James Harold Doolittle

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James Harold Doolittle (* 14. Dezember 1896 in Alameda, Kalifornien; † 27. September 1993 in Pebble Beach, Kalifornien) war Pilot und ein General der United States Air Force. Er wurde bekannt durch hervorragende fliegerische Leistungen und einen frühen Luftangriff auf Tokio während des Pazifikkriegs am 18. April 1942, dem sogenannten Doolittle-Raid.

General James Harold Doolittle
General Doolittle mit Werbeposter für das US Army Air Corps

Leben[Bearbeiten]

Nach Absolvierung der High School und des Los Angeles Junior College studierte er an der Universität von Kalifornien. Doolittle war ein begabter Boxer und holte sich den Amateurmeistertitel der Westküste im Fliegengewicht. 1917 trat er der US Army bei, machte dort eine Flugausbildung und trainierte während des Ersten Weltkriegs im Lieutenant-Rang neue Flugschüler in Luftverteidigung und Taktik.

In den 1920er Jahren erlangte Doolittle erste Berühmtheit durch sein fliegerisches Talent. Im September 1922 unternahm er einen Transkontinentalflug, bei dem er mehrere Rekorde brach. Er gewann mehrere Flugtrophäen, so 1925 die Schneider-Trophy, und spielte eine herausragende Rolle bei der Entwicklung des Instrumentenflugs. Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) verlieh ihm Mitte der 1920er die Doktorwürde.

Lieutenant Doolittle beendete 1930 seine aktive Zeit, blieb aber als Reserveoffizier in der Army. In der Privatindustrie beschäftigte er sich mit der Weiterentwicklung von Flugkraftstoffen und 1940 wurde er Präsident des Institute of Aeronautical Science.

Mitte 1940 wurde er wieder aktiv in der Army. Seine Aufgabe war die Umstellung der amerikanischen Automobilindustrie auf die Rüstungsproduktion.

Air-Force-General Henry H. Arnold beauftragte Lieutenant Colonel Doolittle 1942 mit der Ausarbeitung eines möglichen Luftangriffs auf Japan. Diese am 18. April 1942 ausgeführte Operation wurde unter der Bezeichnung Doolittle-Raid bekannt. Für seinen Erfolg wurde ihm die Medal of Honor verliehen und er wurde zum Brigadegeneral befördert.

Im weiteren Verlauf des Zweiten Weltkriegs kommandierte er Teile der US Air Force in Nordafrika und dem Mittelmeerraum als Lieutenant General (Twelfth Air Force, Northwest African Strategic Air Force, Fifteenth Air Force). Zwischen dem 6. Januar 1944 und dem 9. Mai 1945 war er Oberbefehlshaber der Eighth Air Force in England. Sie sollte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa, in den Fernen Osten verlegt werden. Dies kam wegen des Kriegsendes jedoch nicht mehr zustande.

Nach Kriegsende arbeitete er weiter in der Industrie. 1985 wurde er in den Rang eines 4-Sterne-Generals erhoben. James Harold Doolittle verstarb 1993 und wurde mit militärischen Ehren auf dem Nationalfriedhof Arlington beigesetzt.

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

James Harold Doolittle war ein Mitglied im Bund der Freimaurer, seine Loge war die Hollenbeck Lodge #3 19 in Los Angeles.[1][2]

Trivia[Bearbeiten]

Im Spielfilm Pearl Harbor wird Doolittle von Alec Baldwin verkörpert.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Auswahl der Dekorationen, sortiert in Anlehnung der Order of Precedence of Military Awards:

Viele andere Staaten verliehen ihm nach dem Krieg hohe Auszeichnungen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: James Harold Doolittle – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Doolittle, Freimaurer, Lemma Congressional Medal of Honor. Website der John Warren Lodge (Famous Or Well Known Masons) Abgerufen am 31.März 2011
  2.  Die Hand zum Bunde. In: Der Spiegel. Nr. 25, 1950, S. 14 (22. Juni 1950, online).