Japanische Kriegstuba

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Kaiser Hirohito besichtigt Kriegstubas.

Als Japanische Kriegstuba (von engl. Japanese War Tuba, jap. 九〇式大空中聴音機, kyūjū-shiki dai kūchū chōonki, dt. „Typ-90-großer-Himmelshörapparat“) wird ein Gerät zum Abhören des Luftraums bezeichnet.

Geschichte[Bearbeiten]

In der Mitte des Ersten Weltkriegs und mit dem Aufkommen der militärischen Fliegerei begann die Forschung und Entwicklung von Geräten zur Luftraumüberwachung. Ein Ergebnis dieser Forschungen waren Geräte zur akustischen Ortung, auch akustisches Radar genannt. Diese Geräte nutzten den Motorenlärm von Flugzeugen für deren passive Erkennung.

Mit Entwicklung des auf Funkwellen basierenden Radars Mitte der 1930er wurden solche akustischen Lokalisierer überflüssig.

Namensfindung[Bearbeiten]

Japanische Kriegstuba ist die umgangssprachliche Bezeichnung für einen akustischen Lokalisierer der kaiserlich japanischen Armee, der rein visuell sehr große Ähnlichkeit mit einer Tuba hatte. Der Name entstand durch eine falsche oder auch scherzhafte Interpretation eines Fotos aus den 1930er Jahren. Auf diesem Bild ist der damalige japanische Kaiser Hirohito, einige Flugabwehrkanonen und die Konstruktion, bestehend aus mehreren Hörnern die schräg in den Himmel zeigen zu sehen.

Weblinks[Bearbeiten]