Jann Jakobs

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Jann Jakobs im Mai 2011

Jann Jakobs (* 22. Dezember 1953 in Eilsum, Ostfriesland) ist seit dem 28. November 2002 Oberbürgermeister von Potsdam, der Landeshauptstadt von Brandenburg. Er ist Mitglied der SPD.

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Von 1971 bis zum Juni 1975 absolvierte Jakobs eine Ausbildung als Erzieher im Raum Hannover. In den Jahren 1976 bis 1978 widmete er sich dem Studium der Sozialarbeit und Sozialpädagogik in Hildesheim, woraufhin er 1979 an der Freien Universität Berlin ein Studium der Soziologie und Politikwissenschaft begann. Dieses beendete er im Februar 1985 mit dem Abschluss Diplomsoziologe.

In den Jahren 1979 bis 1988 arbeitete Jakobs als Sozialarbeiter in Berlin-Spandau. Noch während dieser Zeit (1985 bis 1993) engagierte er sich in der Beratung öffentlicher und freier Träger der Jugend- und Sozialarbeit. Von 1987 bis 1993 lehrte Jakobs an unterschiedlichen Universitäten und Fachhochschulen. Ebenfalls in dieser Zeit war er Planungsbeauftragter der Abteilung Jugend und Sport im Bezirksamt Berlin-Spandau. Nach Beendigung seines Lehrauftrages arbeitete Jakobs bis 1997 als Leiter des Jugendamtes Potsdam.

Von 1994 bis 1997 war er Mitglied des Deutsch-Russischen Jugendrates. Seit 1997 war Jakobs als Beigeordneter für Soziales, Jugend und Gesundheit in Potsdam tätig. Jakobs wurde 1998 für ein Jahr das Vorstandsmitglied des Jugendaufbauwerkes Nauen.

Jakobs wohnt derzeit in der Russischen Kolonie Alexandrowka in Potsdam, ist verheiratet und hat vier Kinder.

Politik[Bearbeiten]

Im März 1999 wurde er Bürgermeister und Beigeordneter der weiteren Geschäftsbereiche Ordnung und Umweltschutz in Potsdam. Am 27. Oktober 2002 konnte sich Jakobs bei der Potsdamer Oberbürgermeisterwahl in einer Stichwahl gegen Hans-Jürgen Scharfenberg (PDS) mit knapp 50,14 % der Stimmen durchsetzen. Er wurde am 28. November 2002 als Nachfolger von Matthias Platzeck in das Amt des Oberbürgermeisters eingeführt.

Beim ersten Wahlgang der Oberbürgermeisterwahl vom 19. September 2010 erreichte er mit 41,7 Prozent der Stimmen den ersten Platz, verfehlte aber die zur Wiederwahl im ersten Wahlgang erforderliche Mehrheit von 50 Prozent der Stimmen.

Im zweiten Wahlgang am 3. Oktober 2010 standen er und der im ersten Wahlgang zweitplatzierte Hans-Jürgen Scharfenberg erneut gegeneinander zur Wahl.

Diesmal setzte sich Jakobs mit einem Stimmenanteil von 60,8 Prozent der Stimmen gegen Scharfenberg durch.

Weblinks[Bearbeiten]