James Gambier

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James Gambier

Lord James Gambier (* 13. Oktober 1756 auf den Bahamas; † 19. April 1833 in Ivor bei Uxbridge) war ein britischer Admiral.

Leben[Bearbeiten]

Gambier ging bereits mit elf Jahren zur See, wo er zunächst auf dem Schiff seines Onkels fuhr. Er wurde bereits 1778 Kapitän zur See. Im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg wurde sein Name zuerst 1780 bei der Bezwingung Charlestons genannt. Ebenso zeichnete er sich 1781 durch die Vereitelung der französischen Operation gegen Jersey aus.

Beim Beginn des Krieges zwischen Frankreich und Großbritannien 1793 hatte er wesentlichen Anteil an der Schlacht vor dem englischen Kanal am 1. Juni 1794, wo die Briten den Franzosen sieben Linienschiffe abnahmen und ein achtes zum Sinken brachten. 1795 wurde Gambier zum Konteradmiral ernannt und in die Admiralität berufen. Historische Berühmtheit erlangte er als Oberbefehlshaber der britischen Flotte durch die Beschießung von Kopenhagen zwischen dem 2. und 5. September 1807, die mit der Einnahme von Kopenhagen und der Wegnahme der gesamten dänischen Flotte endete, die aus 17 Linienschiffen, 21 Fregatten sowie 25 Kanonenbooten bestand. Gambier überführte sie mitsamt den Vorräten aus den Arsenalen nach Großbritannien. Für diese mit großer Energie und Schnelligkeit, aber auch umso größerer Schonungslosigkeit ausgeführte Tat wurde er zum Baron erhoben.

1808 fügte er als Befehlshaber der Kanalflotte den Franzosen bei Île d’Aix bedeutenden Schaden zu. 1811 verließ er den Dienst und wurde 1814 Vorsitzender der Kommission, die am 24. Dezember in Gent den Frieden mit den Vereinigten Staaten zustande brachte.

James Gambier starb am 19. April 1833 in Ivor bei Uxbridge.

Weblinks[Bearbeiten]