Jean-Guihen Queyras

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Jean-Guihen Queyras während la Folle Journée 2009.

Jean-Guihen Queyras (* 11. März 1967 in Montreal) ist ein französischer Cellist.

Queyras studierte am Conservatoire Supérieur Musique et de Danse de Lyon und erhielt Stipendien für die Musikhochschule Freiburg, die Juilliard School of Music und das Mannes College of Music in New York. Er erhielt 1986 den Prix Jeanne Marx beim Concours de violoncelle Rostropowitch in Paris sowie den dritten Preis des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD in München und 2002 den City of Toronto Glenn Gould International Protégé Price in Music als Protégé des Glenn-Gould-Preises.

Queyras war mehrere Jahre Mitglied des von Pierre Boulez gegründeten Ensemble InterContemporain. 2002 gründete er mit Antje Weithaas, Daniel Sepec und Tabea Zimmermann das Arcanto Quartet. Er trat mit dem Gewandhausorchester und mit anderen bedeutenden europäischen Orchestern wie dem Orchestra della RAI Turin, dem Orchestre National de Belgique, dem BBC National Orchestra of Wales, dem Trondheim Symphony Orchestra, dem Philharmonischen Orchester Prag, dem Münchener Kammerorchester, dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, dem Radiosinfonieorchester Saarbrücken und dem Tonhalle Orchester Zürich auf und arbeitete kammermusikalisch u. a. mit Pierre-Laurent Aimard, Leif Ove Andsnes, Isabelle Faust, Emmanuel Pahud, Jean-Yves Thibaudet und Lars Vogt, auch im Trio mit Daniel Sepec und Andreas Staier.

Queyras' Repertoire umfasst die klassische und romantische Literatur ebenso wie zeitgenössische Kompositionen. Er spielte u. a. die Uraufführungen der Cellokonzerte von Ivan Fedele und Bruno Mantovani und des Concertino von Gilbert Amy. Für das Projekt Six Suites – Six Echos beauftragte er die Komponisten György Kurtag, Jonathan Harvey, Minoru Mochizuki, Gilbert Amy, Ichiro Nodaïra und Ivan Fedele, jeweils ein Werk mit Bezug auf eine der Cellosuiten Bachs zu komponieren.

Queyras unterrichtete an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen und ist gegenwärtig Professor für Violoncello an der Hochschule für Musik in Freiburg im Breisgau.

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