Jarplund-Weding

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Lage der ehemaligen Gemeinde Jarplund-Weding im Kreis Schleswig-Flensburg

Jarplund-Weding (dänisch: Jaruplund-Vedding) ist eine ehemalige Gemeinde südlich von Flensburg im Norden Schleswig-Holsteins und seit dem 1. März 2008 Teil der amtsfreien Gemeinde Handewitt. In Jarplund-Weding lebten 2006 etwa 4300 Menschen auf einer Gemeindefläche von 13,22 km². Der westliche Ortsteil Weding ist inzwischen mit Flensburg-Weiche zusammengewachsen. Jarplund wird durch den Straßenknoten Flensburg-Süd von der Stadt getrennt.

Am 1. März 2008 fusionierte die Gemeinde Jarplund-Weding mit der Nachbargemeinde Handewitt zur neuen amtsfreien Gemeinde Handewitt, gleichzeitig wurde das Amt Handewitt aufgelöst.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 24. März 1974 wurde die Gemeinde Jarplund-Weding durch den Zusammenschluss der bisher selbständigen Gemeinden Jarplund und Weding neu gebildet.[1]

Wappen[Bearbeiten]

Wappen der ehemaligen Gemeinde Jarplund-Weding

Blasonierung: „In Gold ein grüner Torfspaten, aus dessen Schaftmitte beiderseits ein grüner Eichenzweig, bestehend aus jeweils einer Eichel zwischen zwei Blättern, ausschlägt.“[2]

Der Torfspaten symbolisiert den historischen Torfabbau als wesentliche Existenzgrundlage der Ortsbewohner neben der Landwirtschaft. Zugleich gibt er einen Hinweis auf die Bedeutung des Ortsnamens Weding. Die Eichenzweige verweisen auf den Ortsnamen Jarplund und versinnbildlichen gleichzeitig die beiden Ortsteile.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

Im Ort gibt es mehrere Sportvereine, der bedeutendste ist der TSV Jarplund-Weding, der aus den Vereinen TSV Jarplund und SV Weding hervorgegangen ist. Zu den größten sportlichen Erfolgen gehören – neben einer Bundesliga-Mannschaft im Damen-Handball in den 1980er Jahren – der Gewinn dreier deutschen Meisterschaften (1975 der Vorgängerverein SV Weding in der männlichen Jugend A sowie 2009 und 2010 jeweils im Rahmen der Spielgemeinschaft SG Oeversee-Jarplund-Weding in der weiblichen Jugend A) und einer deutschen Vize-Meisterschaft 1983 in der männlichen Jugend C.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Im ehemaligen Gemeindegebiet existieren ausgedehnte Gewerbegebiete und die wohl bekannteste ortsansässige Firma ist die Deutschlandzentrale des „Dänischen Bettenlagers“.

Schulen[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet verfügt über eine Grund- und Hauptschule im Ortsteil Weding, eine Grundschule im Ortsteil Jarplund und eine Dänische Schule. Weiterführende Schulen (Realschule, Gymnasium) befinden sich im wenige Kilometer entfernten Flensburg. Im Ortsteil Jarplund ist die dänische Akademie Jaruplund Højskole angesiedelt.

Quellen[Bearbeiten]

  1.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 182.
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein

54.7408333333339.4347222222222Koordinaten: 54° 44′ N, 9° 26′ O