Jimmy Carter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von James Earl Carter)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Jimmy Carter (1977)
Unterschrift von Jimmy Carter

James Earl „Jimmy“ Carter Jr. (* 1. Oktober 1924 in Plains, Georgia) ist ein US-amerikanischer Politiker der Demokratischen Partei. Er war zwischen 1977 und 1981 der 39. Präsident der Vereinigten Staaten. Von 1971 bis 1975 bekleidete er das Amt des Gouverneurs von Georgia.

In seiner Amtszeit schloss er die Torrijos-Carter-Verträge zur Übergabe des Panamakanals und war maßgeblich an den Verhandlungen zum Abkommen von Camp David I beteiligt. Er handelte den SALT-II-Vertrag mit der Sowjetunion aus und ließ erstmals diplomatische Beziehungen zur Volksrepublik China aufnehmen (bereits unter seinem Vor-Vorgänger Richard Nixon ausgehandelt). Innenpolitisch war er vor allem in der Energie-, Bildungs- und Umweltpolitik engagiert, schaffte es allerdings nicht, die USA aus ihrer Wirtschafts- und Gesellschaftskrise zu führen, weshalb er nach einer Amtsperiode von Ronald Reagan abgelöst wurde. Carters Vizepräsident während seiner Amtszeit war Walter Mondale.

Seit Beendigung seiner Präsidentschaft engagiert sich Carter mit seinem Carter Center vor allem für Menschenrechte, die internationale Vermittlung und Wahlbeobachtung. Dafür sprach ihm das Nobelkomitee 2002 den Friedensnobelpreis zu.

Leben[Bearbeiten]

Herkunft und Familie[Bearbeiten]

Carter ist eines von vier Kindern von James Earl Carter (1894–1953) und Bessie Lillian Gordy (1898–1983). 1946, nach seinem Abschluss an der Navy-Akademie in Annapolis (Maryland), heiratete er Rosalynn Eleanor Smith (* 1927). Zu Beginn war Carter auf der USS Wyoming (BB-32) stationiert, einem Testschiff für Bordelektronik. Nach dessen Außerdienststellung 1947 wurde er mit seinen Schiffkameraden auf das Testschiff USS Mississippi (BB-41) versetzt. Ende 1948 wurde er auf die USS Pomfret (SS-391) versetzt, wo er bis 1951 blieb. Bis Ende 1952 durchlief Carter mehrere Offiziersposten auf der USS Barracuda (SSK-1) und wurde dann von Hyman Rickover zur Atom-U-Boot-Flotte geholt. Er begann ein Studium der Kernphysik und des Ingenieurwesens am Union College im Staat New York und sollte auf der USS Seawolf (SSN-575) dienen.

Nach dem Tod seines Vaters 1953 verließ er aber die Marine, um die familieneigenen Erdnuss- und Baumwollplantagen sowie das familieneigene Unternehmen mit Lagerhäusern zu übernehmen. 1952 beteiligte er sich an den Aufräumarbeiten nach dem Störfall im Kernkraftwerk Chalk River.

Prägend für ihn ist seine tiefe Verwurzelung im christlichen Glauben.[1] So arbeitet er als langjähriger Diakon einer Baptistengemeinde bis heute in der Sonntagsschule für Erwachsene und im Predigtdienst mit, wodurch die Gemeinde jährlich zehntausend Besucher von auswärts hat.[2] Der sozial-konservativen Haltung der Southern Baptists steht er jedoch kritisch gegenüber und hat sie daher inzwischen verlassen. Als konkreten Austrittsgrund nennt er die Diskriminierung von Frauen.[3][4]

Mit seiner Frau Rosalynn hat Jimmy Carter drei Söhne: Chip, Jeff und Jack sowie eine Tochter, Amy. Jack Carter (* 1947) bewarb sich 2006 im Bundesstaat Nevada als Kandidat der Demokraten erfolglos um einen Sitz im US-Senat. Der Sohn von Jack und Enkelsohn von Jimmy, Jason Carter, ist seit 2010 Mitglied des Senats von Georgia und 2014 Kandidat der Demokratischen Partei für das Amt des Gouverneurs von Georgia.

Frühe politische Karriere und Gouverneur von Georgia[Bearbeiten]

Carter begann seine politische Karriere im Gemeindeschulrat von Plains. In den 1960er Jahren saß er für zwei Wahlperioden im Senat von Georgia. Er setzte sich für fiskalische Zurückhaltung ein, vertrat gemäßigt progressive Ansichten gegenüber der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und galt in sozialen Fragen als liberal.

1966 kandidierte er für den Posten des Gouverneurs von Georgia, scheiterte aber. 1970 kandidierte Carter erneut. In seinen Wahlkampfauftritten unterstützte er den aufgrund seines starken Eintretens für die Rassentrennung umstrittenen Gouverneur von Alabama, George Wallace. Wahlkampfhelfer Carters teilten tausende von Fotos aus, die seinen Gegenkandidaten und früheren Gouverneur, den liberalen Carl Sanders, im freundlichen Beisammensein mit schwarzen Basketballspielern zeigten. Carter versprach, einen erklärten Segregationisten wieder in das „State Board of Regents“ zu berufen. Ebenfalls versprach er, als erste Amtshandlung George Wallace zu einer Rede nach Georgia einzuladen. Vor allem weiße Anhänger der Rassentrennung wählten Carter schließlich zum Gouverneur.

Nach seiner Wahl allerdings stellte Carter in Reden fest, dass die Zeit der Rassentrennung vorüber sei und dass Rassendiskriminierung keinen Platz in der Zukunft des Staates habe. Er war der erste Amtsinhaber auf Bundesstaatenebene aus den Südstaaten, der ein derartiges Statement öffentlich abgab. Noch wenige Jahre vorher hatte eine solche Erklärung für den Bürgermeister von Atlanta, Ivan Allen, das Ende seiner Karriere bedeutet. Carters Position wurde US-weit als Zeichen sich ändernder Zeiten aufgefasst. Carter setzte sich auch organisatorisch dafür ein, die Rassentrennung aufzuheben, und reorganisierte in diesem Sinne die Staatsverwaltung. Bei der folgenden Gouverneurswahl konnte er nicht wieder antreten, da zwei direkt aufeinander folgende Amtszeiten als Gouverneur damals in Georgia nicht zulässig waren.

Carter (links) während einer der Fernsehdebatten mit Präsident Ford am 23. September 1976

Präsidentschaftskandidatur 1976[Bearbeiten]

In den Vorwahlen setzte er sich als Kandidat der Demokraten für die Präsidentschaftswahlen 1976 durch. Die Watergate-Affäre war zu dieser Zeit jedoch noch das beherrschende Thema der öffentlichen Diskussion und schadete dem Amtsinhaber Gerald Ford entsprechend – Carters Außenseiterposition und die Tatsache, dass er bislang in der nationalen Politik nicht präsent war, gerieten ihm plötzlich zum Vorteil. Sowohl sein Wahlkampf als auch seine Präsentation in Debatten wurden allgemein als sehr gekonnt angesehen. Zentrales Thema seines Wahlkampfs war die Reorganisation der Regierung. Carter war der erste Kandidat aus dem tiefen Süden (Deep South) (South Carolina, Georgia, Alabama, Mississippi, Louisiana) seit dem amerikanischen Bürgerkrieg, der eine Präsidentenwahl gewann. Er setzte sich mit 50 zu 48 Prozent gegen Präsident Ford durch. Im Electoral College konnte er 297 Wahlmännerstimmen erzielen, während auf Ford 240 entfielen. Das Endergebnis fiel damit jedoch knapper als lange Zeit erwartet aus.

Während des Wahlkampfs gab Carter Robert Scheer von der Zeitschrift Playboy ein Interview für die Ausgabe vom November 1976, die nur wenige Wochen vor der Wahl im Umlauf kam. Er ist nach wie vor der einzige US-Präsident, der dieser Zeitschrift ein Interview gewährt hat.

Präsidentschaft (1977–1981)[Bearbeiten]

US-Präsident Jimmy Carter und König Hussein I. von Jordanien am 25. April 1977 im Weißen Haus
Präsident Carter während einer Rede vor dem Kongress, 1978
Carter am Telefon im Oval Office, November 1978
Carter im Wahlkampf 1980

Nach dem Wahlsieg über Gerald Ford trat er am 20. Januar 1977 seine Präsidentschaft mit Walter Mondale als Vizepräsident an. Er begann seine Amtstätigkeit mit Reformen des Zuständigkeitsumfanges verschiedener Ministerien. Außenpolitisch war er erfolgreich bei der Vermittlung zwischen Ägypten und Israel, die 1978 zum Abkommen von Camp David und im Jahr darauf zum israelisch-ägyptischen Friedensvertrag führten. Ebenso geht der Abschluss des SALT-II-Vertrags mit der UdSSR (der jedoch nie ratifiziert wurde) auf seine Arbeit zurück, sowie die Übergabe der Kontrolle des Panama-Kanals an Panama. Ein weiterer Akt war die Einstellung der Unterstützung des Diktators Anastasio Somoza Debayle in Nicaragua. Unter seiner Regierung wechselten die diplomatischen Beziehungen von Taiwan, das bis dahin als Vertreter des chinesischen Volkes behandelt worden war, zur Volksrepublik China.

Das Jahr 1979 kann als Anfang vom Ende der politischen Laufbahn Carters betrachtet werden. Entscheidender als seine anfänglichen Erfolge wurde sein Verhalten während der Geschehnisse jenes Jahres, die schließlich zu seiner Niederlage gegen Ronald Reagan führen sollten. So warf man ihm eine zu große Rücksichtnahme auf die US-Nuklearindustrie beim Umgang mit dem offiziellen Untersuchungsbericht zum Three-Mile-Island-Zwischenfall bei Harrisburg, Pennsylvania vor und kritisierte die fortgesetzte Unterstützung für Indonesien trotz des Genozids in Osttimor.

Im Januar 1979 erreichte auch die Krise im Iran ihren Höhepunkt. Nach der Konferenz von Guadeloupe wurde die Machtergreifung Ajatollah Chomeinis im Rahmen der Islamischen Revolution durch Präsident Carter toleriert. In der Carter-Administration wurde die Destabilisierung und schließlich der Sturz der Schahregierung insgeheim begrüßt, da der Schah in den letzten Jahren seiner Herrschaft zunehmend Bestrebungen zeigte, den Einfluss der USA und Großbritanniens auf sein Land in kleinen Schritten zurückzufahren. Nachdem Carter Schah Mohammad Reza Pahlavi zur Behandlung seiner Krebserkrankung in die USA hatte einreisen lassen, kam es zur Geiselnahme von Teheran, bei der über 50 Amerikaner von 400 iranischen Studenten der Gruppierung Daneshjuyane Khate Emam („Studenten, die der Linie des Imam folgen“) in der US-Botschaft in Teheran gefangengehalten wurden. Nach dem Scheitern eines unglücklichen Stoßtruppunternehmens zur Befreiung der Geiseln (Operation Eagle Claw) sank das Ansehen des Präsidenten auf einen Tiefpunkt. Die Geiselnahme sollte letztlich 444 Tage dauern und endete ironischerweise wenige Minuten nach der Amtseinführung des neu gewählten Präsidenten Ronald Reagan am 20. Januar 1981.

Nach der Islamischen Revolution im Iran erfolgte der Einmarsch der UdSSR in Afghanistan, dem er die Carter-Doktrin folgen ließ, die vorsah, dass alle Aktivitäten ausländischer Mächte in der Golf-Region speziell im Iran und Irak, als aggressiver Akt gegen die Interessen der USA gesehen und entsprechend – auch militärisch – geahndet würden („Jeder Versuch einer auswärtigen Macht, die Kontrolle über den Persischen Golf zu erlangen, wird als Angriff auf die zentralen Interessen der USA betrachtet und ... mit allen erforderlichen Mitteln, einschließlich militärischer, zurückgeschlagen werden“). Einer der wichtigsten Berater Carters zu diesem Zeitpunkt war Zbigniew Brzeziński (Assistant to the President for National Security Affairs), der für Sicherheitsfragen zuständig war. Dazu führte er wieder die Registrierung von Wehrpflichtigen ein und sorgte dafür, dass die USA und einige andere westliche Staaten die Olympischen Spiele 1980 in Moskau boykottierten. Doch dieser Versuch, Härte zu zeigen, wurde von der amerikanischen Bevölkerung mehrheitlich nicht honoriert und vielmehr als Eingeständnis des Scheiterns von Carters bisheriger Außenpolitik aufgefasst.

Am 15. Juli 1979 gab Carter in einer landesweit ausgestrahlten Fernsehrede seine Meinung über die Stimmung in der Bevölkerung wieder, kritisierte den zunehmenden Materialismus und Konsumismus der amerikanischen Bevölkerung und forderte harte Maßnahmen zur Lösung der Energiekrise. Die als „malaise speech“ bekannt gewordene Rede, die letztlich eine Reaktion auf fehlerhafte Meinungsumfragen darstellte, wurde in der Bevölkerung und von den Medien zunächst positiv aufgenommen. Einer Umfrage am 16. Juli zufolge stieg die Beliebtheit von Carter kurzzeitig um 11 %.[5] Als Carter jedoch wenige Tage später einige Mitglieder seines Kabinetts entließ, wurden ihm Führungsschwäche und Pessimismus vorgeworfen. Die Hoffnungen der Demokratischen Partei auf eine mögliche Wiederwahl Carters sanken, nicht zuletzt aufgrund des öffentlich wahrgenommenen Kontrastes zwischen dem nachdenklichen Carter und seinem sehr optimistisch auftretenden Gegner Ronald Reagan.[6]

Etliche seiner Landsleute, besonders die Mitstreiter seines republikanischen Herausforderers Ronald Reagan, warfen ihm während des Präsidentschaftswahlkampfes 1980 vor, sich dem Volk entfremdet zu haben. Carter erlitt bei der Wahl am 4. November 1980 eine herbe Niederlage gegen Reagan: Er erhielt 41 Prozent der Wählerstimmen, während sich für seinen Herausforderer 51 Prozent aussprachen. Im Electoral College fiel das Ergebnis mit 489 gegenüber 49 Wahlmännern noch deutlicher aus. Neben Washington, D.C. hatten Carter und Mondale lediglich in Georgia, West Virginia, Minnesota, Maryland sowie Rhode Island eine Mehrheit erhalten, während Reagan und sein Running Mate George H. W. Bush in allen anderen Staaten die Mehrheit der Stimmen erzielten. Wahlsieger Ronald Reagan löste Carter turnusgemäß am 20. Januar 1981 im Präsidentenamt ab.

Carter war seit Ende des Zweiten Weltkrieges der einzige US-Präsident, unter dessen Regierung die USA in keine offene kriegerische Auseinandersetzung verwickelt waren.

Internationaler Vermittler und Friedensnobelpreis[Bearbeiten]

Jimmy Carter im Jahr 2007

Nach seiner Wahlniederlage war Carter in zahlreiche Aktivitäten involviert, die Menschenrechte, Demokratie und Wohltätigkeit fördern sollen. Während seine Präsidentschaft allgemein als überwiegend gescheitert gilt, hat er sich in den folgenden Jahrzehnten international großes Ansehen durch intensives humanitäres Engagement erworben.

Unter anderem gründete er das Carter Center für Menschenrechte und war seither, meist als Privatmann, als Vermittler in verschiedenen Konflikten unterwegs. Ebenso war er als Wahlbeobachter, insbesondere in lateinamerikanischen und afrikanischen Staaten, tätig und setzte sich dort aktiv für Gesundheitsfürsorge ein. Zudem arbeiten er und seine Frau Rosalynn Carter gemeinsam für Habitat for Humanity. In Afrika (Togo, Ghana u. andere Länder) wurde durch die Tätigkeit Carters der Guineawurm, eine Wurmerkrankung, die zu schwerem Siechtum führen kann und unbehandelt oft tödlich endet, so weit zurückgedrängt, dass man mittlerweile von ca. 4 Millionen Menschen ausgeht, die durch das Engagement Carters von dieser Krankheit geheilt wurden. Unter anderem setzte er sich massiv und erfolgreich dafür ein, dass die Pharmaindustrie die dafür erforderlichen Medikamente, die keine ausreichende Gewinnspanne versprachen, überhaupt herstellte. Seit dem Beginn von Carters Engagement 1986 sank die Zahl der jährlich gemeldeten Fälle von über 2 Millionen auf wenige Hundert im Jahr 2012.

Erneut in die Schlagzeilen geriet er 1994 durch Vermittlerdienste in Haiti und in Bosnien-Herzegowina. Später besuchte er als erster ehemaliger US-Präsident seit 1959 Kuba. Im Mai 2002 traf er sich sogar mit Fidel Castro. Für seine Bemühungen um Frieden und die Einhaltung der Menschenrechte erhielt Carter 2002 den Friedensnobelpreis. Er war damit nach Theodore Roosevelt und Woodrow Wilson der dritte US-Präsident, dem diese Auszeichnung zugesprochen wurde.

Carter im Februar 2011 in der Johnson Präsidentenbibliothek

Carter kritisierte 2004 George W. Bush und Tony Blair, die den Dritten Golfkrieg gegen den Irak fundiert auf „Lügen und Fehlinterpretationen“ begonnen und damit „amerikanische“ bzw. „westliche Werte geopfert“ hätten.

Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Im Dezember 2006 entbrannte in den USA eine heftige, vor allem in den Medien ausgetragene Kontroverse um Carters neuestes Buch Palestine: Peace, not Apartheid, in dem er Israel die Hauptschuld für den ungelösten Palästinakonflikt gibt. Während er die Vorgehensweise Israels als unmenschlich und völkerrechtswidrig brandmarkt, beschuldigt er sein eigenes Land der unkritischen Parteinahme für die Interessen Israels.

Im Frühjahr 2007 ging auch der Jura-Professor Alan M. Dershowitz, in jungen Jahren ein Wahlkampfhelfer Carters, auf Abstand zu seinem einstigen Idol, nachdem bekannt wurde, dass Carter starke finanzielle Verbindungen in die arabischen Öl-Staaten unterhält, insbesondere zu Saudi-Arabien, sowie zu dortigen Kreisen, denen Dershowitz Antisemitismus vorwirft.[7]

Im August 2010 erreichte er auf einer (wie ein Sprecher der amerikanischen Regierung betonte) privaten Reise nach Nordkorea im Gespräch mit dem stellvertretenden Machthaber Kim Yŏng-nam die Freilassung des wegen illegaler Einreise zu acht Jahren Zwangsarbeit verurteilten Amerikaners Aijalon Mahli Gomes.[8]

Jimmy Carter ist Mitglied der Organisation The Elders.[9][10]

Sonstiges[Bearbeiten]

Am 7. September 2012 überholte Jimmy Carter Herbert Hoover als US-Präsident, der nach Ablauf seiner Amtszeit am längsten lebte.

Jimmy Carter setzte sich im Verlauf der Protestaktionen gegen die Vollstreckung des Todesurteils bezüglich des Afroamerikaners Troy Davis unter anderem auch mit einem persönlichen Brief an den Begnadigungsausschuss des US-Bundesstaates Georgia (Georgia Pardons and Parole Board) für den Verurteilten ein.[11] Alle Bemühungen scheiterten jedoch letztendlich und das Todesurteil wurde in den Abendstunden des 21. Septembers 2011 vollstreckt.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Carter mit einem Modell des nach ihm benannten U-Bootes (1998)

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Why Not the Best? (1975 and 1996); deutsch: Das Beste geben. Der Mann aus Georgia über sich selbst (Kassel und Wuppertal 1976)
  • A Government as Good as Its People (1977 und 1996)
  • Keeping Faith: Memoirs of a President (1982 und 1995)
  • Negotiation: The Alternative to Hostility (1984)
  • The Blood of Abraham (1985 und 1993)
  • Everything to Gain: Making the Most of the Rest of Your Life (1987 und 1995), mit Rosalynn Carter
  • An Outdoor Journal (1988 und 1994)
  • Turning Point: A Candidate, a State, and a Nation Come of Age (1992)
  • Talking Peace: A Vision for the Next Generation (1993 und 1995)
  • Always a Reckoning (1995), Gedichtsammlung, illustriert von seiner Enkelin; deutsch-englische Ausgabe: Angesichts der Leere (2005), Bonn, Weidle Verlag; ISBN 978-3-931135-87-4
  • The Little Baby Snoogle-Fleejer (1995), Kinderbuch, illustriert von seiner Tochter
  • Living Faith (1996)
  • Sources of Strength: Meditations on Scripture for a Living Faith (1997)
  • The Virtues of Aging (1998)
  • An Hour before Daylight: Memories of a Rural Boyhood (2001)
  • Christmas in Plains: Memories (2001)
  • The Nobel Peace Prize Lecture (2002)
  • The Hornet’s Nest (2003), ein Historischer Roman
  • Our Endangered Values America’s Moral Crisis (Juli 2006)
  • Palestine Peace Not Apartheid (November 2006)

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • John Dumbrell: The Carter Presidency. 1993
  • Erwin C. Hargrove: Jimmy Carter as President. 1988
  • Charles O. Jones: The Trusteeship Presidency. 1988
  • Herbert A. Rosenbaum, Alexander Ugrinsky (Hrsg.): The Presidency and Domestic Policies of Jimmy Carter. 1994
  • Herbert A. Rosenbaum, Alexander Ugrinsky (Hrsg.): Jimmy Carter: Foreign Policy and Post-Presidential Years. 1994

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jimmy Carter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikiquote: Jimmy Carter – Zitate (Englisch)
 Wikisource: Jimmy Carter – Quellen und Volltexte (englisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. whoswho.de: Jimmy Carter
  2. mbcplains.com: Maranatha Baptist Church
  3. CNN.com – Jimmy Carter breaks lifelong ties to Southern Baptists – October 20, 2000
  4. blogher.com – Jimmy Carter leaves Southern Baptist church in protest to treatment of women
  5. Days of Malaise. Ohio University, 14. Oktober 2009.
  6. politico.com: Jimmy Carter's 'Malaise' speech wears well
  7. The Real Jimmy Carter, frontpageMagazine.com, 30. April 2007 [1]
  8. Informationen von tagesschau.de
  9. The Elders :: theElders.org
  10. Jimmy Carter :: theElders.org
  11. Jimmy Carter: Letter for Troy Davis. Jimmy Carter, 16. Mai 2011, abgerufen am 25. Dezember 2013 (PDF; 54 kB, englisch).
  12. Offizielle Homepage des Baptistischen Weltbundes; eingesehen am 29. Oktober 2009
  13. List of previous recipients. United Nations Human Rights, 2. April 2008, abgerufen am 29. Dezember 2008 (PDF; 43 kB, englisch).
  14. President Jimmy Carter: 2007 Recipient of The Ridenhour Courage Prize. Ridenhour.org, 2007, abgerufen am 27. Februar 2012 (englisch).
  15. New Fish Species Discovered: Roosevelt, Carter, Clinton, Gore and Obama. Sci-news.com vom 19. November 2012. Abgerufen am 7. Juni 2013.