Jan Erik Schulte

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Jan Erik Schulte (* 1966 in Letmathe, Stadt Iserlohn) ist ein deutscher Historiker mit den Forschungsschwerpunkten Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust, Internationale Geschichte und Kanadische Zeitgeschichte sowie Erinnerungskultur nach 1945.

Leben[Bearbeiten]

Schulte studierte von 1987 bis 1993 Geschichte, Volkswirtschaftslehre und Neugermanistik an der Ruhr-Universität Bochum und der University of Liverpool (Erasmus-Programm). 1999 erfolgte die Promotion an der Universität Bochum mit einer Arbeit über „Verwaltung des Terrors. Entwicklung und Tätigkeit der Verwaltungs- und Wirtschaftsämter der SS 1933–1945“. Er war wissenschaftlich verantwortlich für den Ausstellungsbereich „Allgemeine Geschichte der SS“ bei der Neukonzeption der Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“ in der Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933–1945 im Kreismuseum Wewelsburg. Nach seiner Promotion arbeitete er als Vertragshistoriker für das kanadische Justizministerium in der „Crimes Against Humanity and War Crimes Section“ mit Sitz in Ottawa, als Sekretär des Internationalen Gedenkstättenkomitees „International Committee of Memorial Museums in Remembrance of the Victims of Public Crimes“ (IC MEMO) und als Lehrbeauftragter an der Universität Bochum. Seit März 2010 ist er Mitarbeiter am Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung in Dresden. Seit April 2014 ist er Leiter der Gedenkstätte Hadamar. [1]

Schulte ist Autor und Herausgeber mehrerer Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus, im Besonderen zur Schutzstaffel (SS).[2] So forschte er zum SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt (WVHA), über das er mehrere Aufsätze und eine Monografie verfasst hat.[3]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "Neuer Leiter der Gedenkstätte Hadamar" nnp.de, abgerufen am 28.08.14
  2. Stiftung Topographie des Terrors; abgerufen am 9. Dezember 2012.
  3. Aufsätze: Jan Erik Schulte: Die Konvergenz von Normen- und Maßnahmenstaat: Das Beispiel SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamt, 1925–1945. In: Wolf Gruner, Armin Nolzen (Hrsg.): Bürokratien, Initiative und Effizienz. Berlin 2001, S. 151–188 (Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus, Band 17); Jan Erik Schulte, Das SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamt – Zentrale der Zwangsarbeit von KZ-Häftlingen. In: Ulrike Winkler (Hrsg.): Stiften gehen. NS-Zwangsarbeit und Entschädigungsdebatte. Köln 2000, S. 85–107.
  4. FAZ / Klaus Hildebrand: Keine Selbstzerstörung in Schwarz (Rezension, 9. November 2001)