Jan Pieter Krahnen

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Jan Pieter Krahnen (* 31. August 1954) ist Professor für Kreditwirtschaft und Finanzierung an der Goethe-Universität Frankfurt und Direktor des Center for Financial Studies sowie des LOEWE-Zentrums SAFE.

Leben[Bearbeiten]

Nach einer Banklehre bei der BHF-Bank studierte Krahnen Betriebswirtschaftslehre an der Goethe-Universität Frankfurt, wo er 1984 auch promovierte. Vier Jahre später wurde er an der Freien Universität Berlin habilitiert. Nach Anstellungen an der Universität zu Köln und der Justus-Liebig-Universität Gießen nahm Krahnen 1995 einen Ruf an die Goethe-Universität Frankfurt an. Zeitgleich wurde er auch Direktor des Center for Financial Studies.

Forschung[Bearbeiten]

Schwerpunkte von Krahnens Forschung sind Banken und Finanzintermediäre, Kreditmanagement und Kreditmärkte.

Öffentlicher Einfluss[Bearbeiten]

Von 2008 bis 2012 war Krahnen Mitglied in der Expertengruppe „Neue Finanzmarktarchitektur“, die im Auftrag der Bundesregierung Vorschläge für eine Reform der internationalen Finanzmärkte erarbeiten sollte. Die Kommission unter Vorsitz von Otmar Issing (auch: „Issing-Kommission“) legte insgesamt sechs Berichte vor.[1] Ende 2010 wurde Krahnen in den wissenschaftlichen Beirat des Bundesministeriums der Finanzen berufen. Seit Anfang 2011 gehört er auch dem wissenschaftlichen Beirat der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA in Paris an.

Im Februar 2012 berief EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier Krahnen als einziges deutsches Mitglied in eine Expertengruppe der Europäischen Kommission zu Strukturreformen im europäischen Bankensektor. Die elfköpfige Gruppe unter Vorsitz des Präsidenten der finnischen Zentralbank Erkki Liikanen (auch „Liikanen-Kommission“) legte am 2. Oktober 2012 ihren Bericht vor.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Berichte der Expertenkommission „Neue Finanzmarktarchitektur“
  2. Bericht der Liikanen-Kommission auf der Webseite der Europäischen Kommission

Weblinks[Bearbeiten]