Jan Glinker

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Jan Glinker

Glinker 2009

Spielerinformationen
Geburtstag 18. Januar 1984
Geburtsort BerlinDeutschland
Größe 187 cm
Position Tor
Vereine in der Jugend
1992–1999
1999–2001
2001–2002
FC Berlin
Hertha BSC
1. FC Union Berlin
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2002–2005
2002–2014
2014–
1. FC Union Berlin II
1. FC Union Berlin
1. FC Magdeburg
8 (0)
232 (0)
0 (0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2013/14

Jan Glinker (* 18. Januar 1984 in Berlin) ist ein deutscher Fußballtorwart, der beim 1. FC Magdeburg unter Vertrag steht.

Karriere[Bearbeiten]

Jan Glinker begann seine Fußball-Karriere 1992 in der Jugend des FC Berlin, wechselte 1999 von dort zu Hertha BSC, bevor er 2001 zur A-Jugend des 1. FC Union Berlin kam. Ab Juli 2002 gehörte Glinker zum Kader des damaligen Zweitligisten. Dort übernahm er den Posten des dritten etatmäßigen Torwarts von Patrick Vogel hinter Sven Beuckert und Robert Wulnikowski. Zwei Jahre später bestritt er in der Saison 2003/04 sein Debüt für die erste Mannschaft, als sich Wulnikowski im Spiel bei Alemannia Aachen verletzte. Es folgten bis zum Saisonende noch drei weitere Einsätze in der 2. Bundesliga für die „Eisernen“, wobei Glinker die letzten beiden Spiele durchspielen konnte.

Nach dem Abstieg des 1. FC Union in die Regionalliga 2004 und dem damit verbundenen Abgang Wulnikowskis bekam zunächst Marco Sejna den Vorzug vor Glinker. Im Laufe der Saison konnte Sejna seinen Stammplatz jedoch nicht behaupten und Glinker setzte sich endgültig als Stammtorhüter durch. Trotzdem konnte auch er nicht den erneuten Abstieg Unions – diesmal in die NOFV-Oberliga Nord – verhindern. In der Saison 2005/06 gelang dem Verein aber die Rückkehr in die Regionalliga, Glinker kam auf 25 Oberligaeinsätze.

In der Folgesaison hielt Glinker mit der Mannschaft die Klasse und gewann außerdem den Berliner Landespokal. Er selbst hatte einen großen Anteil daran, dass der 1. FC Union mit nur 39 Gegentoren in 36 Spielen die zweitbeste Abwehr der Liga hatte. In der Saison 2007/08 gelang ihm mit Union die Qualifikation für die neue dritte Profiliga und im Jahr darauf als Meister 2009 die Rückkehr in die Zweite Bundesliga. Zu Beginn der Saison 2010/11 bekam Glinker durch die Verpflichtung von Marcel Höttecke mehr Konkurrenz auf der Position des Torhüters. Im Laufe der Saison verlor er seinen Stammplatz an Höttecke, profitierte später aber von einer Verletzung seines Konkurrenten. Insgesamt bestritt Glinker in dieser Spielzeit 19 Ligaspiele. Für die Saison 2011/12 wurde ursprünglich Höttecke von Trainer Uwe Neuhaus als Stammtorwart bestimmt, dieser verletzte sich jedoch zu Saisonbeginn erneut. Glinker nutzte die Chance und stand bis zum Ende der Saison wieder in der Startformation der Unioner.

Mit der Verpflichtung von Daniel Haas als direktem Konkurrenten wurde Glinker zu Beginn der Saison 2012/13 wieder auf die Ersatzbank verdrängt, am 27. Spieltag kam er zu seinem einzigen Saisoneinsatz. Trotzdem war der Torhüter bei den Union-Fans aufgrund seiner Leistungen sehr beliebt und wurde insgesamt viermal (2007 bis 2009, 2012) zum „Unioner des Jahres“ gewählt. Im Februar 2014 gab der 1. FC Union Berlin bekannt, den Vertrag seines dienstältesten Spielers nicht mehr zu verlängern. Seinen Abschied von den Köpenickern gab er am 11. Mai 2014, dem letzten Spieltag der Saison 2013/14, bei 1:1-Unentschieden gegen den TSV 1860 München.

Nach 13 Jahren im Dienst von Union wechselte er zum 1. FC Magdeburg. Dort soll er Publikumsliebling und Stammtorwart Matthias Tischer Konkurrenz machen.[1]

Privates[Bearbeiten]

Jan Glinkers Eltern waren in der DDR sportlich aktiv: Seine Mutter Petra war Leichtathletin, sein Vater Matthias Volleyball-Nationalspieler. Glinkers älter Bruder Sven war ebenfalls Volleyball-Nationalspieler.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Michael Färber: Union plant nicht mehr mit Torwart Jan Glinker; Berliner Morgenpost, 9. Februar 2014, abgerufen am 7. April 2014
  2. Mathias Bunkus: Jan und Sven Glinker, die Familie Balla-Balla. Berliner Kurier, 2. Januar 2005, abgerufen am 20. November 2013.