Jean-Armand du Peyrer

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Jean-Armand du Peyrer, Comte de Tréville

Jean-Armand du Peyrer, Comte de Tréville, auch de Troisville (* 1598 in Oloron-Sainte-Marie; † 8. Mai 1672), war ein französischer Offizier während der Regierungszeit Ludwigs XIII. Er findet Erwähnung in Alexandre Dumas’ Roman „Die drei Musketiere“, der 1844 veröffentlicht wurde.

Tréville wurde 1598 in Oloron-Sainte-Marie als Sohn von Marie d’Aramitz und Jean du Peyrer geboren. Der Vater erwarb 1607 das Landgut Trois-Villes. Der mit dem Erwerb verbundene Adelsstand ermöglichte es dem Sohn später, eine Offizierslaufbahn in der königlichen Garde (Gardes-Françaises) einzuschlagen, in die er 1616 eintrat. Als Musketier nahm er 1627–1628 an der Belagerung von La Rochelle teil. 1634 wurde Tréville Kapitänleutnant der Musketiere der Garde. Mehrere Verwandte Trévilles traten den Musketieren bei, darunter 1640 seine Cousins Armand de Sillègue d’Athos d’Autevielle und Henry d’Aramitz.

Nach dem Tod Ludwigs XIII. erhob dessen Witwe Anna als Regentin für den noch minderjährigen Ludwig XIV. 1643 Tréville in den Grafenstand. Aufgrund von Differenzen mit dem Ersten Minister Jules Mazarin trat Tréville 1646 von seinem Posten bei der königlichen Garde zurück und zog sich auf seine Güter zurück. Dort errichtete er nach den Plänen des Architekten François Mansart das Château d’Eliçabéa in Trois-Villes, wo er 1672 starb.

Literatur[Bearbeiten]