Jaunais laiks

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Jaunais laiks
Neue Ära
Logo der JL
Partei­vorsitzender Valdis Dombrovskis (2009-2011)
Gründung 2. Februar 2002
Auflösung 6. August 2011
Haupt­sitz Riga
Aus­richtung Wirtschaftsliberalismus, Konservatismus[1]
Farbe(n) Dunkelblau
Europapartei Europäische Volkspartei (EVP)
EP-Fraktion Fraktion der Europäischen Volkspartei (Christdemokraten)
Website www.jaunaislaiks.lv

Jaunais laiks (JL, Neue Ära) war eine liberal-konservative politische Partei in Lettland. Sie wurde 2001 von Einars Repše gegründet und ging 2011 in der Partei Vienotība (dt: "Einigkeit") auf.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Wahlkampf zu den Parlamentswahlen 2002 versprach die Neue Ära, vor allem Korruption und Steuerhinterziehung zu bekämpfen. Nach Auffassung der Partei könnte der Staatshaushalt Lettlands so um 400 Millionen Lats entlastet werden, was Möglichkeiten zur Finanzierung verschiedener Programme und für Steuersenkungen eröffnen würde. Das Parteiprogramm umfasst auch Maßnahmen im Gesundheits- und Ausbildungswesen, u.a. soll die staatlich finanzierte Hochschulausbildung beispielsweise durch Darlehen an die Studierenden ersetzt werden.

Bei den lettischen Parlamentswahlen am 5. Oktober 2002 wurde JL stärkste Kraft in der Saeima. Sie gewann 23.9 % der Stimmen und 26 von 100 Sitzen und bildete mit dem Bündnis der Grünen und Bauern, der Vaterlandspartei und Lettlands Erster Partei eine Regierungskoalition mit Einars Repše als Ministerpräsidenten. Im Januar 2004 kam es zum Bruch der Koalition und Repše musste zurücktreten.

An der Regierung Kalvītis war die Partei von Dezember 2004 bis zum 13. April 2006 mit sechs Ministern beteiligt. Vorsitzender der Parlamentsfraktion war der frühere Bildungsminister Kārlis Šadurskis. Den Parteivorsitz hatte nach wie vor Einars Repše inne.

Im Europäischen Parlament gehörte Jaunais Laiks zur Europäischen Volkspartei.

Zu den Parlamentswahlen 2010 trat die Partei als Teil des Wahlbündnisses Vienotība an. 2011 konstituierte sich das bisherige Wahlbündnis als Partei.

Ergebnisse bei lettischen Parlamentswahlen[Bearbeiten]

  • Parlamentswahl 2002: 23,9 %, damit 26 Sitze (von 100) - stärkste Fraktion im Parlament
  • Parlamentswahl 2006: 16,4 %, damit 18 Sitze (von 100)
  • Parlamentswahl 2010: 31,2 %, damit 33 Sitze als Teil des Wahlbündnisses Vienotība

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Elisabeth Bakke: Central and East European party systems since 1989. In: Central and Southeast European Politics Since 1989. Cambridge University Press, 2010, S. 80