James Lenox

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James Lenox auf einer Fotografie um 1870

James Lenox (* 19. August 1800 in New York City; † 17. Februar 1880 ebenda) war ein US-amerikanischer Rechtsanwalt, Bibliophiler, Sammler und Mäzen.

Leben[Bearbeiten]

James Lenox war der einzige Sohn von Robert Lenox, einem wohlhabenden schottischen Kaufmann in New York, von dem er ein Vermögen von mehreren Millionen Dollar und 30 Hektar Land zwischen der Vierten und Fünften Avenue im Jahr 1839 erbte. Er studierte am Columbia College Jura und wurde als Rechtsanwalt zugelassen, übte den Beruf jedoch nie aus. Nach dem Tod seines Vaters gab er die Arbeit ganz auf. Er reiste in das Ausland und nach Europa und begann mit dem Sammeln von seltenen Büchern und Kunstwerken. Ein halbes Jahrhundert widmete er den größten Teil seiner Zeit und sein Talent zum Aufbau einer Bibliothek und Gemäldegalerie, die bald den Wert jeder privaten Sammlung in der Neuen Welt übertraf. Diese, zusammen mit vielen seltenen Handschriften, Marmor-Büsten und Statuen, Mosaiken, Gravuren und Kuriositäten, übergab er 1870 der Stadt New York City zusammen mit einem großen Gebäude, das er zu ihrer Erhaltung errichten ließ. Die Lenox Library stand auf den Kamm des Hügels, an der Fifth Avenue, zwischen 70. und 71. Straße, mit Blick auf den Central Park. Sie kostete 450.000 Dollar und das Land dazu wurde auf den gleichen Betrag geschätzt. Die Außenwände waren feuerfest aus Lockport-Kalkstein. Es enthielt vier geräumige Lesesäle, sowie eine Galerie für Gemälde und Skulpturen. Am 23. Mai 1895 wurde die Lenox Library mit der Astor Library und der Tilden Stiftung zur Bildung der New York Public Library zusammengelegt.

Sammlung[Bearbeiten]

Lenox erwarb 1847 eine Gutenberg-Bibel diese war die erste in den USA. Die Sammlung von Bibeln darunter eine Mazarin, die Americana, Inkunabeln und Shakespeariana übertrafen die aller anderen amerikanischen Bibliotheken, öffentlich oder privat. Die Sammlung wurde mit fast einer Million Dollar und 900.000 für das Land und die Gebäude und Stiftungen auf über 2.000.000 Dollar geschätzt. Im Jahr 1913 wurde die Sammlung der Bibliothek umgelagert. Heute ist hier die Frick Collection auf dem ehemaligen Gelände der Lenox Library.

Die Gutenberg Bibel von James Lenox

Weitere Stiftungen[Bearbeiten]

Lenox war einer der Gründer des Presbyterian Hospital in New York City, er spendet 600.000 Dollar. Er machte auch wichtige Spenden an das Princeton College and Seminary und weitere Gaben vergab er großzügig an zahlreichen Kirchen und Wohltätigkeitsorganisationen der angeschlossenen Presbyterian Church. Lenox war Präsident der American Bible Society, der er ein liberaler Spender war. James Grant Wilson berichtet über mehrere Geschenke an bedürftige Literaten unter der Bedingung, dass Lenox nicht als Spender genannt werden dürfe. Er hat nie geheiratet. Eine Liebe im frühen Leben erfüllte sich nicht und so blieb er Single. Dieses Ereignis erhöhte seine eigentümlichen zurückhaltende Gewohnheiten, er lebte wie ein Einsiedler, nie trat er in der New Yorker Gesellschaft auf der er durch Geburt angehörte und die den Anschluss gern gesehen hätte. Er lehnte angebotene Besuche der bedeutendsten Männer der Alten und der Neuen Welt ab.

Ehrungen[Bearbeiten]

Porträts von Lenox wurden gemalt von Francis Grant im Jahr 1848, und George Peter Alexander Healy drei Jahre später. Er wurde von Daniel Huntington gemalt im Jahr 1874. Im Jahr 1855 gab es 19 Millionäre in New York, er war das drittreichste Mann in New York und besaß etwa 3 Millionen Dollar. Er wurde bestattet auf dem New York City Marble Cemetery. [1] Zwei seiner sieben Schwestern überlebten ihn. Henrietta Lenox gab der Lenox Library 22 wertvolle angrenzende Grundstücke und 100.000 Dollar für den Kauf weiterer Bücher. Die Lenox Avenue in Harlem ist nach James Lenox benannt.

Literatur[Bearbeiten]

  1. Appletons' Cyclopædia of American Biography/Lenox, James

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Webseite findagrave Kurzbiografie