Jeßnitz (Anhalt)
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | |
| Landkreis: | Anhalt-Bitterfeld | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Raguhn | |
| Höhe: | 71 m ü. NN | |
| Fläche: | 14,25 km² | |
| Einwohner: | 3618 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 254 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 06800 | |
| Vorwahl: | 03494 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ABI | |
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 82 165 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Conradiplatz 7 06800 Jeßnitz (Anhalt) |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Helmut Ernst (parteilos) | |
| Lage der Stadt Jeßnitz (Anhalt) im Landkreis Anhalt-Bitterfeld | ||
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Jeßnitz (Anhalt) ist eine Kleinstadt im Südosten des Landes Sachsen-Anhalt nordöstlich von Bitterfeld-Wolfen und gehört seit dem 1. Januar 2005 zur Verwaltungsgemeinschaft Raguhn.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Jeßnitz liegt in einer Auenlandschaft am unteren Abschnitt der Mulde. Östlich der Stadt beginnt die Dübener Heide. Nächstgelegene größere Städte sind das direkt benachbarte Wolfen, Dessau etwa 20 km nördlich, Halle (Saale) etwa 30 km südöstlich und Leipzig etwa 35 km südlich.
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Ursprünge
In einer Magdeburger Urkunde vom 17. Oktober 1259 wird der Name Jeßnitz erstmals zuverlässig erwähnt. Laut Überlieferung wurde die Stadt selbst aber bereits im Jahre 1156 urkundlich aufgeführt. Der historische Stadtkern westlich der Mulde ging wahrscheinlich aus einer Fischersiedlung hervor. Der Name der Stadt lautete im Jahr 1265 Jezzant, 1297 Jessenitz und 1408 Geßnitz. Ursprung des Namens ist nach neuesten Erkenntnissen das althochdeutsche Wort jesän, bzw. das mittelhochdeutsche jesen (= gären, schäumen, aufbrodeln). Damit wird vermutlich das Wesen der Mulde beschrieben. Später erfolgte eine Angleichung an die „-itz“-Namen der Umgebung, obwohl der Name germanischen und nicht slawischen Ursprungs ist. Ältere Geschichtsbücher bieten auch eine Namenserklärung an, die Jeßnitz zum Wort jesion (slaw.) für Esche stellt, da sich die Siedlung inmitten slawischen Siedlungsgebietes befand.
[Bearbeiten] Frühe Neuzeit
Im Jahre 1408 erhält Fürst Albrecht VI. von Anhalt-Dessau die Stadt als Meißnisches Lehen. 1534 führt der Reformator Fürst Georg III. von Anhalt-Dessau die lutherische Reformation ein. 1567 vernichtete ein Großfeuer viele Häuser der Stadt, darunter das Rathaus. 1583, 1610-13 und 1632 wurde die Stadt von der Pest heimgesucht, der ein großer Teil der Bevölkerung zum Opfer fiel.
[Bearbeiten] 21. Jahrhundert
Zu einer Namensänderung kam es am 16. April 2002, als sich die Stadt von Jeßnitz in Jeßnitz (Anhalt) umbenannte. Im August 2002 wurde die Stadt in weiten Teilen durch ein Jahrhunderthochwasser der Mulde überflutet.
[Bearbeiten] Eingemeindungen
- 1936: Roßdorf
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
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¹ 30. Juni
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
- Bobenheim-Roxheim (Rheinland-Pfalz)
- Chevigny-Saint-Sauveur im Département Côte-d’Or (Frankreich)
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Klosterruine Salegast im südlich des Ortes angrenzenden Naturschutzgebiet Salegaster Forst (450 ha großer Auwald)
[Bearbeiten] Gedenkstätte
- Mahnmal von 1952 auf dem Alten Friedhof, seit 1956 in die August-Bebel-Straße versetzt, zur Erinnerung an die Kämpfer gegen den Faschismus
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Hermann Conradi (* 1862; † 1890), Schriftsteller des Frühnaturalismus
- Hans Linde (* 1913), Soziologe
- Barry Graves (* 1942; † 1994), eigentlich Jürgen Deutschmann, u. a. Radiomoderator beim RIAS Berlin
- Christian Gille (* 1976), deutscher Kanute, verbrachte seine Kindheit in Jeßnitz und begann im örtlichen Kanu-Club seine sportliche Karriere, Olympiasieger in Athen 2004
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Website der Stadt Jeßnitz (Anhalt)
- Website des Heimatvereins
- Klosterruine Salegast
- Salegaster Forst
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