines Stealth-Schiffs – die HMS Devonshire, eine Fregatte der britischen Marine und schießt einen Kampfjet der chinesischen Luftwaffe ab. Die Attacken führen zu den von Carver provozierten politischen Konsequenzen. Aber weder der britische Secret-Service noch der chinesische Nachrichtendienst sind von Angriffen überzeugt, und aus diesem Grund schicken beide Länder ihre Agenten aus. Bei der Eröffnung von Carvers neuem Medienzentrum in Hamburg treffen James Bond und seine chinesische Kollegin Wai Lin zum ersten Mal aufeinander. Bond trifft jedoch auch Paris Carver wieder, die Ehefrau des Medienzaren, mit der er einige Jahre zuvor eine Affäre hatte.

Als er in sein Hotel zurückkommt, findet er dort die Leiche von Paris Carver vor, zusammen mit der Schlagzeile ihres gemeinsamen Todes. Daneben sitzt ein Profikiller, den Bond aber überwältigen kann, indem er ihn dazu bringt, eine bestimmte Taste an seinem Mobiltelefon zu bedienen, mit der eine 20.000 Volt starke Spannung hervorgerufen wird. Nach einer aufwendigen Flucht gelingt es Bond, aus dem Parkhaus des Hotels zu fliehen. Mithilfe seines CIA-Kollegen Jack Wade gelangt er nach Vietnam, wo er wieder auf Wai Lin trifft. Diesmal geraten beide in die Hände von Carvers Leuten, doch auch jetzt gelingt ihnen – mit Handschellen aneinandergekettet – auf einem Motorrad die Flucht durch Saigon.

Die Sea Shadow diente als Vorbild für das Stealth-Boot von Carver

Unter Mithilfe der Chinesen entdecken sie schließlich Carvers Stealth-Schiff (basierend auf der Sea Shadow (IX-529)) im chinesischen Meer. Carver will von hier aus mit einer Rakete nicht nur den Krieg endgültig entfachen, sondern auch einen Staatsstreich im Reich der Mitte organisieren – mit dem er sich die Führungsrolle in der dortigen Medienlandschaft sichert.

Bei dem Versuch, Minen an dem Schiff anzubringen, wird Bond – vermeintlich – von Carvers Handlanger Stamper getötet und Wai Lin gefangengenommen. Bond, der tatsächlich aber noch lebt, gelingt es, Wai Lin zu befreien und mit einer ferngezündeten Handgranate die Außenwand des Schiffes zu beschädigen, so dass es nun auf dem Radar sichtbar ist. Als die Royal Navy daraufhin das Feuer auf das Stealth-Schiff eröffnet, springt die gesamte Besatzung von Bord. Zurück bleiben Bond, Wai Lin, Carver und Stamper. Zuerst kommt es zu einem Duell zwischen Bond und Carver, wobei Carver am Ende von der „Seadrill“ – einer Art Torpedo, der vorne mit drei Sägen bestückt ist – zerfetzt wird. Danach versucht Bond, die Rakete zu entschärfen, wird aber von Stamper überrascht, der in der Zwischenzeit Wai Lin wieder gefangengenommen hat und sie nun, mit Ketten gefesselt, ins Wasser wirft. Es kommt zu einem letzten Kampf zwischen Bond und Stamper auf der Abschussrampe, an der Bond inzwischen die Zünder für die Minen platziert hat. Bond merkt schnell, dass er gegen den weitaus stärkeren Stamper keine Chance hat. Er sticht Stamper ein Messer in den Bauch, springt über Bord und rettet Wai Lin. Kurz darauf zerstören die Düsenstrahlen der startenden Rakete die Zünder, wodurch die Minen detonieren und das Stealth-Schiff zusammen mit Stamper und der Rakete explodiert.

Produktion[Bearbeiten]

Nach dem weltweiten Erfolg von GoldenEye musste der folgende 18. James-Bond-Film beweisen, dass der Erfolg nicht nur eine Eintagsfliege war, und die James-Bond-Reihe wieder als feste Größe im Filmgeschäft etablieren. Das Studio MGM hatte große Erwartungen an den Film und setzte die Produzenten unter gewaltigen Druck.[1] Hinzu kam, dass der nächste Film der erste der Serie nach dem Tod des Produzenten Albert R. Broccoli sein würde.[2]

Drehbuch[Bearbeiten]

Bruce Feirstein, der bei GoldenEye bereits am Drehbuch mitgearbeitet hatte, entwarf ein Drehbuch, das von der bevorstehenden Übergabe Hongkongs an China handelte.[2]

Regisseur Roger Spottiswoode begann sofort nach seiner Vertragsunterzeichnung damit, das Drehbuch zu überarbeiten, dessen Titel zu diesem Zeitpunkt noch Tomorrow never lies (dt. Der Morgen lügt nie) lautete. Er versammelte sieben Autoren, darunter Robert Collector und Nicholas Meyer, um an einem gemeinsamen Wochenende Ideen zur Verbesserung des Drehbuchs zu entwickeln. Meyer wurde ausgewählt, das Drehbuch zu überarbeiten.[3] Später überarbeiteten auch Daniel Petrie, Jr. und David Campbell Wilson das Drehbuch, bevor es erneut Feirstein war, der letzte Änderungen daran vornahm. Im fertigen Film wird nur Feirstein als Drehbuchautor genannt. Das endgültige Drehbuch lag erst eine Woche vor Drehbeginn vor.[2]

Titel[Bearbeiten]

Der Filmtitel ist der zweite eines Bondfilms (nach Lizenz zum Töten 1989), der keinen Bezug zum Erfinder Bonds, Ian Fleming, hat.

Der englische Originaltitel ist durch einen Fehler entstanden. Einer der Entwürfe war laut Regisseur Roger Spottiswoode Tomorrow Never Lies (dt. Der Morgen lügt nie), in Anlehnung an den Beatles-Song Tomorrow Never Knows. Dieser wurde zusammen mit anderen per Fax an MGM übermittelt, wo jedoch durch einen Fehler Tomorrow Never Dies (dt. Der Morgen stirbt nie) daraus wurde, was den Produzenten so gut gefiel, dass der Fehler zum endgültigen Filmtitel wurde.

Die deutsche Übersetzung des Titels führt leicht zu einem Missverständnis: „Tomorrow“ bedeutet genau genommen „Das Morgen“ (im Sinne von „der nächste Tag“) und nicht „Der Morgen“, was dem englischen „morning“ entspräche. Da mit dem „Morgen“ aber Carvers Zeitung „MORGEN“ gemeint ist, setzte sich der maskuline Artikel durch.[4]

Besetzung[Bearbeiten]

Martin Campbell, der bei GoldenEye Regie geführt hatte, wollte nicht bei zwei aufeinander folgenden Filmen Regie führen und deshalb entschied man sich für Roger Spottiswoode als neuen Regisseur. Während dieser das Drehbuch überarbeitete, begann das Casting der Darsteller.

Pierce Brosnan hatte einen Vertrag über mehrere Bond-Filme abgeschlossen und sollte wieder die Hauptrolle spielen. Mit ihm kehrten auch Judi Dench als M, Samantha Bond als Miss Moneypenny und Joe Don Baker als Jack Wade in die Rollen zurück, die sie bereits in GoldenEye gespielt hatten. Außerdem spielte Desmond Llewelyn bereits zum 16. mal den Q.

Bonds Gegenspieler war diesmal der Medienmogul Elliot Carver, die Rolle bot man Anthony Hopkins an, der sie trotz anfänglichen Interesses jedoch ablehnte. Schließlich konnte man Jonathan Pryce für die Rolle gewinnen.

Das Bond-Girl Paris Carver wurde von Teri Hatcher gespielt, die bereits aus der Fernsehserie Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark bekannt war. Sie drehte die letzte Folge der Fernsehserie an einem Montag, flog am Dienstag nach Großbritannien und begann am Mittwoch mit den Dreharbeiten zu Der Morgen stirbt nie. Während der Dreharbeiten war sie im dritten Monat schwanger, was die Dreharbeiten jedoch nicht beeinflusste.[5]

Die kleine Rolle der Inga Bergstrom, bei der Bond Sprachunterricht nimmt, wurde an Cecilie Thomsen vergeben, die damals die Freundin des Rockmusikers Bryan Adams war. Die Rolle der Wai Lin wurde von Michelle Yeoh dargestellt, die bereits in zahlreichen asiatischen Actionfilmen mitgewirkt hatte.[2]

Der deutsche Schauspieler Götz Otto bekam die Rolle als Carvers Gehilfe Stamper. Als er die Produzentin Barbara Broccoli kennenlernte, gab diese ihm zwanzig Sekunden Zeit, um sich vorzustellen. Er sagte: „Ich bin groß, ich bin böse, ich bin kahlköpfig und Deutsch. Fünf Sekunden, behalten Sie den Rest.“[6]

Gerard Butler hatte in Der Morgen stirbt nie als Besatzungsmitglied der HMS Devonshire einen seiner ersten Leinwandauftritte.

Die deutsche Schauspielerin Antje Schmidt spielt eine kleine im Abspann nicht erwähnte Rolle als Mitarbeiterin der Autovermietung, die Bond in Hamburg seinen Wagen übergibt.[7]

Titeldesign[Bearbeiten]

Wie schon bei GoldenEye übernahm wieder Daniel Kleinman die Gestaltung der Filmtitelsequenz.

Der Morgen stirbt nie handelt von der Macht der Massenmedien in der modernen Welt. Um dies in den Filmtiteln darzustellen, erscheinen die weiblichen Silhouetten lediglich menschenähnlich, erweisen sich bei genauerem Hinsehen jedoch als technologische Objekte, die sich in einer digitalen Welt bewegen.[8] Röntgenaufnahmen erlauben den Blick in das innere technischer Objekte. Diamanten werden zu im All kreisenden Satelliten, was als Reminiszenz an die Titelsequenz des Films Diamantenfieber gewertet werden kann.[8]

Dreharbeiten[Bearbeiten]

Das zweite Filmteam begann am 18. Januar 1997 auf einem Flughafen am Col de Peyresourde in den französischen Pyrenäen mit den Aufnahmen der Eröffnungssequenz. Es wurde von Vic Armstrong geleitet, einem ehemaligen Stuntman, der bereits bei den Dreharbeiten zu Man lebt nur zweimal mitwirkte. Anschließend ging man nach Portsmouth um dort Szenen aufzunehmen, in denen sich die britische Marine auf den Angriff der Chinesen vorbereitet.[2] Dabei wurde auch auf der HMS Westminster gefilmt.

Das Hauptfilmteam begann am 1. April 1997 mit den Dreharbeiten. Die für GoldenEye eingerichteten Leavesden Film Studios waren belegt, also wurden in einem in der Nähe gelegenen Industriekomplex neue Bühnen geschaffen und zusätzlich auf der „007 Stage“ in den Pinewood Studios gedreht.[2]

Einige Szenen sollten eigentlich in Ho Chi Minh Stadt entstehen. Die bereits erteilte Genehmigung wurde jedoch wieder zurückgezogen, und das Team musste sich kurzfristig nach einer Alternative umsehen, die man schließlich in Thailand fand. In der Zwischenzeit fanden Aufnahmen auf dem Luftwaffenstützpunkten Lakenheath und Mildenhall statt. Die Liebesszene zwischen den Hauptdarstellern wurde auf dem Golfclub in Stoke Park aufgenommen, wo bereits Aufnahmen für Goldfinger entstanden.[2]

Anschließend ging man nach Thailand, um dort u.a. den Stunt zu filmen, bei dem ein Motorrad über einen Hubschrauber springt.[2]

Zurück in England wurden Szenen gedreht, in denen Bond den BMW bei einer Verfolgungsjagd fernsteuert. Das Parkhaus des Einkaufszentrums Brent Cross im Nordwesten Londons diente hierbei als Drehort für die im Film in Hamburg spielenden Szenen.[2] Für den Film wurden insgesamt 17 BMW 740iL verwendet, die allerdings im Film als 750iL dargestellt wurden. Bei den Dreharbeiten wurden acht davon zerstört.

Am 17. Juli wurde Pierce Brosnan bei Aufnahmen von dem Helm eines Stuntmans im Gesicht getroffen und musste mit acht Stichen genäht werden. In vielen der folgenden Aufnahmen konnte er daher nur im Profil gezeigt werden.[2]

Weitere Drehorte waren Mexiko und Florida. In Mexiko entstanden in den Baja-Studios die meisten der Unterwasserszenen und zwar in Tanks, die kurz zuvor noch für die Dreharbeiten von Titanic genutzt worden waren.[9]

In Hamburg wurde die Außenansicht des Hotel Atlantic aufgenommen. Die Szenen, die im Hotel spielen, waren jedoch bereits im Stoke Park Golfclub entstanden, und als Parkhaus des Hotels während der Verfolgungsjagd diente das bereits genannte Parkhaus in London. Der Abschluss der Verfolgungsjagd, bei dem der BMW in eine Filiale der Autovermietung kracht, wurde jedoch vor Ort in Hamburg aufgenommen.[10] Dafür wurde ein Teil der Kaufhoffiliale zur Avis-Autovermietung umdekoriert. Auch am Flughafen Hamburg wurden Aufnahmen gemacht.[10]

Im September 1997 wurden die Dreharbeiten beendet.[2]

Drehorte[Bearbeiten]

Gadgets[Bearbeiten]

Einer von mehreren BMWs, die bei den Dreharbeiten verwendet wurden
  • Ericsson JB988 Mobiltelefon mit Fernsteuerung für Bonds Dienstwagen, Dietrich in der Antenne, Fingerabdruckscanner und Elektroschock-Verteidigung.
  • BMW 750iL mit folgenden „Erweiterungen“: Raketen (unter dem Schiebedach), selbst-aufpumpende Reifen, Reifentöter (Vierzack – bekannt auch als „Krähenfuß“), um bei verfolgenden Autos die Reifen platzen zu lassen, Metallsäge unter dem Hersteller-Signet, erweiterte Diebstahlsicherung (Elektroschock-Elektroden in den Türgriffen, Tränengas-Düsen) und eine extrastarke Titan-Panzerung.
  • Feuerzeug, welches als Handgranate fungiert (Eröffnungsszene).

Einige weitere Gadgets stammen nicht von Q, sondern aus den Beständen des chinesischen Geheimdienstes. Hierzu gehören beispielsweise ein feuerspeiender Drache, ein Fächer mit Stahlseilen und eine Armbanduhr mit integriertem Sprengsatz. Diese ist der chinesische Nachbau der Uhr aus dem vorhergehenden Bond-Film, einer Omega Seamaster Professional.

Filmmusik[Bearbeiten]

Die Filmmusik wurde von David Arnold komponiert.

Das von Sheryl Crow und Mitchell Froom geschriebene und von Sheryl Crow interpretierte Titellied Tomorrow Never Dies erreichte Platz 12 in den britischen Charts.[7]

Ursprünglich war k.d. Langs Surrender von David Arnold und David McAlmont (Musik) sowie Don Black (Text) als Titellied vorgesehen. Der Titel des Liedes sollte Tomorrow Never Dies lauten. Da Sheryl Crow nach Ansicht der Produzenten eine höhere Bekanntheit besaß, wurde kurzerhand ein neuer Song von ihr aufgenommen. Langs Song wurde um das Wort „Surrender“ im Refrain ergänzt und als Endtitel benutzt. Langs Song war zu diesem Zeitpunkt bereits im Soundtrack als Leitmotiv eingeflossen.

Zusätzlich sind die Lieder Backseat Driver von David Arnold und Alex Gifford von den Propellerheads und It Had To Be You in einer Version von Simon Greenaway im Film zu hören.[7]

Soundtrack[Bearbeiten]

Der Soundtrack erschien erstmals 1997 bei A&M Records auf CD. Im Jahre 2000 wurde eine neue Version mit mehr Audiostücken aus dem Film veröffentlicht, die das VHS/DVD-Cover als Vorlage hatte. Der Titelsong fehlte aus rechtlichen Gründen auf dieser Ausgabe.

Originalauflage (November 1997)
  1. Tomorrow Never Dies (04:47) gesungen von Sheryl Crow
  2. White Knight (08:30)
  3. The Sinking of the Devonshire (07:07)
  4. Company Car (03:08)
  5. Station Break (03:30)
  6. Paris and Bond (01:55)
  7. The Last Goodbye (01:34)
  8. Hamburg Break In (02:52)
  9. Hamburg Break Out (01:26)
  10. Doctor Kaufman (02:26)
  11. *-3-Send (01:17)
  12. Underwater Discovery (03:37)
  13. Backseat Driver (04:37)
  14. Surrender (03:56) gesungen von k.d. lang
  15. James Bond Theme (03:12) interpretiert von Moby
Extended Version (2000)
  1. White Knight (08:29)
  2. The Sinking of the Devonshire (07:06)
  3. Company Car (03:07)
  4. Paris & Bond (01:55)
  5. The Last Goodbye (01:33)
  6. Hamburg Break-In (02:53)
  7. Hamburg Break-Out (01:24)
  8. Doctor Kaufman (02:27)
  9. *-3- Send (01:15)
  10. Back Seat Driver (04:34)
  11. Underwater Discovery (03:36)
  12. Helicopter Ride (01:34)
  13. Bike Chase (06:44)
  14. Bike Shop Fight (02:42)
  15. Kowloon Bay (02:27)
  16. Boarding The Stealth (04:38)
  17. A Tricky Spot For 007 (02:48)
  18. All In A Day’s Work (05:09)
  19. Exclusive David Arnold Interview (11:02)

Synchronisation[Bearbeiten]

Rolle Schauspieler Deutsche Synchronsprecher
James Bond Pierce Brosnan Frank Glaubrecht[11]
Carver Jonathan Pryce Lutz Mackensy
Wai Lin Michelle Yeoh Arianne Borbach
Paris Teri Hatcher Marion von Stengel
Gupta Ricky Jay Roland Hemmo
Stamper Götz Otto Götz Otto
Wade Joe Don Baker Klaus Sonnenschein
Kaufmann Vincent Schiavelli Eberhard Prüter
M Judi Dench Gisela Fritsch
Q Desmond Llewelyn Manfred Schmidt
Moneypenny Samantha Bond Anita Lochner
Robinson Colin Salmon Detlef Bierstedt
Admiral Roebuck Geoffrey Palmer Wolfgang Völz

Uraufführung[Bearbeiten]

Die Premiere des Films erfolgte am 9. Dezember 1997 im Odeon Leicester Square in London. Es war der erste Bond-Film seit 1977, bei dessen Premiere kein Mitglied der königlichen Familie anwesend war.[12] In Deutschland startete der Film am 18. Dezember 1997.[13]

Nachwirkung[Bearbeiten]

Finanzieller Erfolg[Bearbeiten]

Der Morgen stirbt nie war der erhoffte finanzielle Erfolg für das Filmstudio. In den Vereinigten Staaten hatte der Film 26,7 Millionen Zuschauer und spielte ca. 125 Millionen US-Dollar ein, davon allein 25 Millionen am Eröffnungswochenende.[14] In Deutschland hatte der Film 4,5 Millionen Zuschauer,[15] weltweit spielte er ca. 335 Millionen US-Dollar ein.[14]

2012 wurden als inflationsbereinigtes weltweites Einspielergebnis 479 Millionen US-Dollar angegeben, was dem 16. Platz von 23 Bond-Filmen entspricht.[15]

Zeitgenössische Kritik[Bearbeiten]

Zum Zeitpunkt seiner Uraufführung erhielt der Film gemischte Kritiken.

Roger Ebert urteilte lobend, auf Basis dieses Films erscheine die Serie „fit für das 21. Jahrhundert“.[16] Die Palm Beach Post fand den Film „sehr spannend“ und schrieb gar: „Sean wer? Es ist offiziell: Pierce Brosnan ist James Bond.“[17] Ebenfalls positiv äußerte sich der Herald, als er schrieb „Der Morgen stirbt nie wird die Fans entzücken.“

Der Film bekam auch viele negative Kritiken, so schrieb die Daily Mail, „GoldenEye schien die Serie neu zu erfinden, aber dieser [Film] macht mehrere Schritte rückwärts.“ Die Times urteilte, der Film nehme „den ganzen Glanz aus Pierce Brosnans erfolgreicher Vorstellung in GoldenEye und wirft ihn weg.“[17]

Der film-dienst schrieb: „Trotz einiger bemerkenswerter Spannungsmomente, eindrucksvoller Bilder der Schauplätze sowie ironischer Dialoge unterliegt der Film einer Genre-Konvention, die nur mit wenigen Pausen durchsetzte Materialschlachten fordert. Darunter leidet auch das gerade für Bond-Filme notwendige Charisma der Hauptfigur.“[18]

Spätere Bewertung[Bearbeiten]

Rückblickend wird der Film häufig als ein durchschnittlicher Beitrag zur James-Bond-Reihe betrachtet, was auch die Platzierungen in zahlreichen Ranglisten der letzten Jahre belegen.

Die Zeitschrift Entertainment Weekly erstellte bereits 2006, knappe zehn Jahre nach der Veröffentlichung von Der Morgen stirbt nie, eine Rangfolge der James-Bond-Filme, wobei der Film als 15. von 21 abschnitt.[19] Im gleichen Jahr bewerteten die Mitarbeiter der Multimedia-Webseite IGN die Bond-Filme und wählten Der Morgen stirbt nie auf Platz 13.[20]

Fünf Jahre später, zwischen 2011 und 2012, wurde von den Besuchern der James-Bond-Fanseite MI6-HQ.com über die besten Bond-Filme abgestimmt, wobei Der Morgen stirbt nie Platz 13 von 22 Filmen erreichte.[21]

Im Jahr 2012 wurden die Bond-Filme auch durch die Leser des 007 Magazine bewertet, Der Morgen stirbt nie belegte den 15. von 24 Plätzen.[22] In einer ebenfalls 2012 veröffentlichten Liste des Rolling Stone nimmt Der Morgen stirbt nie jedoch lediglich Platz 21 von 24 James-Bond-Filmen ein.[23] In dem 2012 erschienenen Sonderheft 50 Jahre James Bond des Stern wird der Film mit 3 von 5 Sternen („solide“) bewertet und als „eher durchwachsener Beitrag der Serie“ bezeichnet.[24] Brad Brevet nannte ihn im selben Jahr einen der fünf besten James-Bond-Filme,[25] während er vom Magazin Time Out als zweitschlechtester Film genannt wurde.[26]

Adaptionen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Raymond Benson, der 1996 mit dem Schreiben offizieller Bond-Romane beauftragt worden war, veröffentlichte einen auf dem Drehbuch basierenden Roman, der mehr Handlung als der Film enthält.

Videospiele[Bearbeiten]

Im November 1999 erschien bei Electronic Arts ein Third-Person-Shooter für die Playstation, der sich an der Handlung des Films orientiert und ebenfalls Der Morgen stirbt nie heißt.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Michael G. Wilson – The Richard Ashton Interviews auf hmss.com (englisch), abgerufen am 14. November 2012
  2. a b c d e f g h i j k Production Notes – Tomorrow Never Dies auf mi6-hq.com (englisch), abgerufen am 14. November 2012
  3. Latest Bond Production Shaken, Stirred in: Variety, 8. Dezember 1996 auf klast.net (englisch), abgerufen am 14. November 2012
  4. Deutsches Filmplakat (1997)
  5. Teri Hatcher Pregnant auf eonline.com (englisch), abgerufen am 14. November 2012
  6. Interview mit Götz Otto. Auf: YouTube-Kanal von Verstehen Sie Spaß? 25. September 2012. Abgerufen am 4. August 2013.
  7. a b c Tomorrow Never Dies auf mjnewton.demon.co.uk (englisch), abgerufen am 14. Dezember 2012
  8. a b Daniel Kleinman: Designer of Title Sequences for GoldenEye and Casino Royale auf popculture.knoji.com (englisch), abgerufen am 23. Dezember 2012
  9. Trivia – Tomorrow Never Dies. Auf mi6-hq.com (englisch), abgerufen am 5. Januar 2013
  10. a b Tomorrow Never Dies film locations. Auf movie-locations.com (englisch), abgerufen am 5. Januar 2013
  11. Deutsche Synchronkartei
  12. Tomorrow Never Dies – Premiere & Press auf mi6-hq.com (englisch), abgerufen am 14. Dezember 2012
  13. Starttermine für James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie auf imdb.de, abgerufen am 14. Dezember 2012
  14. a b Budget und Einspielergebnisse. Auf: imdb.de. Abgerufen am 6. Januar 2013.
  15. a b Einspielergebnisse weltweit In: Stern-Edition 2/2012, S. 72–73.
  16. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatRoger Ebert: Tomorrow Never Dies. In: http://rogerebert.suntimes.com. 19. Dezember 1997, abgerufen am 6. Januar 2013 (englisch): „On the basis of this installment, the longest-running movies series seems fit for the 21st century.“
  17. a b Tomorrow Never Dies – Premiere & Press. Auf: mi6-hq.com (englisch). Abgerufen am 6. Januar 2013.
  18. JAMES BOND 007 – DER "MORGEN" STIRBT NIE. In: film-dienst Nr. 25 vom 9. Dezember 1997. Abgerufen am 13. März 2013.
  19. Countdown: Ranking the Bond Films. Auf: ew.com (englisch). Abgerufen am 26. Dezember 2012.
  20. James Bond’s Top 20 – Ranking 007's films from worst to best. Auf: ign.com (englisch). Abgerufen am 6. Januar 2013.
  21. Best Bond Film Results. Auf: mi6-hq.com (englisch). Abgerufen am 26. Dezember 2012.
  22. 007 MAGAZINE readers vote On Her Majesty's Secret Service as greatest ever Bond film! Auf: 007magazine.co.uk (englisch). Abgerufen am 26. Dezember 2012.
  23. James Bond’s Best and Worst: Peter Travers Ranks All 24 Movies auf rollingstone.com (englisch), abgerufen am 22. Dezember 2012
  24. Volltreffer und Rohrkrepierer: sämtliche Bond-Missionen in der Manöverkritik In: Stern-Edition 2/2012 50 Jahre James Bond, S. 64–71.
  25. Best and Worst of the James Bond Movies. Auf: ropeofsilicon.com (englisch). Abgerufen am 8. März 2013.
  26. The best and worst James Bond movies: a ranked list auf timeout.com (englisch), abgerufen am 8. März 2013.