Jean-Louis Raduit de Souches

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Jean-Louis Raduit de Souches

Graf Jean-Louis Raduit de Souches (* 16. August 1608 in La Rochelle, (Charente-Maritime, Frankreich); † 12. August 1682 in Jevišovice, Mähren) war ein kaiserlicher Feldherr.

Als Sohn eines protestantischen Edelmanns geboren, verließ er Frankreich nach dem Hugenottenkrieg 1629 und begab sich erst in schwedische, dann in kaiserliche Kriegsdienste, zeichnete sich im Dreißigjährigen Krieg, insbesondere als tapferer Verteidiger Brünns gegen die Schweden (1645) aus. 1657 und 1660 kämpfte er im Zweiten Nordischen Krieg. Im Türkenkrieg 1663/1664 befehligte er die habsburgische Nordarmee in Oberungarn. Im Jahr 1664 eroberte er Neutra und Levencz. Bei Levencz schlug er am 19. Juli 1664 ein osmanisches Heer. De Souches wurde Kammerherr, Hofkriegsrat und Feldmarschallleutnant, befehligte 1674 die Kaiserlichen in den Niederlanden, schadete aber den Unternehmungen der Verbündeten durch sein verdächtiges, aus seinem Starrsinn und seiner Unbotmäßigkeit erklärliches Zaudern, namentlich in der Schlacht bei Seneffe, so dass er abberufen wurde. Er starb 1682 in Mähren.

Literatur[Bearbeiten]

  • Bernhard von PotenSouches, Ludwig Raduit de. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 34, Duncker & Humblot, Leipzig 1892, S. 698–700.
  • C. A. Schweigerd, Oesterreichs Helden und Heerführer, Band 2, S.192ff
  • Ehren-und Gedächtnuß-Statua (Ehren-und Gedächtnis-Statue), Welche von Ertz gegossen, und in der Brünner Pfarrkirchen St. Jacobi aufgerichtet zu sehen, nebst beygefügter Grabschrift, Digitalisat
  • Christian d' Elvert,Die Schweden vor Brünn: Ein Abschnitt des dreißigjährigen Krieges, Digitalisat
  • Die durchlauchtige Welt oder kurtzgefaßte genealogische, historische und politische Beschreibung, meist aller jetztlebenden durchlauchtigen Personen (etc.) Nebst einer kurtzen Beschreibung der fürnehmsten Ritterorden in Europa, Band 2, S.622 Die Grafen von Reckheim

Weblinks[Bearbeiten]

Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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