James Ivory

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Dieser Artikel behandelt einen US-amerikanischen Filmregisseur. Für den gleichnamigen Mathematiker siehe James Ivory (Mathematiker).

James Francis Ivory (* 7. Juni 1928 in Berkeley (Kalifornien)) ist ein US-amerikanischer Filmregisseur.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Der Sohn einer wohlhabenden Holzhändler-Familie wuchs in Oregon auf. Er besuchte die USC Film School, wo er auch seinen ersten Dokumentarfilm drehte, finanziert durch Geldgeschenke seines Vaters. Bei der Vorführung eines Dokumentarfilms über indische Miniaturmalerei auf dem indischen Konsulat von New York City lernte Ivory den schon etwas erfahreneren Filmemacher Ismail Merchant kennen. Daraus entstand sowohl eine berufliche Partnerschaft als auch eine private Lebensgemeinschaft.[1] Insgesamt entstanden über 20 Filme unter Beteiligung von Merchant als Produzent und Ivory als Regisseur. Diese private und berufliche Beziehung hielt bis zu Merchants Tod im Jahre 2005. Schon beim ersten gemeinsamen Projekt The Householder war das Drehbuch von Ruth Prawer Jhabvala, die für fast alle gemeinsamen Produktionen als Autorin arbeitete. Bis auf die Rolle der Olive Chancellor (Vanessa Redgrave) in Die Damen aus Boston und den Film Maurice spielen homosexuelle Figuren oder Themen in den gemeinsamen Produktionen keine besondere Rolle.[1]

Ivory wurde ab den 1980er Jahren einem breiteren Kinopublikum mit aufwendigen und stilsicheren[1] Verfilmungen literarischer Vorlagen vor allem aus England bekannt. Das Interesse gilt dabei vor allem interkulturellen Konflikten, Unterdrückung von Individuen und Klassenunterschieden.

Zu seinen erfolgreichsten Werken zählen Zimmer mit Aussicht (1985), Wiedersehen in Howards End (1992) und Was vom Tage übrig blieb (1993). Für diese Filme wurde Ivory jeweils als bester Regisseur für einen Oscar nominiert.

Seit dem Film Die Europäer aus dem Jahre 1979 arbeitete Ivory praktisch ununterbrochen mit dem US-amerikanischen Komponisten Richard Robbins zusammen.

Filmographie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Axel Schock & Karen-Susan Fessel: OUT! - 800 berühmte Lesben, Schwule und Bisexuelle, Querverlag, Berlin 2004, ISBN 3-89656-111-1