Jan de Haan

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Jan de Haan (* 29. Juli 1951 in Warns, Provinz Friesland) ist ein zeitgenössischer niederländischer Komponist und Dirigent.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Jan de Haan wurde 1951 im friesischen Warns (Niederlande) geboren. Seine erste Inspiration gab ihm sein Vater, der ein großer Liebhaber von Blasmusik war. Das Dirigieren übte schon in jungen Jahren eine große Faszination auf Jan de Haan aus und so war er bereits mit siebzehn Jahren Dirigent verschiedener Blasorchester.

In den Jahren 1969 bis 1973 studierte er Musikpädagogik, Posaune und Klavier an der Musikpädagogischen Akademie in Leeuwarden. Am Utrechter Konservatorium erwarb er 1976 bei Henk van Lijnschooten sein Abschluss-Diplom in der Kunst des Dirigierens. Bis 1994 war Jan de Haan Dirigent verschiedener Ensembles, darunter die Brass Band Soli Brass. Daneben war er auch Gastdirigent zahlreicher anderer professioneller sowie Amateur-Orchester und -Ensembles. In dieser Eigenschaft bereiste er nahezu alle westeuropäischen Länder, die Vereinigten Staaten, den Iran und Japan. Bekannte Orchester, wie das Tokyo Kosei Wind Orchestra, die Desford Colliery Brass Band, die Brighouse and Rastrick Brass Band, alle vier niederländischen Militärblasorchester, das Frysk Orkest (Friesisches Orchester), das Radio Blazerensemble (Radio-Bläserensemble der Niederlande) sowie das Nationale Jugend-Fanfareorchester der Niederlande und viele mehr standen bereits unter seiner Leitung.

Von 1978 bis 1989 war Jan de Haan außerdem Dirigent, Komponist und Arrangeur beim Rundfunk und Fernsehen der Niederlande. Als Programmdirektor produzierte er während dieser Zeit unter anderem 140 Musik-Fernsehsendungen. Darüber hinaus arbeitete er einige Jahre lang als Dozent für Direktion an der Musikpädagogischen Akademie in Leeuwarden.

Neben seinen Aktivitäten als Gastdirigent, Komponist und internationales Jurymitglied war Jan de Haan beim Musikverlag De Haske tätig. Er gründete den Verlag im Jahr 1983 und verkaufte seine Anteile 25 Jahre später, im Jahr 2008, um sich wieder voll und ganz dem Komponieren, Arrangieren und Dirigieren widmen zu können.

Sein Bruder Jacob de Haan ist ebenfalls Komponist.

Werke[Bearbeiten]

Werke für Blasorchester[Bearbeiten]

  • Leeuwarden Variationen (Ljouwert Variaties) für Flöte und Brass-Band
  • 1981 Friesische Variationen (Fryske Variaties)
  • 1983 Partita über ein Thema von Johann Christian Bach
    1. Thème
    2. Variation 1
    3. Variation 2
    4. Variation 3
    5. Variation 4
  • 1983 Suite 1500
  • 1983 Choral Varié
  • 1983 Prelude for passiontide
  • 1984 Christmas Fantasy für Chor und Blasorchester
  • 1984 Fünf Intraden (Vijf Intradas)
    1. Intrada
    2. Valerius Intrada
    3. Intrada "Louis Bourgeois"
    4. Intrada voor Kerst
    5. Intrada voor Nieuwjaar
  • 1985 Pastorale - based on a Welsh folk-tune
  • 1985 Sequensen
  • 1986 Variationen für Flöte und Blasorchester
  • 1986 A Christmas Suite
  • 1986 Contrasten beeinflusst durch die Katastrophe von Tschernobyl
  • 1986 Suite über Lieder von Valerius
  • 1987 Suite 1600 (Pezel)
  • 1987 The young Amadeus
  • 1993 Danses de Fantaisie
  • 1993 A Discovery Fantasy
    1. Introduction
    2. Bolero
    3. Rondeau
    4. Intermezzo
    5. Finale
  • 1993 Inspirations
  • 1994 Harmony Festival
  • 1995 Banja Luka
  • 1995 Overture to new Age
  • 1996 A Sunrise Impression
  • 1997 Music for a Solemnity A tribute to John Williams
  • 1997 Spanish Tritych
    1. Peñon de Ifach
    2. San Jaime
    3. Sierra de Bernia
  • Victory
  1. 2005 Earthquake
  2. 2007 Hispaniola

Weblinks[Bearbeiten]