Jean-François Raffaëlli

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Jean-François Raffaëlli in seinem Pariser Atelier.
Chez le fondeur, Jean-François Raffaëlli

Jean-François Raffaëlli (* 20. April 1850 in Paris; † 11. Februar 1924 in Paris) war ein französischer Maler des Realismus, Bildhauer und Drucker, Schauspieler sowie Autor.

Leben[Bearbeiten]

Raffaëlli stammte aus einer Familie italienischer Abstammung und wuchs in Paris auf. Zunächst zeigte er großes ein Interesse an Musik und Theater und war in diesen Bereichen tätig, bevor er sich der Malerei zuwendete. Raffaëlli war ein Schüler des französischen Historienmaler und Bildhauer Gérôme in der École des beaux-arts in Paris. Raffaëlli war ab 1870 am Salon de Paris tätig. Neben der Widmung zu klassischer Landschaftsmalerei, stellte er in erster Linie in seinen Gemälden und Zeichnungen, Szenen aus den Pariser Vororten, Straßenszenen und Porträts zu bekannten Persönlichkeiten dar, sowie unter anderem zu Georges Clemenceau in einer Wahlversammlung. Am Rande von Paris lebte und arbeitete er auch eine zeitlang in Meudon. Nach 1890 verlagerte Raffaëlli den Schwerpunkt seiner Arbeit aus den Vororten von Paris in die Stadt selbst. Er schuf eine ganze eine Reihe von Skulpturen, von denen viele heute nur noch durch Fotografien bekannt sind. Des Weiteren fertigte er auch Kupferstiche zu vielen Pariser Örtlichen, wie unter anderem zur Kathedrale Notre-Dame de Paris und zum Hôtel des Invalides. In den späteren Jahren seines Lebens, beschäftigte er sich auch mit farbigen Drucktechniken wie dem Siebdruck. Jean-François Raffaëlli wurde nach seinen Tod auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise in der Division 23e begraben .

Publikationen des Raffaëlli[Bearbeiten]

  • Catalogue illustré des œuvres de Jean-François Raffaëlli exposées 28 bis, avenue de l'Opéra, du 15 mars au 15 avril 1884, suivi d’Une étude des mouvements de l'art moderne et du beau caractériste, par J.-F. Raffaëlli, Paris, [s.n.], 1884.
  • Le Laid, l'intimité, la sensation et le caractère dans l'art ; une bibliothèque des dessins, conférence au palais des Beaux-Arts de Bruxelles, au Salon annuel des XX, le 7 février 1885, Poissy, Imprimerie de S. Lejay, s. d.
  • Les Promenades d'un artiste au Musée du Louvre, Paris : Bibliothèque des Annales politiques et littéraires, 1908. Réédité sous le titre Mes promenades au Musée du Louvre, préface de Maurice Barrès, Paris : Éditions d'art et de littérature, 1913.
  • Correspondance Jean-François Raffaëlli - Octave Mirbeau, textes établis, présentés et annotés par Pierre Michel, Tusson : Imprimerie du Lérot, 1993.

Bibliographie[Bearbeiten]

  • Michel Melot: Jean-François Raffaëlli, l'oublié. In: Nouvelles de l'estampe, Nr. 128, Mai 1993, SS.19-30.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gordon, Robert; Forge, Andrew (1988). Degas. New York: Harry N. Abrams. ISBN 0-8109-1142-6
  • Turner, J. (2000). From Monet to Cézanne: Late 19th-century French Artists. Grove Art. New York: St Martin's Press. ISBN 0-312-22971-2

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jean-François Raffaëlli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien