Jean-Baptiste Vaillant

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Jean-Baptiste Vaillant

Jean-Baptiste-Philibert Vaillant (* 6. Dezember 1790 in Dijon; † 4. Juni 1872 in Paris) war Marschall von Frankreich und Kriegsminister.

Leben[Bearbeiten]

Vaillant trat 1809 in das Geniekorps ein, begleitete 1812 als Adjutant von General François Nicolas Benoît Haxo auf dem russischen Feldzug, wurde 1813 in der Schlacht bei Kulm (29./30. August 1813) gefangengenommen. Er beteiligte sich während Napoleons Herrschaft der Hundert Tage an der Befestigung von Paris und kämpfte bei Ligny (16. Juni 1815) und Waterloo (18. Juni 1815).

Den Feldzug gegen Algier 1830 machte er als Bataillonschef mit, nahm hierauf als Oberstleutnant an den Expeditionen nach Belgien 1831 und 1832 teil, war 1837–1838 Festungsdirektor in Algier und erhielt dann das Kommando über die École polytechnique. Er gab diese Stelle aber auf, um, 1845 mit dem Rang eines Generalleutnants, die oberste Leitung bei den Pariser Festungsbauten zu übernehmen.

Im Mai 1849 erhielt er das Kommando der Genietruppen beim römischen Expeditionskorps und erwarb sich bei der Belagerung Roms die Marschallwürde. 1854 übernahm er das Kriegsministerium und 1860 das Portefeuille des kaiserlichen Hauses.

Im Januar 1864 erhielt er die Würde eines Großkanzlers der Ehrenlegion. 1870 nach dem Sturz des Zweiten Kaiserreichs aus Frankreich verbannt, kehrte er 1871 nach Paris zurück und starb dort am 4. Juni 1872.

Literatur[Bearbeiten]

  • Biographien in: Archives Biographiques Françaises (ABF), Serie I, Fiche 1007, Felder 303-316. Serie II, Fiche 619, Felder 276-278. Serie III, Fiche 442, Felder 203-205


Vorgänger Amt Nachfolger
Armand-Jacques-Achille Leroy de Saint-Arnaud Kriegsminister von Frankreich
11. März 1854-5. Mai 1859
Jacques-Louis Randon