Jan Schüler

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Jan Schüler, Zwischenbilanz I, 2011
Jan Schüler, Große Welt: Amanda an der Rheinschleife bei Boppard, 2000
Jan Schüler, Krieger (Räuber und Prinz), 2012
Jan Schüler, Belziger Straße, 1968 (Maina), 2012

Jan Schüler (* 9. Januar 1963 in Gießen) ist ein deutscher Maler und Grafiker. In seiner Malerei behandelt er klassische Themen wie das Porträt, die Figur in Landschaft und reine Landschaftsdarstellungen.

Leben[Bearbeiten]

Die Eltern Schülers sind der Buchhändler und Verleger Gideon Schüler (* 1925) und die Malerin und Lehrerin Renate Schüler-Lamert (* 1939 in Niesky; † 2006 in Dortmund).[1] Schülers Mutter war von 1956 bis 1961 mit Peter Sorge liiert, der Ende der sechziger Jahre als Zeichner und Grafiker in West-Berlin bekannt wurde.[2]

Von 1985 bis 1992 studierte Jan Schüler an der Kunstakademie Düsseldorf Malerei bei Rissa und als Meisterschüler bei Fritz Schwegler. Während des Studiums trat Schüler auch als Sänger auf, zusammen mit Justus Köhncke.[3] Ab 1995 stand ihm wiederholt die Sängerin Amanda Lear Modell für seine Gemälde.[4] 1996 erhielt er den Förderpreis für Bildende Kunst der Stadt Düsseldorf[5] und 2010 den Jurypreis der Ausstellung Miraculum lucis, Kunstverein Langenfeld. Seit 2011 hält Schüler Vorträge über das Leben und Werk von Maina-Miriam Munsky, wie im Mönchehaus Museum, Goslar, der Kunststiftung Poll, Berlin, der Kunsthalle Gießen oder der Berlinischen Galerie.[6] [7] Nach siebenjähriger Recherche veröffentlichte er 2013 mit der Kunststiftung Poll ein erstes Bestandsverzeichnis über die Malerin.[8][9] Seit 2013 ist er Mitglied des Beirats der Kunststiftung Poll. 2014 kuratierte er eine Ausstellung über Munsky im Frauenmuseum, Bonn[10][11] Jan Schüler lebt und arbeitet in Düsseldorf.

Herausgeberschaft[Bearbeiten]

Jan Schüler und Kunststiftung Poll, Berlin (Hrsg.), Maina-Miriam Munsky. Die Angst wegmalen. Bestandsverzeichnis der Gemälde und Zeichnungen 1964-1998. Mit einem Vorwort von Eva und Lothar C. Poll und Texten von Jan Schüler, Eckhart Gillen, Lucie Schauer, Heinz Ohff, Verlag Kettler, Bönen 2013, ISBN 978-3-86206-292-8.

Arbeiten in öffentlichen Sammlungen[Bearbeiten]

Museum Angerlehner, Thalheim bei Wels; Oberhessisches Museum, Gießen; Sammlung RheinRomantik, Bonn; PricewaterhouseCoopers AG, Düsseldorf

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1997 Die Förderpreisträger Jan Schüler und Thomas Stricker, Kunstraum Düsseldorf
  • 2000 Not a. Lear, Torch-Gallery, Amsterdam (mit Amanda Lear)[12][13]
  • 2001 Und keiner hinkt. 22 Wege vom Schwegler wegzukommen, Museum Kurhaus Kleve und Kunsthalle Düsseldorf
  • 2004 Jan Schüler, Oberhessisches Museum, Gießen
  • 2007 Sehnsucht Rhein. Romantik und Moderne. Die Sammlung Siebengebirge, Mittelrhein-Museum Koblenz
  • 2008 Wir, Kunstverein, Friedberg
  • 2008 Die Welt ist voll Licht, Galerie Peter Tedden, Düsseldorf
  • 2010 Miraculum lucis, Kunstverein, Langenfeld
  • 2010 Wahlverwandtschaften, Galerie Peter Tedden, Düsseldorf
  • 2011 After the goldrush. Realistische Malerei des 21. Jahrhunderts, Kunstverein, Speyer
  • 2011 Gießener Ring, Neuer Kunstverein Gießen
  • 2011 Stationen, Galerie Poll, Berlin
  • 2012 Ausfahrt, Galerie Albert Baumgarten, Freiburg
  • 2012 Heimspiel. Jan Schüler und Saskia Schüler, Kunsthalle Gießen
  • 2012 Transit, 3 Punts Galeria, Barcelona
  • 2013 Beuysland ist abgebrannt. Galerie Peter Tedden zu Gast in Speyer, Kunstverein, Städtische Galerie, Speyer
  • 2014 Landschaften und Porträts, Galerie Poll, Berlin

Buchgrafik[Bearbeiten]

Monografien[Bearbeiten]

  • Jan Schüler. Förderpreiskatalog der Stadt Düsseldorf für Bildende Kunst, mit Texten von Jakob Glasbrenner und Heinz-Norbert Jocks, Ricker'sche Univ.-Buchh. Schüler, Gießen 1997.
  • Jan Schüler. Lichter nachts auf dem Fluss, mit einem Text von Friedhelm Häring, Arthus Galerie, Zell a. H. 2007, ISBN 978-3-00-020898-0.
  • Jan Schüler. Die Welt ist voll Licht. Werkverzeichnis 1978-2008, mit einem Text von Renate Schüler-Lamert und Jan Schüler, Verlag der Galerie Peter Tedden, Düsseldorf 2008, ISBN 978-3-940985-00-2.
  • Jan Schüler. Wahlverwandtschaften, mit einem Text von Magdalena Kröner, Verlag der Galerie Peter Tedden, Düsseldorf 2010, ISBN 978-3-940985-15-6.
  • Ute Riese (Hrsg.), Jan Schüler in Gießen, Leporello zur Ausstellung Heimspiel. Jan Schüler und Saskia Schüler, Kunsthalle Gießen, 2012.
  • Jan Schüler. Wir sind Erinnerung. Wir sind elektrisch, mit einem Textauszug von Thomas Wolfe, Verlag der Galerie Peter Tedden, Düsseldorf 2013, ISBN 978-3-940985-32-3.

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Heinz-Norbert Jocks, Jan Schüler in der Galerie CO10. In: Kunstforum International. Band 118, 1992, S. 347–348.
  • Heinz-Norbert Jocks, Jan Schüler. 12 Künstler im Art-Herbstsalon. In: art – Das Kunstmagazin. 10/1993, S. 79.
  • Yvonne Friedrichs, Melancholische Träumereien am Strom. In: Rheinische Post. Nr. 257, 4. November 1993.
  • Heinz-Norbert Jocks, Versuch über die Landschaftsmalerei. Über Jan Schüler, der nach innen schaut. In: Kunstforum International. Bd. 130, Mai-Juli 1995, S. 242–246.
  • Ulla Lux,: Wachs-Stapel und Figürliches. Förderpreisträger Schüler und Stricker im Kunstraum Düsseldorf. In: Düsseldorfer Museen, 2/97, 17. Jahrgang, Presseamt der Landeshauptstadt Düsseldorf, S. 5.
  • Heinz-Norbert Jocks, Jan Schüler. Die Privatmythologie eines Außenseiters. In: Kunstforum International, Bd. 148, Dezember 1999 – Januar 2000, S. 327–328.
  • Art-Kalender 2000, DuMont Buchverlag, Köln 2000, ISBN 3-7701-4501-1.
  • Helga Meister, Sehnsuchtsbilder. In: Und keiner hinkt. 22 Wege vom Schwegler wegzukommen, Museum Kurhaus Kleve und Kunsthalle Düsseldorf 2001, S. 123-128, ISBN 3-9807575-2-8.
  • Heinz-Norbert Jocks im Gespräch mit Jan Schüler, Amanda Lear, die emanzipierte Muse, die mich rettete. In: Kunstforum International, Bd. 154, April-Mai 2001, S. 343–358.
  • Thomas Hirsch, Portrait Jan Schüler. In: Vernissage/Galerien Rheinland, Frühjahr/Sommer 2004, Vernissage-Verlag, Heidelberg 2004, S. 37–39.
  • Kunstakademie Düsseldorf (Hrsg.), Rundgang 1989. In: Spazierraum Kunstakademie. Fünfundzwanzigmal Rundgang. 1982–2006, Rektorat der Kunstakademie, Düsseldorf 2006, ohne Seitenangabe.
  • Rinaldo Hopf und Axel Schock (Hrsg.), Mein schwules Auge 4. konkursbuch Verlag, Tübingen 2007, S. 64, 65, 164–169, ISBN 978-3-88769-394-7.
  • Thomas Hirsch, Jan Schüler. In: Künstler in Düsseldorf, edition biograph, Düsseldorf/Salon Verlag, Köln 2007, S. 259–261, ISBN 978-3-89770-296-7.
  • Rüdiger Oberschür, Vom Einfrieren und Fließen der Gegenwart im Bild. Gießener Maler Jan Schüler zeigt „Wir“-Gemälde im Friedberger Kunstverein. In: Gießener Anzeiger, 259. Jahrgang, Nr. 202, 29. August 2008, S. 18.
  • Jürgen Raap, Übergangscharakter. Wandlungen der Schönheitsideale in der bürgerlichen Gesellschaft. In: Kunstforum International, Bd. 191, Mai – Juli 2008, S. 68.
  • Martina Hesse, Ein künstlerisches Leben für Wandel und Verwandlung. Jan Schüler, Maler aus Düsseldorf, stellt im Mönchehaus Museum in der Reihe „Kunst und Medizin“ das Werk der fast vergessenen Maina-Miriam Munsky vor. In: Goslarsche Zeitung, 17. Januar 2011, S. 20.
  • Wolfgang Boesner (Hrsg.), Kunstwelten. 100 Künstler, 100 Perspektiven, 1.000 Welten. boesner GmbH holding + innovations, Witten 2011, ISBN 978-3-928003-00-1, S. 816–825.
  • Magdalena Kröner, Die Gefahr der grenzenlosen Expansion. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10. März 2012, S. 35.
  • Dagmar Klein, Heimspiel. Jan Schüler und Saskia Schüler. In: FRIZZ Das Magazin für Gießen/Marburg/Wetzlar/Wetterau, Juli 2012, Verlag P. Hoffmann, Gießen 2012, Titel und S. 8, 9.
  • zk, Die unterschiedlichen Geschwister. Minimalismus von Saskia Schüler trifft auf Hyperrealismus von Jan Schüler. In: Zeitkunst. Monatszeitung für Kunst & Kultur, Juli 2012, Der Kunsthandel Verlag GmbH, Neu-Isenburg 2012, S. 7.
  • Dagmar Klein, Emotionales Thema kühl beobachtet. Vortrag von Jan Schüler in der Kunsthalle über „Leben und Werk von Maina-Miriam Munsky. In: Gießener Allgemeine Zeitung, Dienstag, 21. August 2012, S. 29.
  • Rinaldo Hopf und Axel Schock (Hrsg.): Mein schwules Auge 9, konkursbuch Verlag Claudia Gehrke, Tübingen 2012, S. 84-90, ISBN 978-3-88769-399-2.
  • Rinaldo Hopf und Axel Schock (Hrsg.), Mein schwules Auge 10, konkursbuch Verlag Claudia Gehrke, Tübingen 2013, S. 87, 89-92, ISBN 978-3-88769-910-9.
  • Nina Dunkmann, Brandstiftung, Beunruhigung und Verwirrung. Gefährliche Kunst im besten Sinne. In: Beuysland ist abgebrannt. Galerie Peter Tedden zu Gast in Speyer, Kunstverein und Städtische Galerie, Speyer 2013, S. 11-12, 74-75, 90-93, ISBN 978-3-940985-38-5.
  • Dagmar Klein, An ihrer eigenen Legende gestrickt. Der in Gießen aufgewachsene Künstler Jan Schüler legt Monografie über Berliner Malerin Maina-Miriam Munsky vor. In: Gießener Allgemeine Zeitung. Nr. 299, 24. Dezember 2013, S. 29.
  • Heinz-Norbert Jocks, Ohne Scheuklappen. Maina-Miriam Munsky, die Berliner Realistin, wird wiederentdeckt. In: Kunstzeitung. Januar 2014, Nr. 209, Verlag Lindinger + Schmid, S. 14.
  • Jan Schüler, Die Angst wegmalen. Leben und Werk von Maina-Miriam Munsky. In: Single Moms. Alleinstehende Mütter und ihre Lebenswelten. Marianne Pitzen/ Frauenmuseum, Bonn 2014, S. 114-117, ISBN 978-3-940482-75-4.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. siehe: Helga Meister, Sehnsuchtsbilder. In: Und keiner hinkt. 22 Wege vom Schwegler wegzukommen, Museum Kurhaus Kleve und Kunsthalle Düsseldorf, 2001, S. 123–128.
  2. siehe: Jakob Glasbrenner, Es führt kein Weg zurück. In: Jan Schüler. Wahlverwandtschaften, Verlag der Galerie Peter Tedden, Düsseldorf 2010, S. 15, 26.
  3. siehe: Magdalena Kröner, Wahlverwandtschaften. Eine Utopie. Zur Malerei Jan Schülers. In: Jan Schüler. Wahlverwandtschaften, Verlag der Galerie Peter Tedden, Düsseldorf 2010, S. 8.
  4. siehe: Heinz-Norbert Jocks im Gespräch mit Jan Schüler, Amanda Lear, die emanzipierte Muse, die mich rettete. In: Kunstforum International, Bd. 154, April-Mai 2001, S. 343–358.
  5. siehe: Ulla Lux, Wachs-Stapel und Figürliches. Förderpreisträger Schüler und Stricker im Kunstraum Düsseldorf. In: Düsseldorfer Museen, 2/97, 17. Jahrgang, Presseamt der Landeshauptstadt Düsseldorf, S. 5.
  6. siehe: Martina Hesse, Ein künstlerisches Leben für Wandel und Verwandlung. Jan Schüler, Maler aus Düsseldorf, stellt im Mönchehaus Museum in der Reihe „Kunst und Medizin“ das Werk der fast vergessenen Maina-Miriam Munsky vor. In: Goslarsche Zeitung, 17. Januar 2011, S. 20.
  7. siehe: Dagmar Klein, Emotionales Thema kühl beobachtet. Vortrag von Jan Schüler in der Kunsthalle über „Leben und Werk von Maina-Miriam Munsky. In: Gießener Allgemeine Zeitung, Dienstag, 21. August 2012, S. 29.
  8. siehe: Heinz-Norbert Jocks: Ohne Scheuklappen. Maina-Miriam Munsky, die Berliner Realistin, wird wiederentdeckt. In: Kunstzeitung. Januar 2014, Nr. 209, Verlag Lindinger + Schmid, S. 14.
  9. siehe: Jan Schüler und Kunststiftung Poll, Berlin (Hrsg.), Maina-Miriam Munsky. Die Angst wegmalen. Bestandsverzeichnis der Gemälde und Zeichnungen 1964-1998. Mit einem Vorwort von Eva und Lothar C. Poll und Texten von Jan Schüler, Eckhart Gillen, Lucie Schauer, Heinz Ohff, Verlag Kettler, Bönen 2013, ISBN 978-3-86206-292-8.
  10. siehe: Heidrun Wirth, "Die Angst wegmalen". Arbeiten von Maina-Miriam Munsky im Bonner Frauenmuseum. In: Kölnische Rundschau, Nr. 112, 15. Mai 2014.
  11. siehe: Jan Schüler, Die Angst wegmalen. Leben und Werk von Maina-Miriam Munsky. In: Single Moms. Alleinstehende Mütter und ihre Lebenswelten. Marianne Pitzen/ Frauenmuseum, Bonn 2014, S. 114-117, ISBN 978-3-940482-75-4.
  12. ANP-Projects, Ausstellung Not a. Lear
  13. Ausstellung Not a. Lear auf Kunstaspekte.de