Jarosław Gowin

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Jarosław Gowin

Jarosław Adam Gowin?/i (* 4. Dezember 1961 in Krakau, Polen) ist ein polnischer Politiker der Partei Polska Razem Jarosława Gowina (dt. Jaroslaw Gowins Polen Zusammen)[1] und Publizist. Er war vom 17. November 2011 bis zum 6. Mai 2013 polnischer Justizminister.

Leben[Bearbeiten]

Gowin studierte Philosophie an der Jagiellonen-Universität in Krakau. Über ein Stipendium war ihm zudem ein Studienaufenthalt an der University of Cambridge möglich.[2] An der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warschau promovierte er schließlich mit einer Dissertation über Die Kirche in der Zeit der Freiheit von 1989 bis 1999 (polnisch Kościół w czasach wolności 1989–1999).[3] 1994 bis 2005 war Gowin Redakteur der katholischen Monatszeitschrift Znak.[4][5] 2003 trat er des Weiteren als einer der Gründer der privaten Europäischen Pastor-Józef-Tischner Hochschule (polnisch Wyższa Szkoła Europejska im. ks. Józefa Tischnera) auf und ist seitdem ihr Rektor.[4]

Bei den Parlamentswahlen 2005 trat Gowin für die Platforma Obywatelska (dt. Bürgerplattform) an und konnte mit 157.083 Stimmen ein Mandat für den Senat erringen.[6] Zwei Jahren darauf gelang ihm bei den vorgezogenen Parlamentswahlen 2007 mit 160.465 Stimmen wiederum die Wahl in den Sejm.[7] Bei den Parlamentswahlen 2011 wurde er mit 62.570 Stimmen im Wahlkreis 13 Kraków II erneut Abgeordneter des Sejm.[8]

Am 17. November 2011 gab Premier Donald Tusk die Nominierung Gowins für den Posten des Justizministers in seinem zweiten Kabinett bekannt. Im Januar 2013 kam es jedoch in der Debatte über die von Tusk unterstützte Einführung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft zwischen Beiden zum Streit. Gowin bezeichnete nicht nur die liberalen Gesetzesentwürfe der Opposition, sondern auch den restriktiveren Entwurf aus der eigenen Fraktion als verfassungswidrig.[9] Am 29. April 2013 wurde Gowin als Minister vom Ministerpräsidenten Tusk entlassen,[10] die förmliche Demission durch den Staatspräsidenten fand am 6. Mai statt. Zu seinem Nachfolger wurde Marek Biernacki..[11] Am 7. Dezember 2013 gründete er die wirtschaftsliberale und wertkonservative Partei Polska Razem Jarosława Gowina[12]

Gowin ist verheiratet und hat drei Kinder.[2]

Werke[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jarosław Gowin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. polen-heute.de
  2. a b Website von Jarosław Gowin, O mnie, abgerufen am 17. November 2011.
  3. dr Jarosław Gowin. Portal Nauka Polska, abgerufen am 17. November 2011.
  4. a b Stan majątkowy posłów PO za 2007 r. (część 3). Gazeta Podatnika, 24. Juni 2008.
  5. Trzy powody do dumy z 3 maja. Rzeczpospolita, 1. Mai 2011.
  6. Website der staatlichen Wahlkommission, Wyniki wyborów / Lista wybranych senatorów, abgerufen am 17. November 2011.
  7. Website der staatlichen Wahlkommission, Wybory 2007 - Wyniki wyborów / Lista wybranych posłów, abgerufen am 17. November 2011.
  8. Website der staatlichen Wahlkommission, Wybory 2011 - Wyniki wyborów, 14. Oktober 2011
  9. Sueddeutsche:Neuer Anlauf für Homo-Ehe
  10. Gazeta.pl, Premier odwołał Jarosława Gowina. Zastąpi go Marek Biernacki, 29. April 2013.
  11. Prezydent powołał nowego ministra sprawiedliwości. In: www.prezydent.pl. 6. Mai 2013, abgerufen am 6. Mai 2013 (polnisch).
  12. polen-heute.de