Jason Collins

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Basketballspieler
Jason Collins
Collins beim Aufwärmen 2014
Spielerinformationen
Voller Name Jason Paul Collins
Geburtstag 2. Dezember 1978
Geburtsort Northridge (CA), USA
Größe 213 cm
Position Center
College Stanford
NBA Draft 2001, 18. Pick, Houston Rockets
Vereine als Aktiver
2001–2007 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten New Jersey Nets
000002007 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Memphis Grizzlies
2007–2009 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Minnesota Timberwolves
2009–2011 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Atlanta Hawks
2012–2013 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Boston Celtics
000002013 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Washington Wizards
000002014 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Brooklyn Nets

Jason Paul Collins (* 2. Dezember 1978 in Northridge, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer ehemaliger Basketballspieler, der auf der Position des Centers spielt. Er ist der erste Profisportler in den vier großen US-Profiligen (National Basketball Association, Major League Baseball, National Football League, National Hockey League), der noch während seiner Karriere seine Homosexualität bekannt gab.

Karriere[Bearbeiten]

Collins wurde im NBA-Draft 2001 von den Houston Rockets als 18. Draftpick ausgewählt. Die Rockets tauschten ihn aber direkt mit seinen künftigen Teamkollegen Richard Jefferson (13. Pick) und Brandon Armstrong (23. Pick) an die New Jersey Nets, um Eddie Griffin (7. Pick) zu erwerben. Im Team von Coach Byron Scott, das von Point Guard Jason Kidd angeführt wurde, spielte sich Collins als Backup von Center Todd MacCulloch und Power Forward Kenyon Martin in die Rotation. Die Nets erreichten sowohl 2002 als auch 2003 jeweils die NBA Finals, scheiterten jeweils aber gegen die Los Angeles Lakers und die San Antonio Spurs. Gegen die Spurs startete Collins in allen sechs Spielen, konnte aber seinen Gegenspieler Tim Duncan nicht stoppen. In den Folgejahren etablierte sich Collins als startender Center, ohne aber statistisch aufzufallen: bei den Nets erzielte er Spitzenwerte von 6,4 Punkten, 6,1 Rebounds und 0,9 Blocks pro Spiel. 2007 wurde Collins zu den Memphis Grizzlies getradet, konnte sich aber nicht gegen Pau Gasol und Darko Miličić durchsetzen und wurde nach nur 31 Spielen zu den Minnesota Timberwolves getauscht, die ihn bald an die Atlanta Hawks abgaben. Im Team um Swingman Joe Johnson etablierte sich Collins als Backup von Center Sasa Patschulia und spielte drei Jahre, bis er 2012 zu den Boston Celtics kam, die ihn nach 32 Spielen an die Washington Wizards tauschten. Im Februar 2014 kehrte Collins zu den Nets zurück, die nun in Brooklyn beheimatet sind. Dort unterschrieb er zunächst einen 10-Tages-Vertrag.[1]

Privatleben[Bearbeiten]

Collins hat einen Zwillingsbruder namens Jarron Collins, der ebenfalls NBA-Profi war. Er war acht Jahre lang in einer Beziehung mit der Basketballerin Carolyn Moos und verlobte sich mit ihr, ehe er 2009 die Beziehung beendete.[2]

Aktivist Brian Ellner mit Collins’ Trikot zusammen mit NBA-Commissioner David Stern.

Am 29. April 2013 machte Collins seine Homosexualität bekannt; damit wurde er der erste Profisportler in den vier großen US-Profiligen (National Basketball Association, Major League Baseball, National Football League, National Hockey League), der sich während seiner Karriere outete.[3][4] Sein Coming-out wurde allgemein positiv aufgenommen: Sein Bruder Jarron, US-Präsident Barack Obama, NBA-Präsident David Stern, NBA-Stars wie Kobe Bryant, Dwyane Wade oder Steve Nash, aktuelle Wizards-Teamkollegen wie John Wall, Emeka Okafor oder Martell Webster, ehemalige Weggefährten wie Jason Kidd, Zaza Pachulia und Doc Rivers u. v. m. lobten Collins für seine Aktionen.[5] Collins enthüllte zudem, dass seine Trikotnummer #98 (die er seit 2012 trägt) ein Andenken an Matthew Shepard darstellt, der 1998 einem schwulenfeindlichen Mord zum Opfer fiel.[6]

Collins mit seinen Mannschaftskameraden bei den Nets 2014

Nachdem er in der zweiten Saisonhälfte der NBA 2013/14 bei den Brooklyn Nets unter Vertrag stand, bekam er zur folgenden Saison keine Vertragsangebote mehr und erklärt nach 13 Jahren und nur knapp anderthalb Jahre nach seinem „Outing“ seinen Rücktritt vom Leistungssport.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jason Collins – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nets Sign Jason Collins to 10-Day Contract
  2. NBA’s Jason Collins’ former fiancée Carolyn Moos says gay announcement ‘a lot to process’. In: The Toronto Star, 5. Mai 2013 (englisch)
  3. Jason Collins says he's gay. In: ESPN, 30. April 2013 (englisch).
  4. Erster aktiver US-Profi bekennt sich zu Homosexualität. In: Spiegel Online, 29. April 2013.
  5. Reaction to Jason Collins' announcement. In: ESPN, 30. April 2013 (englisch).
  6. Jason Collins, Franz Lidz: Why NBA center Jason Collins is coming out now. In: Sports Illustrated, 29. April 2013. 
  7. Jason Collins to retire from NBA. ESPN, 21. November 2014, abgerufen am 6. Dezember 2014 (englisch).