Jane de Glehn

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John Singer Sargent: Jane de Glehn in Venedig, Aquarell, 1904

Jane Erin de Glehn, eigentlich Jane Erin Emmet (* 1873 in New Rochelle, New York; † 1961 in New York City, New York) war eine US-amerikanische Porträtmalerin.

Leben[Bearbeiten]

Jane Erin Emmet war die jüngste Tochter von zehn Kindern des wohlhabenden Unternehmers William Jenkins Emmet und seiner Ehefrau Julia Colt Pierson. Zusammen mit ihrer Schwester Lydia (1866–1952) und ihrer Cousine Ellen Emmet (1876–1941) studierte sie Kunstgeschichte an der Art Students League of New York in New York City, unter anderem bei Frederick William MacMonnies und William Merritt Chase. Ihre Lehrer rieten ihr eindringlich zur Fortsetzung des Studiums in Paris. In Begleitung der Cousine ging Emmet 1892 nach Frankreich, um sich bei Tony Robert-Fleury an der Académie Julian in Paris weiterzubilden.

John Singer Sargent: Jane und Wilfred de Glehn, Öl auf Leinwand, undatiert

Bis Ende des Jahrhunderts blieb Paris der künstlerische Bezugspunkt Emmets, hier pflegte sie Freundschaft und Austausch mit Edgar Degas und Jean-Louis Forain. Auf Studienreisen in die Bretagne, England und Italien fand sie die Bekanntschaft zu dem Maler John Singer Sargent. Er machte sie mit ihrem zukünftigen Ehemann Wilfrid de Glehn bekannt. Nach ihrer Rückkehr nach New Rochelle heiratete sie 1904 den Maler Wilfrid de Glehn (1870−1951). Die Ehe, die allen Berichten zufolge glücklich verlief, blieb kinderlos. Nach einem Reitunfall war Jane aus medizinischen Gründen nicht in der Lage Kinder auszutragen.

Zwischen 1905 und 1914 begleitete das Ehepaar deren Freund Sargent auf seinen zahlreichen Reisen durch Europa. Deren Bilder, die in der Zeit entstanden, stellte sie später in den Ausstellungen von der Royal Academy of Arts, New English Art Club und in der Royal Hibernian Academy aus.

Beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs engagierte sich Jane de Glehn beim Britischen Roten Kreuz in Frankreich. Zur selben Zeit ging ihr Ehemann als Kriegsillustrator mit den britischen Streitkräften an die italienische Front. Zwischen den Kriegsjahren lebte das Paar abwechselt in New York City und London hin- und her. In den Sommermonaten reiste sie nach Griechenland, Korfu, Venedig und nach Cornwell. Nach dem Tod ihres Mannes zog sie in die Nähe ihrer Familie.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Ihr Ur-Großvater, Thomas Addis Emmet (1764−1827), musste nach einer erfolglosen Rebellion seines Bruders im Jahre 1803 nach Amerika emigrieren.
  • Ihr Ur-Ur-Onkel, Robert Emmet (1778−1803) war ein irischer Rebellenführer und Nationalist. Er war 1803 Anführer einer erfolglosen Rebellion gegen die britische Herrschaft, wurde gefangengenommen und hingerichtet.
  • Sie war die Tante des Dramatikers und Drehbuchautors Robert E. Sherwood (1896−1955).

Porträts von John Singer Sargent[Bearbeiten]