Japan Airlines

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Japan Airlines
Logo der Japan Airlines
Boeing 767-300 der JAL in aktueller Lackierung
IATA-Code: JL
ICAO-Code: JAL
Rufzeichen: JAPANAIR
Gründung: 1925
Auflösung: 1945
Neugründung: 1951
Sitz: Shinagawa, JapanJapan Japan
Drehkreuz:
Heimatflughafen: Tokio-Narita
ISIN: JP3705200008
Leitung: Kazuo Inamori (CEO)[1]
Fluggastaufkommen: 37,1 Millionen (2012)
Allianz: oneworld
Vielfliegerprogramm: JAL Mileage Bank
Flottenstärke: 114 (+ 65 Bestellungen)
Ziele: 103 (National und International)

Japan Airlines (JAL; jap. 株式会社日本航空, Kabushiki-gaisha Nihon Kōkū), ist nach ANA die zweitgrößte Fluggesellschaft Japans und Mitglied der Luftfahrtallianz oneworld.

Das im Nikkei 225 gelistete Unternehmen mit Sitz in Shinagawa bezeichnet sich auf Englisch als Japan Airlines Corporation und betreibt die beiden Fluggesellschaften Japan Airlines International für internationale Flüge vom Heimatflughafen Tokio-Narita und vom Flughafen Osaka-Kansai sowie Japan Airlines Domestic für Inlandsflüge vom Flughafen Tokio-Haneda und vom Flughafen Osaka-Itami. Des Weiteren betreibt die Japan Airlines Corporation neun weitere Tochter-Fluggesellschaften.

Die hoch verschuldete JAL befindet sich gegenwärtig in einem Insolvenzverfahren und durchläuft einen umfangreichem Restrukturierungsprozess, hält den Flugbetrieb aber aufrecht.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte der Japan Airlines und ihrer Vorläufer reicht von der Gründung Mitte der 1920er Jahre über die Eröffnung des Tokioter Flughafens Haneda bis zum Zweiten Weltkrieg. Mit der japanischen Kapitulation im Pazifikkrieg wurde der Flugbetrieb von den Alliierten verboten. Erst 1951 wurde die Fluggesellschaft unter dem Namen Japan Air Lines Co. Ltd. neu gegründet und am 10. Oktober der regionale Flugbetrieb auf der Strecke Tokio–Haneda–Ōsaka offiziell wieder aufgenommen. Nach ihrer vollständigen Privatisierung im Jahre 1987 und der Gründung mehrerer Tochtergesellschaften firmiert das Unternehmen seit dem 26. Juli 2004 als K.K. Nihon Kōkū (engl. Japan Airlines Corporation).

Im Juni 2006 gab die Airline bekannt, 2007 der Luftfahrtallianz oneworld beizutreten. Dies sollte ursprünglich schon im Oktober 2006 geschehen, wurde aber nach einigen Problemen im Sicherheitsbereich verschoben.

Im Sommer 2009 geriet JAL in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Das Ministerium für Land, Infrastruktur und Verkehr richtete eine JAL-Wiederaufbauarbeitsgruppe ein (JAL再生タスクフォース). Am 19. Januar 2010 meldete das Unternehmen mit geschätzten Verbindlichkeiten von 2,3 Billionen Yen Insolvenz an. Im Restrukturierungsprozess sollen rund 15.000 Mitarbeiter entlassen, die Boeing 747-400 durch kostengünstigere Flugzeuge ersetzt, 31 Flugrouten gestrichen und zahlreiche Tochterunternehmen veräußert werden.[2][3] Zugleich erklärte Firmenchef Haruka Nishimatsu seinen Rücktritt. Es handelt sich um die größte Insolvenz eines Unternehmens außerhalb der Finanzindustrie in der japanischen Wirtschaftsgeschichte.[4]

Im Januar 2011 stellte JAL ihr neues Corporate Design vor, welches wieder das bereits von 1959 bis 2002 verwendete Kranich-Logo auf dem Seitenleitwerk der Flugzeuge beinhaltet.[5]

Im August 2012 wurde bekannt, dass JAL wohl noch dieses Jahr an die Börse gehen wird. Geplanter Zeitpunkt hierfür ist der 19. September 2012. Es sollen rund 175 Millionen Aktien platziert werden.[6]

Flotte[Bearbeiten]

Eine Boeing 777-200 der JAL
Boeing 787-8 der JAL

Mit Stand Oktober 2013 besteht die Flotte der JAL aus 114 Flugzeugen[7] mit einem Durchschnittsalter von 9,7 Jahren[8]:

Flugzeugtyp aktiv bestellt[9] Anmerkungen
Boeing 737-800 009 erste Auslieferung am 14. November 2006
Boeing 767-300 016 erste Auslieferung am 25. September 1986
Boeing 767-300ER 032 erste Auslieferung am 19. Mai 2002; 1 ausgestattet mit Winglets
Boeing 777-200 015 erste Auslieferung am 15. Februar 1996
Boeing 777-200ER 011 erste Auslieferung am 11. Juli 2002
Boeing 777-300 007 erste Auslieferung am 28. Juli 1998
Boeing 777-300ER 013 erste Auslieferung am 15. Juni 2004
Boeing 787-8 0011 14 erste Auslieferung am 25. März 2012
Boeing 787-9 20 10 Bestellungen ursprünglich für die 787-8[10]
Airbus A350-900 18 Auslieferung vsl. ab 2019 [11]
Airbus A350-1000 13 Auslieferung vsl. ab 2019 [12]
Gesamt 114 65

Im Zuge der Restrukturierungsmaßnahmen wurden seit Anfang 2010 mehrere Dutzend Flugzeuge ausgemustert beziehungsweise veräußert, darunter die Airbus A300-600, McDonnell Douglas MD-90 sowie alle Boeing 747,[13][14] die in mehreren Generationen über 40 Jahre lang betrieben wurde.

Ausgemusterte Flugzeugtypen[Bearbeiten]

First-Class der JAL
Economy-Class der JAL

Typ/Anzahl/Einsatzzeit

  • Schulflugzeuge
    • Beechcraft Mentor (3) (1952–1964)
    • Beechcraft Queen Air 65 (4) (1964–1969)
    • Beechcraft Super H-18 (12) (1967–1976)
Flugzeuge bis 1945

Typ/Anzahl/Baujahr

  • Nakajima AT-2 (Lizenzbau DC-2) (~ 25) 1936–1938
  • Nakajima AT-3 (Lizenzbau DC-3) (~ 30) 1938–1941
  • Douglas DC-3 (~ 20) 1938–1939
  • Douglas DC-4E (1 Prototyp) 1938
  • Mitsubishi G3M2 (24) 1937–1939
  • Junkers Ju 86 Z-2 (17) 1938–1939

Basisdaten[Bearbeiten]

Logo von 2002–2011

Beförderte Passagiere[Bearbeiten]

  • 1996: 29,979 Mio. (davon: 11,266 International/17,756 National)
  • 1999: 32,800 "
  • 2002: 61,160 " (14,640/46,520)
  • 2003: 58,172 " (11,745/46,427)
  • 2004: 59,448 " (14,743/44,705)
  • 2005: 58,035 " (14,187/43,848)
  • 2006: 57,451 " (13,467/43,984)
  • 2007: 55,271 " (13,367/41,904)
  • 2008: 52,858 " (11,704/41,154)
  • 2009: 40,144 " (8,984/31,160)

Beförderte Fracht[Bearbeiten]

  • 2002: 1.181.158 Tonnen
  • 2003: 1.189.089 "
  • 2004: 1.255.722 "
  • 2005: 1.221.217 "
  • 2006: 1.229.293 "
  • 2007: 1.213.425 "
  • 2008: 1.127.992 "
  • 2009: 894.907 "

Beförderte Post[Bearbeiten]

  • 2002: 115.209 Tonnen
  • 2003: 117.491 "
  • 2004: 116.199 "
  • 2005: 128.334 "
  • 2006: 142.538 "
  • 2007: 131.996 "
  • 2008: 71.723 "
  • 2009: 53.482 "

Trivia[Bearbeiten]

Der Hauptsitz von JAL in Tokyo

Japan Airlines…

  • war im September 1966 nach PanAm und der deutschen Lufthansa die dritte Airline, die die Boeing 747 bestellte.
  • war die erste asiatische Airline, die ein Großraumflugzeug in Betrieb nahm: die Boeing 747-146 (JA 8101) am 22. April 1970.
  • hat von 1966 bis heute insgesamt 112 neue Jumbo Jets bei Boeing geordert (111 von JAL, eine von Japan Asia Airways) sowie weitere drei 747F angekauft. Hierbei wurden außer der Version 747SP alle 747 Varianten bestellt.
  • hatte außer der Douglas DC-1 alle Douglas-Zivilmaschinen im Flottenbestand: Die DC-2 als Lizenzbau und die DC-3 vor dem Zweiten Weltkrieg, seit der Neugründung die DC-4, DC-6, DC-7, DC-8, DC-10 und MD-11. Die DC-9 kam als letzte Version in Form der MD-90 durch Fusion mit der Japan Air System dazu.
  • hatte die größte Douglas-DC-8- und DC-10-Flotte außerhalb der USA.
  • hat an reinen Frachtmaschinen bisher nur drei verschiedene Flugzeugtypen eingesetzt, nämlich die Douglas DC-7CF, die Douglas DC-8-55F,-62F und die Boeing 747-100F,-200F,-400F.
  • stattete in der Zeit von 1960–1989 ihre Düsenverkehrsflugzeuge ausschließlich mit Strahl-Triebwerken des Herstellers Pratt & Whitney aus. Sie war somit eine der wenigen Airlines, die die mit Pratt & Whitney-Triebwerken ausgerüstete DC-10-40 anstatt der meistverkauften DC-10-30 mit General-Electric-Triebwerken betrieb. Die ersten General-Electric-Triebwerke bestellte die Airline für ihre neuen Boeing 747-400, die ab 1990 zum Einsatz kamen. Seitdem wurden beide Triebwerkshersteller bei Flugzeugneubestellungen bedacht.
  • hat am 5. April 1983 die weltweit zweitgrößte Wartungshalle für Großraumflugzeuge und Triebwerke am Flughafen Tokio-Haneda in Betrieb genommen. United Airlines betreibt die weltgrößte Wartungshalle.
  • hat seit 1990 am Flughafen Tokio-Narita eine eigene vollautomatische Flugzeug-Waschstraße für ihre Großraumjets. Eine Jumbo-Jet Außenreinigung dauert 30 Minuten. Diese Anlage war die erste weltweit.
  • hatte im Gründungsjahr 1951 298 Beschäftigte, 1962: 5.000, 1963: 8.000, am 31. März 1985: 20.485, 31. März 1999: 18.974 Mitarbeiter.
  • hat mit durchschnittlich nur 19.000–20.000 Beschäftigten seit 15 Jahren das günstigste Verhältnis Passagierkilometer/Mitarbeiter aller großen Airlines.
  • wurde 2009 von Flightstats als pünktlichste große Airline der Welt eruiert. (94,49 % der Flüge sind pünktlich)
  • verkaufte im April 1988 eine 747 an die NASA. Nach dem Umbau zum Shuttle Carrier Aircraft wurde sie auf N911NA registriert und transportierte bis 2011 das Space Shuttle huckepack vom Landeplatz in Kalifornien zurück zum Startkomplex in Florida.

Tochtergesellschaften der JAL[Bearbeiten]

Japan Airlines betreibt mehrere in der Reise- und Luftfahrtbranche angesiedelte Tochterunternehmen:

Ehemalige Tochtergesellschaften
  • JALways (zuvor Japan Air Charter) führte Flüge nach Asien, Ozeanien und in die USA durch und wurde zum 1. Dezember 2010 in JAL integriert.
  • Japan Asia Airways (JAA) führte Flüge nach Taiwan durch und wurde zum 31. März 2008 in JAL integriert.

Farbgebung der Flugzeuge[Bearbeiten]

Eine Boeing 747-400 der JAL in der Farbgebung von 1989-2002
Eine Boeing 747-400 der JAL in der Farbgebung von 2002-2011
Eine Boeing 777-300 der JAL in Oneworld-Sonderlackierung
  • 1951–1969 (1. Farbschema): Rumpf weiß, Unterseite aluminium, rot/dunkelblaues Fensterband, Flugzeugtypenbezeichnung auf Seitenleitwerk (z. B. CV 880, DC 8, 727) schwarzer Schriftzug „Japan Air Lines“ in Japanischen Schriftzeichen, ab 1954 zusätzlich noch in internationaler Schreibweise.
  • Anfang 1970–Mai 1989 (2. Farbschema): Rumpf weiß, Unterseite aluminium oder hellgrau, rot/dunkelblaues oder schwarzes Fensterband, roter Tsuru (Kranich) auf Seitenleitwerk, schwarzer Schriftzug „JAPAN AIR LINES“
  • Mai 1989–November 2002 (3. Farbschema): Rumpf weiß, Unterseite hellgrau, graues Rumpfband um die Bugpartie (an den Enden rot), roter Tsuru auf Seitenleitwerk, „JAL“ in schwarzen Großbuchstaben (siehe auch beide Fotos in diesem Artikel)
  • November 2002-2011 (4. Farbschema): Rumpf weiß, Unterseite hellgrau, Logo „Arc of the Sun“ auf Seitenleitwerk, „JAL“ in schwarzen Großbuchstaben. Dieses Farbschema gilt seitdem auch für die Tochtergesellschaften (außer Ryukyu Air Commuter), wobei dann das entsprechende Kürzel der Tochterairline in schwarzen Großbuchstaben angebracht ist. (z. B. 'JAA', 'JTA', 'HAC' usw.)
  • seit Frühjahr 2011 (5. Farbschema): Rumpf komplett weiß mit Schriftzug "Japan Airlines"; wieder roter Tsuru auf Seitenleitwerk[5]

Abweichend zur Standardlackierung gab es ab 1994 bei Japan Airlines verschiedenste Sonder- und Werbe-Designs an den Flugzeugen:

  • „Disney on Tour/Dream Express“: Boeing 747-146SR (JA 8142) und Boeing 747-146SR/SUD (JA 8170) und 3 Boeing 767-346 (JA 8397–JA 8399) ab 1. August 1994
  • „Tokio Disney Sea/Dream Express“: Boeing 747-446 (JA 8912) und zwei Boeing 747-446D von 2001–heute
  • „Super Resort Express“: Boeing 747-146 (JA 8111) und Boeing 747-246 (JA 8104, JA 8131) ab 1994
  • „Reso′Cha“: bis zu sieben Boeing 747 und eine DC-10 seit 1994–heute

Diese Flugzeuge fliegen im Charterdienst (Reso'Cha = Resort Charter) der JALways zu Ferienzielen im Pazifik. Dieses Outfit erstreckt sich in Form eines Blütenmusters in drei unterschiedlichen Farbvarianten gelb, rot oder violett über das gesamte Flugzeug.

  • „Papa′s“: drei Boeing 737-400 (u. a. JA 8953, JA 8954) der Japan TransOcean Airways ab November 1998 (Werbung eines japanischen Bekleidungsunternehmens) mit den Motiven Rhino, Fish, Bird und Shoes.
  • „World Cup 1998“: Boeing 747-446 (JA 8906) von 1997–1998
  • „Adidas Soccer/World Cup 2002“: Boeing 747-446D (JA 8908) 2001/2002
  • „50 years aniversiary of international Flights“ (4. Februar 1954): Boeing 747-446D (JA 8907) 2003/2004 (auf den Rumpfseiten war eine JAL DC-6B von 1954 in Originalgröße aufgemalt)
  • „Dream Skyward Baseball“: Boeing 747-446D (JA 8907) seit 2004; Airbus A300-600R (JA8377) 2003/2004
  • „Expo 2005“: Boeing 767-346 (JA 8253) seit 2004
  • „World Cup 2006“ Boeing 747-446 seit April 2005
  • "OneWorld Alliance" auf einer Boeing 777-300 (nationale Routen) und einer Boeing 777-200ER (auf Routen nach Europa). Dargestellt ist eine halbe Weltkugel.[1]
Japan Airlines Cargo
Eine Boeing 747-400F der JAL Cargo 2005
  • generell wie Japan Airlines, jedoch mit Schriftzug
    • „JAPAN AIR LINES CARGO“
    • ab Mai 1989: „JAL CARGO“
    • ab Januar 1996: „JAL Super Logistics“, Rumpf bei einigen Flugzeugen aluminium
    • ab 2002: „JAL Cargo“, Rumpf weiß oder aluminium.
Southwest Air Lines, seit 1993 Japan TransOcean Airways
  • 1967 bis 1973: wie Japan Airlines, jedoch in japanischer Schrift „Southwest Air Lines“'
  • 1973 bis 1978: Rumpf weiß, rotes und dunkelblaus Fensterband, Rumpfunterseite hellgrau, orange weißes SWAL-Logo auf Seitenleitwerk.
  • 1978 bis 1993: Rumpf weiß, breites oranges Fensterband, Rumpfunterseite hellgrau, Seitenleitwerk orange mit breitem weißen Band, darin das weiß orange SWAL-Logo.
  • 1993 bis 2002: Rumpf Weiß, Unterseite hellgrau, graues Band um die Bugpartie, Schwarzer Schriftzug „JTA“, Seitenleitwerk dunkelrot mit schmalen horizontalen goldfarbenen Streifen.
  • ab 2002: wie Japan Airlines
Ryukyu Air Commuter
  • Rumpf weiß, mit gelb-blauem Band, Tragflächenoberseiten gelb.
TDA/Japan Air System
  • Rumpf Weiß, Rumpfunterseite grau, gelb-orange-rot-blaues Band ab unterhalb der Fensterreihe und auf Seitenleitwerk, in weißen Großbuchstaben „TDA“ bzw. ab 1988 „JAS“ auf Seitenleitwerk.
  • davon abweichend erhielten zwei Boeing 777 und acht MD 90 ab 1996 das Rainbow-Design, das es in verschiedenen Versionen gab.

Unfälle und Zwischenfälle[Bearbeiten]

  • 9. April 1952 – Absturz einer Martin 2-0-2 am Mihara Vulkan während eines japanischen Inlandsfluges. Alle 37 Personen an Bord kommen ums Leben.
  • Juni 1962 - Unfall der Douglas DC-8-32 (JA 8003). Die Maschine wird erheblich beschädigt und nach neunmonatiger Wiederherstellung jetzt als DC-8-53 (JA 8008) an Japan Airlines zurückgeliefert.
  • 22. November 1968 - Notwasserung einer Douglas DC-8 (JA 8032) bei dichtem Nebel etwa vier Kilometer vor der Landebahn des Flughafens San Francisco. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder überleben das Unglück. Das Flugzeug wird später geborgen, repariert und wieder in Dienst gestellt.[15]
  • 24. Juni 1969 - Eine Convair CV 880 stürzt bei Moses Lake (Washington) ab. 3 der 5 Menschen an Bord kommen ums Leben.
  • 14. Juni 1972 - Die Douglas DC-8-53 (JA 8012) kollidiert während des Landeanfluges in Neu Delhi (Indien) mit einem Hindernis und schellt noch vor der Landebahn zu Boden, wobei 87 Menschen sterben und nur sechs gerettet werden können.
  • 6. Oktober 1972 - Die Douglas DC-8-53 (JA 8013) befindet sich im Anflug auf Bombay, als die Piloten statt des internationalen Flughafens irrtümlich ein kleines Flugfeld in dessen Nähe ansteuern. Bei der Landung schießt die Maschine über die viel zu kurze Landebahn hinaus. Es gibt keine Todesopfer, allerdings wird das Flugzeug schwer beschädigt.
  • 28. November 1972 - Nach dem Start in Moskau verliert die Douglas DC-8 Super 62 (JA 8040) plötzlich an Höhe und stürzt zu Boden. 61 Menschen sterben.
  • 23. Juli 1973 - Die erst vier Monate alte Boeing 747-246B der JAL (JA 8109) wird auf einem Flug von Amsterdam nach Tokio von arabischen Terroristen entführt. Während des Fluges wird eine Handgranate gezündet. Die beschädigte Maschine landet in Bengasi (Libyen). Die Passagiere dürfen dort von Bord gehen, anschließend wird das Flugzeug von den Entführern gesprengt.
  • 13. Januar 1977 - Die Douglas DC-8 Super 62 AF Frachtmaschine (JA 8054) sackt kurz nach dem Start in Anchorage (Alaska) durch und stürzt zu Boden. Die fünf Insassen der Maschine sterben.
  • 27. September 1977 - Die Douglas DC-8 Super 62 (JA 8051) streift bei einem heftigen Gewitter beim Anflug auf Kuala Lumpur (Malaysia) einen Berg und stürzt zu Boden. 34 Menschen sterben.
  • 9. Februar 1982 - Die Douglas DC 8 Super 61 (JA 8061) kommt beim Landeanflug auf den Tokio-Haneda Airport wegen eines Pilotenfehlers von der Landebahn ab. 24 Menschen sterben.
  • 26. August 1982 - Die Boeing 737-2Q3 (JA 8444) der Southwest Airlines (SWAL) stürzt bei Ishigaki (Japan) ab.
  • 17. September 1982 - Bei der Douglas DC-8 Super 61 (JA 8048) fallen nach dem Start in Shanghai (China) wesentliche Hydrauliksysteme aus. Die Piloten kehren nach Shanghai zurück und führen eine Notlandung durch, bei der das Flugzeug schwer beschädigt, aber kein Insasse getötet wird.
  • 12. August 1985 - Absturz einer Boeing 747-SR46 (JA 8119) während eines Inlandsfluges (Japan-Airlines-Flug 123) von Tokio nach Osaka. Die Maschine war um 18:12 vom Tokyo International Airport in Haneda gestartet. Auf Grund eines explosionsartigen Ermüdungsbruchs im hinteren Druckschott und gleichzeitigem Ausfall der wichtigen Hydrauliksysteme stürzt die Maschine um 18:56 Uhr aus ca. 2070 Metern Höhe in den Berg Osutaka in der Region Gunma. 520 Menschen sterben (alle 15 Besatzungsmitglieder und 505 Passagiere). Nur vier Passagiere überleben das Unglück. Das ist die höchste Zahl an Todesopfern in der Geschichte der Zivilluftfahrt beim Absturz eines einzelnen Flugzeugs.
  • 12. Mai 2009 - Beim Boarding einer Boeing 747 wird ein Koffercontainer vom äußeren linken Triebwerk angesaugt und verkeilt sich. Der ungewöhnliche Vorfall wird erst kurz vor dem Start bemerkt, Personen werden nicht verletzt.
  • 31. März 2012 - Aufgrund einer Windböe muss eine Boeing 777-200 der Japan Airlines durchstarten. Im Durchstartvorgang berührt sie mit dem Heck den Boden, landet jedoch sicher. An Bord wurde niemand verletzt. Die Maschine wurde schwer beschädigt.[16]
  • 7.Januar 2013 - Die Batterie einer Boeing 787-8 explodiert auf dem Flughafen von Boston und das Flugzeug fängt Feuer. Die Maschine war zu diesem Zeitpunkt nicht in der Luft, sondern wurde auf den Flug vorbereitet. Es wurde niemand verletzt.[17]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Japan Airlines – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Japan Airlines: Ein Management-Guru übernimmt den Steuerknüppel. In Handelsblatt online am 14. Januar 2010, abgerufen am 14. Januar 2010.
  2. a b finanznachrichten.de - Japan Airlines beantragt Insolvenz 19. Januar 2010
  3. JAL files for bankruptcy in record failure. ¥2 trillion in debt; carrier awaits reconstruction. In: The Japan Times. 19. Januar 2010, abgerufen am 19. Januar 2010 (englisch).
  4. Vorbild GM: Japan Airlines beschließt Insolvenzantrag bei handelsblatt.com, 19. Januar 2010 (aufgerufen am 19. Januar 2010)
  5. a b airliners.de - JAL: Rückkehr des Kranichs 19. Januar 2011
  6. http://www.aero.de/news-15586/Boersengang-von-Japan-Airlines-rueckt-naeher.html
  7. ch-aviation.ch - Japan Airlines (englisch) abgerufen am 2. Oktober 2013
  8. airfleets.net - Flottenalter der Japan Airlines (englisch) abgerufen am 16. Juli 2013
  9. boeing.com - Orders and Deliveries (englisch) abgerufen am 16. Juli 2013
  10. flightglobal.com - JAL orders 10 Boeing 787-9s, converts 10 787-8s (englisch) 15. Februar 2012
  11. http://www.aero.de/news-18302/Airbus-gelingt-mit-A350-der-Durchbruch-in-Japan.html
  12. http://www.aero.de/news-18302/Airbus-gelingt-mit-A350-der-Durchbruch-in-Japan.html
  13. aero.de - Japan Airlines mustert letzte Boeing 747 aus 1. März 2011
  14. aero.de: JALCARGO stellt Betrieb ihrer Vollfrachter ein 26. März 2010
  15. Unfallbeschreibung bei Aviation-Safety.net
  16. Mavis Toh: Japan Airlines 777-200 suffers airframe damage in tailstrike. In: flightglobal.com. 4. April 2012, abgerufen am 17. Januar 2013 (englisch): „The tail section of a Japan Airlines (JAL) Boeing 777-200ER suffered serious damage on 31 March after it struck a runway at Tokyo's Haneda Airport when the pilot aborted a landing and started a go-around.“
  17. Boeing 787: Pannenserie hält Dreamliner am Boden. Abgerufen am 19. Januar 2014: „Am Montag hatte bereits eine andere 787, ebenfalls in Boston, Feuer gefangen. Offenbar war eine Batterie explodiert, die Geräte an Bord mit Strom versorgt. Die US-Transportbehörde NTSB erklärte, das Feuer habe einen schwerwiegenden Schaden im Flugzeug angerichtet.“