James Buchanan

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Dieser Artikel behandelt den 15. Präsidenten der USA. Für den gleichnamigen Ökonomen siehe James M. Buchanan.
James Buchanan

James Buchanan [bjuːˈkænən] (* 23. April 1791 in Mercersburg, Franklin County, Pennsylvania; † 1. Juni 1868 in Lancaster, Pennsylvania) war der 15. Präsident der Vereinigten Staaten. Er amtierte von 1857 bis 1861.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Buchanan machte zunächst Karriere als Diplomat und als Mitglied des US-Senats. Unter anderem war er von 1836 bis 1841 Vorsitzender des United States Senate Committee on Foreign Relations. Von 1845 bis 1849 gehörte er als Außenminister dem Kabinett von Präsident James K. Polk an.

Gegen den amtierenden Präsidenten Franklin Pierce errang er 1856 die Nominierung als Präsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei. Im selben Jahr gewann er die Wahlen gegen John Charles Frémont, den ersten Kandidaten der Republikanischen Partei. Buchanans Vizepräsident war John C. Breckinridge, ein Demokrat aus den Südstaaten.

Bereits bei seinem Amtsantritt waren die Beziehungen zwischen den Nord- und den Südstaaten stark zerrüttet. 1854 war mit der Verabschiedung des Kansas-Nebraska Acts der Missouri-Kompromiss von 1820 aufgekündigt worden, nach dem die Sklaverei in allen neuen Staaten nördlich der Mason-Dixon-Linie verboten sein sollte, mit Ausnahme Missouris. In Kansas kam es zu bürgerkriegsähnlichen Unruhen zwischen Gegnern und Befürwortern der Sklaverei, die bis in die Mitte von Buchanans Amtszeit anhielten.

In den Südstaaten wurde bereits offen von Sezession gesprochen. Die Wahl des Republikaners Abraham Lincoln zu Buchanans Nachfolger im November 1860 nahm South Carolina am 20. Dezember 1860 zum Anlass, als erster Südstaat tatsächlich aus der Union auszutreten. Bis zu Lincolns Amtsantritt am 4. März 1861, also noch während Buchanans Präsidentschaft, folgten Georgia, Florida, Alabama, Louisiana, Mississippi und Texas diesem Beispiel.

Buchanans Position dazu war, dass die Einzelstaaten zwar kein Recht hätten, die Union zu verlassen, dass aber umgekehrt die Union auch kein Recht habe, sie daran zu hindern. Dieser "Legalismus" verurteilte ihn zu konsequentem Nichtstun, so dass er tatsächlich kaum mehr tat, als auf das Ende seiner Amtszeit zu warten. Aufgrund dieser Haltung hat er bis heute den Ruf, einer der schwächsten Präsidenten gewesen zu sein.

Buchanan war der einzige unverheiratete Präsident der Vereinigten Staaten. Seine Nichte Harriet Lane fungierte in seiner Amtszeit als "First Lady". Buchanan galt in der öffentlichen Meinung als Alkoholiker und soll seine Sonntagsausritte vor allem dazu genutzt haben, sich Whisky zu besorgen.

[Bearbeiten] Homosexualität

Einige Historiker sind der Auffassung, dass William R. King in einer homosexuellen Dauerbeziehung zu James Buchanan lebte. Beide waren ledig und lebten 16 Jahre lang in einer Wohnung in Washington zusammen. King wurde von Präsident Jackson als "Miss Nancy" betitelt, einer Bezeichnung für Homosexuelle. [1]

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. James W. Loewen; Lies Across America: What Our Historic Sites Get Wrong; 1999, ISBN 1-56584-344-4

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: James Buchanan – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
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