Jan Skácel
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Jan Skácel (* 7. Februar 1922 in Vnorovy; † 7. November 1989 in Brünn) ist ein tschechischer Dichter.
Skácel studierte in Brünn am Gymnasium und an der Masaryk-Universität. Zwischen 1954 - 1963 wirkte er in der literarischen Redaktion des Brünner Rundfunks. Ab 1963 war er Chefredakteur der Kulturrevue Host do domu. Bis 1969 veröffentlichte er einen Prosaband und fünf Gedichtbände. 1969 wurde Host do domu verboten und Skácel die Herausgabe eigener Werke verwehrt. Seine Werke veröffentlichte er bis 1981 im sog. Samizdat oder im Ausland. Erst 1981 durfte er wieder eine Auswahl seiner Gedichte in der Tschechoslowakei herausbringen. Im Jahre 1989 erhielt er den Petrarca-Preis und den Virenica-Preis, den bedeutendsten Preis für Lyrik in Jugoslawien. Er ist Ehrenbürger der Stadt Brünn.
Auf deutsch erschien 1967 der Gedichtband Fährgeld für Charon; unter dem Titel Wundklee erschien 1982 eine weitere Gedichtsammlung, deren Bekanntwerden der deutsche Lyriker Reiner Kunze befördern half, nicht zuletzt durch seine kongeniale Übersetzung.
[Bearbeiten] Weblinks
- Literatur von und über Jan Skácel im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Artikel über Jan Skácel mit Porträtfotografie. Webseite des Tschechischen Rundfunks (deutsch)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Skácel, Jan |
| KURZBESCHREIBUNG | tschechischer Dichter |
| GEBURTSDATUM | 7. Februar 1922 |
| GEBURTSORT | Vnorovy, Tschechien |
| STERBEDATUM | 7. November 1989 |
| STERBEORT | Brno, Tschechien |

