Jauche und Levkojen (Film)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Jauche und Levkojen
Originaltitel Jauche und Levkojen
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1978
Länge 375 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Günter Gräwert, Rolf Hädrich, Rainer Wolffhardt
Drehbuch Eva Mieke
Musik Joe Dixie
Kamera Hans Jura
Schnitt Dorothee Maas
Besetzung

Jauche und Levkojen ist ein Fernseh-Mehrteiler aus dem Jahre 1978, der von der Bavaria Atelier GmbH produziert wurde. Er basiert auf dem gleichnamigen Roman Jauche und Levkojen von Christine Brückner. Die Erstausstrahlung fand am 14. August 1978 in der ARD statt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

Der Mehrteiler schildert die ersten drei Lebensjahrzehnte der Maximiliane Irene von Quindt, die Ende 1918, in der Endphase des Ersten Weltkrieges auf dem im Besitz ihres Großvaters befindlichen Gut Poenichen in Pommern geboren wird. Ihren Vater lernt sie nie kennen, da dieser in den letzten Kriegstagen fällt. Ihre aus Berlin stammende Mutter Vera, die mit dem Kind nichts anfangen kann, lässt sie bald auf dem Gut der Großeltern zurück, um sich wieder in das Großstadtleben zu stürzen, später heiratet sie einen jüdischen Arzt. Maximiliane wächst bei den alten Quindts auf und lernt deren Welt kennen.

Große wie kleine gesellschaftliche Veränderungen der Zeit spiegeln sich auch in Poenichen wider. Mit knapp 18 - die Nationalsozialisten sind mittlerweile an der Macht - heiratet Maximiliane den entfernten Verwandten Viktor, überzeugter Nazi, NSDAP-Mitglied und Mitarbeiter des Reichssippenamtes. Diese Ehe ist keine Liebesheirat - Viktor dient sie dazu, dem „Führer“ Kinder zu „schenken“ - was auch geschieht - , während Maximiliane sich vergeblich erhofft, das Gut und den Großvater vor den Nationalsozialisten schützen zu können.

1945, in der Endphase des Zweiten Weltkrieges, fällt Viktor Quint und Maximiliane, mittlerweile mehrfache Mutter, ist gezwungen, zusammen mit vielen Menschen, die auf dem Familiengut leben, vor der anrückenden Roten Armee nach Westen zu fliehen. Der Film endet mit der beginnenden Flucht des Trecks. Im Hintergrund fallen drei Schüsse. Die Großeltern, die ihre Heimat nicht verlassen wollten, haben zunächst ihren Wachhund erschossen und danach den Freitod gewählt.

Die Fortsetzung erschien bereits zwei Jahre später unter dem Titel „Nirgendwo ist Poenichen“.

[Bearbeiten] DVD

Seit 2008 ist die Serie auf DVD erhältlich.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge