Jan August Vitásek

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Jan Matyas Nepomuk August Vitásek' (deutsch: Johann Nepomuk August Wittassek; * 20. Februar 1770 in Hořín bei Mělník; † 7. Dezember 1839 in Prag) war ein böhmischer Komponist und Pianist.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Nach ersten musikalischen Unterweisungen bei seinem Vater studierte er ab 1786 Komposition in Prag und wirkte danach dort als Komponist und angesehener Pianist. Am 1. April 1814 übernahm der die Stelle als Domkapellmeister an St. Veit und war weiterhin auch als Direktor der Prager Orgelschule aktiv. Sein Ruf drang bis nach Wien, er lehnte jedoch die Stelle als Domkapellmeister am dortigen Stephansdom ab. Die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien ernannte ihn 1837 zum Ehrenmitglied. Er war Anfang des 19. Jahrhunderts eine der führenden Personen im Musikleben Prags.

Werke[Bearbeiten]

Er schuf Orchesterwerke, Instrumentalkonzerte, Kammermusik, Klavierwerke und viele kleinere Kompositionen. Daneben liegen von ihm auch etliche kirchenmusikalische Kompositionen vor, darunter einige Messen und Requiem. Sein Stil war einfach und eingängig.

Literatur[Bearbeiten]

  • Constantin von Wurzbach: Wittásek, Johann Nepomuk August. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. Band 57. Verlag L. C. Zamarski, Wien 1889, S. 152–154 (Digitalisat).
  • Max Dietz: Wittasek, Johann Nepomuk August. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 43, Duncker & Humblot, Leipzig 1898, S. 586 f.
  • Jana Perutková-Dvořáková, Ein böhmischer Musiker Johann Nepomuk August Vittassek im Licht der tschechisch-österreichischen Gegenseitigkeit in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts, in: Colloquium. 1. Aufl. Brno: Masarykova univerzita 1997, S. 214–217. ISBN 80-210-1625-6.
  • Jana Perutková-Dvořáková, Johann Nepomuk August Vittassek (1770–1839) – ein bedeutender böhmischer Komponist der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts, in: Musica Austriaca. Wien, Salzburg : Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien, 1997, S. 163–168. 16. ISBN 3-900270-41-4.
  • Jana Perutková, Jan Nepomuk August Vitásek (Johann Witassek) und die stilistischen Merkmale seines kirchenmusikalischen Schaffens, in: Prof. Jiří Fukač – Festschrift. 1. Aufl. Hradec Králové : Gaudeamus, 1998, S. 108–112. ISBN 80-7041-674-2.
  • Jana Perutková, Johann Nepomuk August Wittassek – ein vergessener Kirchenkomponist und Prager Domkapellmeister, in: Musikgeschichte in Mittel- und Osteuropa. 1. Aufl. Chemnitz : Technische Universität, 1998, S. 125–129. Heft 2. ISBN 3-926196-30-0.

Weblinks[Bearbeiten]