Jane Campion

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Jane Campion

Jane Campion (* 30. April 1954 in Wellington, Neuseeland) ist eine neuseeländische Filmregisseurin.

Leben[Bearbeiten]

Campions Eltern hatten eine Ausbildung am Londoner im Old Vic Theatre. Ihr Vater Richard ist Regisseur und ihre Mutter Edith Schauspielerin. Die ältere Schwester Anna arbeitet ebenfalls als Regisseurin.

Von 1973 bis 1975 absolvierte Jane Campion ein Studium der Anthropologie an der Victoria University of Wellington mit dem Abschluss Bachelor of Arts. 1976 studierte sie in London. Von 1976 bis 1980 studierte sie in Sydney Kunst mit dem Schwerpunkt Malerei. Von 1981 bis 1984 folgte ein Studium an der Australian Film, Television and Radio School (AFTRS), wo sie eine Regieausbildung hatte.

Sie heiratete den Radioproduzenten Colin Englert. Im Jahr 1994 wurde die gemeinsame Tochter Alice Englert, die als Schauspielerin tätig ist, geboren.

Bereits ihr zweiter Kurzfilm Orangenschalen – Eine Übung in Disziplin (An Exercise in Discipline – Peel) aus dem Jahr 1982 brachte ihr 1986 die erste hohe Auszeichnung ein: die Goldene Palme für den besten Kurzfilm bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes.

Sie verfilmte mit Ein Engel an meiner Tafel die Autobiographie der neuseeländischen Schriftstellerin Janet Frame, die mehrere Jahre in psychiatrischen Anstalten verbrachte. Ihren größten Erfolg erreichte die Regisseurin mit Das Piano, der ihr als erster und bisher einziger Frau die Goldene Palme bei den Filmfestspielen von Cannes einbrachte. Außerdem wurde sie für den Oscar als beste Regisseurin nominiert und gewann die Trophäe für das beste Drehbuch.

2009 erhielt sie für den Film Bright Star eine Einladung in den Wettbewerb der 62. Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Der Film handelt von der Liebesbeziehung zwischen dem 23-jährigen Lyriker John Keats und der fünf Jahre jüngeren Fanny Brawne.

2014 wurde Campion als Jurypräsidentin der Filmfestspiele von Cannes berufen.

Seit den 1980er Jahren lebt und arbeitet Campion in Sydney.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Kathleen McHugh: Jane Campion. University of Illinois Press, Illinois 2007, ISBN 978-0-252-03204-2.
  • Ursula Vossen. [Artikel] Jane Campion. In: Thomas Koebner (Hrsg.): Filmregisseure. Biographien, Werkbeschreibungen, Filmographien. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Reclam, Stuttgart 2008 [1. Aufl. 1999], ISBN 978-3-15-010662-4, S. 105–107.
  •  Deb Verhoeven: Jane Campion. Routledge, London 2009, ISBN 978-0-415-26274-3.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jane Campion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien