Jan Zrzavý

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Jan Zrzavý, Paris 1926

Jan Zrzavý (* 5. November 1890 in Okrouhlice, Okres Havlíčkův Brod, Tschechien; † 12. Oktober 1977 in Prag) war ein tschechischer Maler, Grafiker und Illustrator.

Leben[Bearbeiten]

Zrzavý war ein führender Künstler der bildenden tschechischen Avantgarde zu Beginn des 20. Jahrhunderts, er studierte an der Prager Kunstakademie und war Mitbegründer der Gruppe "Sursum", Mitglied des Vereins der schaffenden Künstler "Mánes", "Künstlergesprächs" und der "Vereinigung der Tschechischen Künstler und Graphiker Hollar". In den 20er-Jahren unternahm Jan Zrzavý zahlreiche Reisen durch Europa, u. a. nach Italien, Belgien und Frankreich. Die ersten Etappen seines künstlerischen Schaffens waren: "Das Tal der Traurigkeit": "Nokturno", "Stillleben mit Maiblumen", "Leiden". Diese Werke charakterisieren den Beginn der tschechischen Sezession, sie symbolisieren gleichzeitig den Beginn des tschechischen Expressionismus in den Anfängen des Kubismus. Jan Zrzavý wurde durch Bohumil Kubišta und J. Valacha inspiriert, vor allem aber durch die italienische Renaissance, hier maßgeblich durch ihre hervorragenden Künstler, Raffael und Leonardo da Vinci.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde sein künstlerisches Schaffen formal, die Harmonie seiner Bilder arteten in typisch abstrakten, lyrischen und weichen Formen: "Melancholie", "Freundin". In der zweiten Etappe des 20. Jahrhunderts seines Schaffens widmete Jan Zrzavý sein Augenmerkmal überwiegend der Landschaftsmalerei: "Camaret", "San Marco in der Nacht", "San Marco am Tage", "Ostrauer Halden". In diesen Werken schuf Zrzavý seine eigene malerische Metamorphose, quasi ein Gefühl des Zusammenhanges der Naturgewalten, Harmonie und Ruhe.

Sein Grab befindet sich in Krucemburk, wo er auch in einer Gedenkhalle gewürdigt wird.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]