Jaroslawa Wjatscheslawowna Schwedowa

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Jaroslawa Schwedowa Tennisspieler
Jaroslawa Schwedowa
Spitzname: Slava
Nationalität: KasachstanKasachstan Kasachstan
RusslandRussland Russland
Geburtstag: 12. September 1987
Größe: 180 cm
Gewicht: 68 kg
1. Profisaison: 2005
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Wjatscheslaw Schwedow (Vater)
Preisgeld: 3.425.426 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 287:198
Karrieretitel: 1 WTA, 4 ITF
Höchste Platzierung: 25 (29. Oktober 2012)
Aktuelle Platzierung: 53
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 190:124
Karrieretitel: 11 WTA, 3 ITF
Höchste Platzierung: 4 (6. Juni 2011)
Aktuelle Platzierung: 44
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 7. April 2014
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Jaroslawa Wjatscheslawowna Schwedowa (russisch Ярослава Вячеславовна Шведова, englische Transkription Yaroslava Shvedova; * 12. September 1987 in Moskau, UdSSR) ist eine Tennisspielerin, die zunächst für Russland spielte und seit 2008 für Kasachstan antritt.

Persönliches[Bearbeiten]

Schwedowa begann im Alter von sechs Jahren mit dem Tennisspielen, das ihr der Vater beibrachte. Ihre Mutter Nursija Bagmanowa war in den 1990er Jahren eine erfolgreiche Ultramarathonläuferin.

Karriere[Bearbeiten]

2007[Bearbeiten]

Im Februar 2007 erreichte Schwedowa mit einem Sieg über die als Nummer zwei gesetzte Lokalmatadorin Sania Mirza mit 6:72, 6:4, 6:4 unerwartet das Finale der Bangalore Open. Dort besiegte sie die an Nummer eins gesetzte Titelverteidigerin Mara Santangelo mit 6:4, 6:4. Es war ihr erster Titel auf der WTA Tour, nach dem Turniersieg wurde sie auf Platz 78 und damit erstmals in den Top 100 geführt.

Bei den Miami Masters kam sie über die Qualifikation ins Hauptfeld und konnte dort in der zweiten Runde mit Ana Ivanović zum ersten Mal eine Top-20-Spielerin schlagen (7:5, 6:4). In Runde drei unterlag sie Tathiana Garbin mit 6:4, 3:6, 2:6.

2008[Bearbeiten]

Im August gewann sie das ITF-Turnier von Monterrey mit einem Finalsieg über Magdalena Tybarikova mit 6:4, 6:1. Nach überstandener Qualifikation verlor sie ihr Erstrundenmatch bei den US Open mit 4:6 und 2:6 gegen Agnieszka Radwańska.

2009[Bearbeiten]

Über die Qualifikation schaffte sie es mit Siegen über Shenay Perry (6:4, 6:4), Angela Haynes (6:1, 6:2) und Elena Baltacha (6:2, 6:2) auch ins Hauptfeld der French Open. Dort besiegte sie Kaia Kanepi in der ersten und die Qualifikantin Arantxa Rus in der zweiten Runde. In ihrem Drittrundenmatch unterlag sie dann Maria Scharapowa mit 6:1, 3:6 und 4:6. In Wimbledon fertigte sie Monica Niculescu in der ersten Runde mit 6:1 und 6:0 ab, ehe sie Melanie Oudin mit 6:3, 2:6 und 4:6 unterlag.

2010[Bearbeiten]

Bei den French Open in Paris erreichte sie mit dem Österreicher Julian Knowle das Endspiel im Mixed-Wettbewerb, das mit 6:4, 6:75, [9:11] knapp verloren ging. In Wimbledon konnte sie in der Doppelkonkurrenz mit dem Titelgewinn an der Seite von Vania King ihren bislang größten Erfolg feiern. Mit ihr zusammen gewann sie 2010 auch noch den Titel im Doppelwettbewerb der US Open.

2011[Bearbeiten]

Nach ihrem Halbfinalvorstoß in Paris erreichte Schwedowa mit Rang 4 ihre bislang höchste Position in der Doppel-Weltrangliste. Ende Juli folgte an der Seite von Sania Mirza bei dem erstmals in den Tourkalender aufgenommenen Turnier im US-amerikanischen College Park ihr vierter Doppeltitel. Die beiden besiegten das Duo Wolha Hawarzowa / Alla Kudrjawzewa in zwei Sätzen. Bis Ende Oktober folgten zwei weitere Doppelerfolge an der Seite von Vania King - die beiden gewannen zusammen nun bereits vier WTA-Turniere.

2012[Bearbeiten]

Bei den Australian Open scheiterte sie diesmal bereits in der Qualifikation. Dagegen kam sie im Doppel an der Seite von Vania King erstmals ins Viertelfinale, wo die beiden der tschechischen Paarung Lucie Hradecká / Andrea Hlaváčková in zwei Sätzen unterlagen. Bei den French Open überraschte Schwedowa im Einzel, als sie mit Siegen über Carla Suárez Navarro und Titelverteidigerin Li Na das Viertelfinale erreichte. Dort wurde sie allerdings von Petra Kvitová gestoppt (6:3, 2:6, 4:6).

In Wimbledon schaffte Schwedowa bei ihrem Drittrundenmatch gegen Sara Errani (6:0, 6:4) das Kunststück, einen Golden Set zu spielen, d.h. den Satz mit 24 Punkten in Folge zu gewinnen.[1] Am 29. Oktober erzielte sie mit Platz 25 im Einzel-Ranking der WTA eine neue persönliche Bestmarke.

2013[Bearbeiten]

Im Jahr 2013 war Schwedowa vor allem im Doppel erfolgreich. Es gelangen ihr Turniersiege in Florianapolis, Taschkent und in Taipeh. 2014 kamen in den ersten vier Monaten an der Seite von Anabel Medina Garrigues zwei weitere hinzu.

Turniersiege[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 18. Februar 2007 IndienIndien Bangalore WTA Tier III Hartplatz ItalienItalien Mara Santangelo 6:4, 6:4

Doppel[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 15. Februar 2009 ThailandThailand Pattaya WTA International Hartplatz ThailandThailand Tamarine Tanasugarn UkraineUkraine Julija Bejhelsymer
RusslandRussland Witalija Djatschenko
6:3, 6:2
2. 4. Juli 2010 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Wimbledon Grand Slam Rasen Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vania King RusslandRussland Jelena Wesnina
RusslandRussland Wera Swonarjowa
7:66, 6:2
3. 13. September 2010 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Open Grand Slam Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vania King RusslandRussland Nadja Petrowa
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Liezel Huber
6:2, 4:6, 7:64
4. 31. Juli 2011 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten College Park WTA International Hartplatz IndienIndien Sania Mirza WeissrusslandWeißrussland Wolha Hawarzowa
RusslandRussland Alla Kudrjawzewa
6:3, 6:3
5. 21. August 2011 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Cincinnati WTA Premier 5 Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vania King SudafrikaSüdafrika Natalie Grandin
TschechienTschechien Vladimíra Uhlířová
6:4, 3:6, [11:9]
6. 23. Oktober 2011 RusslandRussland Moskau WTA Premier Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vania King AustralienAustralien Anastassija Rodionowa
KasachstanKasachstan Galina Woskobojewa
7:63, 6:3
7. 2. März 2013 BrasilienBrasilien Florianópolis WTA International Hartplatz SpanienSpanien Anabel Medina Garrigues Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Anne Keothavong
RusslandRussland Walerija Sawinych
6:0, 6:4
8. 14. September 2013 UsbekistanUsbekistan Taschkent WTA International Hartplatz UngarnUngarn Tímea Babos WeissrusslandWeißrussland Wolha Hawarzowa
LuxemburgLuxemburg Mandy Minella
6:3, 6:3
9. 10. November 2013 Chinese TaipeiChinese Taipei Taipeh WTA Challenger Hartplatz (Halle) FrankreichFrankreich Caroline Garcia DeutschlandDeutschland Anna-Lena Friedsam
BelgienBelgien Alison Van Uytvanck
6:3, 6:3
10. 24. Februar 2014 BrasilienBrasilien Florianópolis WTA International Hartplatz SpanienSpanien Anabel Medina Garrigues ItalienItalien Francesca Schiavone
SpanienSpanien Silvia Soler Espinosa
7:61, 2:6, [10:3]
11. 6. April 2014 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Charleston WTA Premier Sand SpanienSpanien Anabel Medina Garrigues Chinese TaipeiChinese Taipei Chan Hao-ching
Chinese TaipeiChinese Taipei Chan Yung-jan
7:64, 6:2

Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

Turnier 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 Bilanz Karriere
Australian Open 2 1 2 1 1 2:5 2
French Open 1 3 VF 1 VF 2 11:6 VF
Wimbledon 1 1 2 2 1 AF 2 6:7 AF
US Open 1 1 3 1 2 3 5:6 3

Doppel[Bearbeiten]

Turnier 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 Karriere
Australian Open 1 1 1 VF 1 2 VF
French Open 1 1 1 1 HF VF 2 HF
Wimbledon 2 2 S 2 AF S
US Open VF 1 S F AF 1 S

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jaroslawa Schwedowa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Goldenes Ei gelegt“, FAZ.net